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Mise en Abîme ist das zweite Studioalbum der US-amerikanischen Jazz Gruppe Steve Lehman Octets. Das Album erschien am 24. Juni 2014 via dem Plattenlabel PI Recordings.

Er gilt als eine der richtungweisenden Persönlichkeiten des aktuellen Jazz: Steve Lehman, 37-jähriger Altsaxofonist, Komponist und Bandleader aus New York. Sein ambitionierter Weg zwischen Improvisation und Komposition hat die Verbindung dieser zwei Welten auf eine neue Stufe gehoben. Lehmans Studium bei Jackie McLean und Anthony Braxton lehrte ihn das versierte Spiel über herkömmliche Formabläufe ebenso wie die Fähigkeit, großangelegte und visionäre Konzeptionen zu entwickeln. Im kollektiven Trio "Fieldwork" mit Vijay Iyer und Tyshawn Sorey, im eigenen Quartett oder Quintett entwickelte er eine hochkomplexe, zugleich abstrakte und groovelastige Klangsprache. Seine Oktett-Platte "Travail, Transformation And Flow" wurde von der New York Times zum Jazzalbum des Jahres 2009 gekürt. Das Nachfolgewerk "Mise en Abîme" hob die Los Angeles Times 2014 auf die gleiche Position. Während sich Lehman mit dieser Oktett-Musik unter anderem auf die Theorien des zeitgenössischen Komponisten Gerard Grisay bezieht, pflegt er mit seinem Trio einen deutlich von der Tradition inspirierten Powerjazz.

No.1-Charts-Notierungen in diversen US-amerikanischen Zeitungen und fand auch beim internationalen Publikum begeisternde Beachtung. Was auch daran liegen mag, dass Lehman breit aufgestellte ist, ohne sich in Kleinkram zu verlieren. Er hat für sich eine Musiksprache gefunden, die aktuell eher stiefmütterlich behandelt wird. Der durch Anthony Braxton und Alvin Lucier geprägte Altsaxophonist formt hier mit seinem Sextett ein dichtes, farbreiches Gewand, in dessen Muster besonders die Schattierungen aus Free- und Cooljazz auffallen. Kleine Tonspuren setzen sich fest, plötzliche Tempowechsel schaffen Freiraum für Improvisationen.

Spektrale Kompositionen als wären sie immer schon jazz gewesen.

Das Faszinierende am spektralen Jazz Steve Lehmans sind die schimmernden Klänge, die durch präzise Konfrontation und fein austarierte Interferenzen einzelner Instrumente erzeugt werden. Dominante Obertöne, etwa die des Vibrafons, bilden den Rahmen für mikrotonale Harmonien. Organisiert wird das Ganze durch Interaktionen der Bläser oder nervöse Aktionen innerhalb der Gruppe, weniger durch Intervalle einer herkömmlichen Tonleiter.

Steve Lehman studierte bei Tristan Murail, einem Pionier des spektralen Stils, an der Columbia in New York. Mit seinen spektralen Kompositionen zaubert Lehman Klänge, die oft an den fluiden Charme elektronischer Musik erinnern. Aber bei Lehman wirkt es easy, als wäre es immer schon Jazz gewesen.

Ein vollkommen schwereloser Jazz. Die Interaktion und freie Improvisation der Musiker, eingebettet in ein Glasperlenspiel aus komponierter mikrotonaler Musik, alles von einem vibrierenden Flow beseelt – erstaunlich! Kleine Tonspuren setzen sich fest, plötzliche Tempowechsel schaffen Freiraum für Improvisationen. Scheinbar aufeinander abgestimmt, stehen die acht Titel jeder für sich und markieren auch Lehmans Entwicklung vom Musiker zum Lehrenden, der seine Ideen einer robusten, extravaganten Musik konsequent umsetzt.

Titelliste

1. Segregated And Sequential 4:05
2. 13 Colors 4:05
3. Glass Enclosure Transcription 5:08
4. Codes: Brice Wassy 7:46
5. Autumn Interlude 4:23
6. Beyond All Limits 4:47
7. Chimera/Luchini 7:02
8. Parisian Thoroughfare Transcription 2:33

Credits

Alto Saxophone, Electronics – Steve Lehman
Bass – Drew Gress
Drums – Tyshawn Sorey
Executive Producer – Seth Rosner, Yulun Wang
Mastered By – Liberty Ellman
Mixed By – Liberty Ellman
Producer – Steve Lehman
Recorded By – Mike Marciano*
Tenor Saxophone – Mark Shim
Trombone – Tim Albright
Trumpet – Jonathan Finlayson
Tuba – Jose Davila
Vibraphone – Chris Dingman
Written-By – Steve Lehman

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