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Es gibt nur wenige Musikstile, die ein so extrem konservatives Image haben wie Blues. Blues ist angeblich nur was für alte Männer mit langen Bärten, die immer dieselben zwölf Takte wiederholen und dabei rauchen und trinken. Außer Gitarre, Piano und Bluesharp sind alle anderen Instrumente offenbar „verboten“. Musikalisch dreht man sich seit Generationen immer um sich selbst, wie in einem Hamsterrad.
Natürlich gab und gibt es Bluesmusiker, die versuchen Neues zu probieren, aber außerhalb der Bluesszene interessiert das niemanden. Bis 1995 der französische Houseproduzent St. Germain es als Erster wagte mit dem Stück „Thank you Mum“ Blues mit House zu fusionieren. Seitdem weiß die Welt, dass es möglich ist, Blues mit elektronischer Musik gleichberechtigt zu kombinieren.
Seither ist viel geschehen: Skip McDonald hat es mit seiner Band Little Axe in England geschafft, Blues mit Dub zu fusionieren. Ähnliches versucht das dänische Banzai Republik-Team und das britische Duo Up, Bustle & Out. Die kanadische Ein-Mann-Band Son Of Dave kombiniert Blues mit Folk-Punk, die Wiener Band Mummer stellt Blues in einen Downbeat-Kontext und Vergleichbares kommt aus Deutschland von Boozoo Bajou, Darjee, K_Chico und Amir Arab. Aus Italien kommen Gabin, aus Holland Gare Du Nord, aber in den USA findet man vergleichweise wenige Produktionen, die Blues mit Triphop-Elemente verbinden.
Denn in den USA sind es weniger die Downbeat-Produzenten, die Blues für sich als “Steinbruch” entdeckt haben, sondern vielmehr die House- & Techno-Fraktion. Es sind House-Ikonen wie Glenn Underground, Miguel Migs, Franck Adam, King Britt, Dirty Harry oder Kenny Larkin aka Dark Comedy, die gezielt mit Blues-Samples arbeiten.
Doch in den letzten 2-3 Jahren sind es verstärkt wieder europäische Techno- & House-Mixer, die die wichtigen Akzente setzen und erstaunliche Download-Zahlen vorweisen können. Hervorzuheben sind da Jon Flores aus Spanien, Harold Heath aus England und Submantra aus Italien. Und es gibt da einen House-Produzenten aus Bologna, der sich voll auf die Kombination von House mit Blues konzentriert, das ist Cesare Ferioli aka Big Mojo, der inzwischen zu den prägendsten Gestalten auf diesem Feld zählt. Der italienische DJ wird nicht nur auf Blues-Festivals gefeiert, sondern auf allen angesagten Raves im Mittelmeerraum.
Zu behaupten, dass Blues-House und Blues-Downbeat, jetzt der neue, kommende Trend werden, das wäre vermessen. Dafür sind beide Stilarten viel zu speziell, aber in den Clubs werden sie begeistert gefeiert. Das Publikum in Metropolen ist glücklich, dass es endlich mal was Neues zu hören bekommt, denn Bluesstimmen und Bluesgitarren hatte man bisher nie in Houseclubs vernommen. Das konservative Blues-Publikum bekommt vor Empörung natürlich kaum Luft, aber die Clubszene feiert ihr neues Insider-Ding.
Zusammengestellt wurde der Doppel-Sampler vom Global-Electronica-Spezialisten dj ralph „von“ richthoven aus Bremen, Deutschland. Dieser DJ koordiniert die „Club Night“-Samplerreihe für das Weltmusik-Label LOLA`S WORLD.

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