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Stoney LaRue gehört zu den Namen, die untrennbar mit der Red-Dirt-Szene Oklahomas verbunden sind. Neben dem eher rockorientierten Cody Canada und dem Honkytonk-Outlaw Jason Boland hat LaRue als Vertreter des Americana-Zweiges mit „The Red Dirt Album“ im Jahr 2005 ein stilprägendes Zeichen gesetzt.

Dass der Bandanaträger aus Stillwater eine besondere Fanbeziehung pflegt, ist im Rahmen seiner zahlreichen Liveauftritte regelmäßig spürbar. Diese enge Verbindung ist auch der Grund, dass in diesen Tagen nur 12 Monate nach dem letzten Studioalbum „Aviator“ ein neuer Longplayer unter dem Titel Us Time erschienen ist.

„Ich mag es, mit Menschen jeden Alters in Verbindung zu treten, sei es musikalisch oder durch bloßen Gedankenaustausch“, fasst LaRue die Beweggründe zusammen. „Dieses Projekt ist meinen Fans gewidmet. Wir haben aus den Live-Shows eine Zusammenstellung von Favoriten ausgewählt, die die Komplexität unserer Zeit in Form von Musik zusammenfasst. Das Album ist einfach gesagt‚ unsere Zeit.“

Mit Hilfe der sozialen Netzwerke hatte der 38-jährige „Okie“-Singer-Songwriter seine Fans im Vorfeld um Songwünsche gebeten und auf dieser Basis die Playlist für das geplante Album zusammengefügt. „Übrig“ geblieben sind 11 Titel, die eine Mischung aus eigenen Hits und Coversongs großer Namen der Singer-Songwriter-Szene beinhalten. Neben zwei brandneuen Tracks wurde auch das seit 2008 als Live-Standard beliebte „Til The Morning Comes“ in einer emotional tiefgehenden Version erstmals auf CD verewigt.

Bei der Auswahl der Coverversionen hat sich Stoney LaRue mit Songperlen von Jim Croce, Van Morrison, Willie Nelson oder Glen Campbell keine zu kleinen Schuhe ausgesucht, versteht es jedoch ausgezeichnet, mit diesen auf seine ureigene Art umzugehen. Die Eröffnung mit dem 1972er Croce-Klassiker „Box #10“ ist dabei ebenso überzeugend wie die Version von Van Morrisons „Into The Mystic“, mit der die nordirische Folkrocklegende im Jahr 1970 ihr bahnbrechendes Album „Moondance“ populär gemacht hat. LaRue ist dabei clever genug, nicht zu kopieren, sondern bestrebt, diese musikalischen Heiligtümer behutsam in seine vertraute Red-Dirt-Welt hinein zu befördern.

Besonders wohl fühlt sich der Barde aus Stillwater naturgemäß mit den eigenen Stücken, die ihm die Fans auf die persönliche Wunschliste geschrieben haben. „Feet Don’t Touch The Ground“ und das dynamische „Oklahoma Breakdown“, beide auf dem 2007er Album „Live At Billy Bobs Texas“ erschienen, bringen befreit von jeglichen Vorgaben die Spielfreude LaRues am besten zur Geltung. Diese beiden Songs bilden den Rahmen für den Titeltrack „Us Time“, eine vorzügliche, mit reichlich Blues eingefärbte Country-Ballade, die sich wie ein gelungenes Remake des Kristofferson-Hits „Help Me Make It Through The Night“ anfühlt. Der zweite neue Song, die Radiosingle „Easy She Comes“ präsentiert sich im Gegensatz dazu offen, „hooky“ und mit einer leichten Prise Kommerz für das Countryradio wie geschaffen.

Die Herzen wahrer Countryfans dürften bei dem Gary-Stewart-Standard „Empty Glass“ und Glen Campbells „Wichita Lineman“ höher schlagen, die von LaRue respektvoll und eigenständig zugleich interpretiert werden. Auf „Seven Spanish Angels“, im Original von Willie Nelson und Ray Charles zu höheren Weihen getragen, hilft Red-Dirt-Kumpel Cody Canada tatkräftig aus, der dem eigentümlichen Nelson-Twang verdammt nahe kommt. Auch die Version von John Hiatts „Train To Birmingham“ behält ihren natürlichen Charakter und belegt, warum sich die Fans ihres Szenehelden für diese Songauswahl entschieden haben. Wenngleich die Originale in ihrem klassischen Charme unerreicht bleiben, ist Stoney LaRue auf „Us Time“ ein mit viel Herzblut vertonter musikalischer Querschnitt gelungen.

Fazit: „Us Time“ ist nicht nur ein Album für den harten Kern der Red-Dirt-Anhänger, sondern auch denen zu empfehlen, die der Beeinflussung des Country durch die Singer-Songwriterkultur nahestehen. Wer sich dem verbunden fühlt, wird einen Künstler kennenlernen, der trotz seiner regionalen Wurzeln weltoffen auftritt und auf seine ganz persönliche Weise wertvolle Liedgüter vom Staub der Geschichte befreit.

Titel: Us Time
Künstler: Stoney LaRue
Veröffentlichungstermin: 16. Oktober 2015
Label: Entertainment One
Format: CD & Digital
Laufzeit: 41:52 Min.
Tracks: 11
Genre: Country, Americana

Trackliste:

01. Box #10
02. Into The Mystic
03. Feet Don’t Touch The Ground
04. Us Time
05. Oklahoma Breakdown
06. Empty Glass
07. Til The Morning Comes
08. Easy She Comes
09. Seven Spanish Angels
10. Train to Birmingham
11. Wichita Lineman

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