Biografie

  • Jahre aktiv

    1981 – heute (45 Jahre)

  • Gegründet

    Mainz, Rheinland-Pfalz, Deutschland

SpringtOifel ist eine 1981 gegründete, und vom Punk der 70er beeinflusste Mainzer Oi! Band. Neben der klassischen Instrumentierung (E-Gitarre, Bass, Schlagzeug) kommt bei SpringtOifel von Beginn an die Hammond Orgel zum klingen, was sie zumindest in der deutschen Punk und Oi-Szene zu Vorreitern machte. Ebenso die Verbindung von Punk mit Ska und anderen Musikrichtungen wie Tango, Bossa Nova und Volksmusik war zuvor noch nicht gehört worden. Vielen in der Szene nachfolgenden Bands diente SpringtOifel (Abkürzung: StOi) als Vorbild und als Wegbereiter. So hatten heute in der Szene bekannte deutsche Bands wie zu Beispiel Broilers, Loikaemie, 4 Promille, Volxsturm und viele andere ihre ersten Konzerte vor großem Publikum im Vorprogramm von SpringtOifel.

Anfänge in den 1980er Jahren

Von den Gründungsmitgliedern sind Anfang 2006 nur noch Olaf (voc, key) und Paule (b, voc) dabei. Die erste Liveshow war am 11. November 1981 in Mainz, danach, bis 1984, machten zumeist regionale Auftritte das Quintett in der nationalen Punk- und Oi!-Szene bekannter.

1984 wurde ein erstes Demo-Tape eingespielt, und im Jahr darauf erschien das Debüt-Album „Tanz der Teufel“ beim Tübinger Lable We Bite Records. Das 1986er Album „Lässige Hunde“ spielten sie als Quartett ein. Danach kam auf dem eigenen Lable „Miesnitzdörfer&Jansen (M&J)“ die Live-Platte „Ein geselliger Abend“ heraus. Die SpringtOifel legten nie wert auf ausgedehnte Konzerttouren. Sie beschränkten sich immer auf höchsten 2-3 aufeinanderfolgende Konzerte was den beruflichen und familiären Verpflichtungen der Bandmitglieder und der Tatsache geschuldet war, das sie "lieber vor 500 als vor 5 Leuten auftreten und Konzerte in mittelgroßen Hallen am Wochenende bevorzugen". (Zitat Sänger Olaf)

Die 1990er Jahre

SpringtOifel gelten als „unpolitische“ Formation, die sich jedoch, als die deutsche Skinheadszene nach rechts abzudriften drohte, mit eindeutigen Texten gegen diese Tendenz stellten („Lasst euch nicht benutzen“,"Schwarz & Weiß" LP„Sex, Droogs & R'n'R“1994).

1992 führte StOi einen Prozess gegen das Lable "Metal Enterprise"(ME) unter dessem Lable 1988 die LP "Schwere Jungs" erschienen war. Grund des Prozesses war ein Verstoß gegen das sogenannte Beeinträchtigungsverbot. ME hatte 2 Titel der StOi aus "Schwere Jungs" ohne deren Wissen und Zustimmung auf einen LP Sampler "6.für Deutschland" gebracht. Auf diesem Sampler waren neben StOi mehrere Neofaschistische Musikgruppen, welche ebenfalls bei ME unter Vertrag waren, vertreten. Das Oberlandesgericht Frankfurt/M (Entscheidung vom 20. Dezember 1994, GRUR 1995, 215) gab StOi recht und der Sampler musste vom Markt genommen werden. Dieser über 2 Jahre dauernde Prozess war ein großer Erfolg für StOi und wurde in vielen juristischen Publikationen als Grundsatzurteil gewertet.

1991 erschien das Album „10 Jahre Satanische Takte“, 1992 die MC „SpringtOifel Live 82-92“ und 1993 die Single „Brot und Spiele“. Nach Veröffentlichung des Albums „Sex, Droogs & Rock'n' Roll“, Ende 1994, brachten sie dann die in Berlin live aufgenommene CD „5 Mainzeldroogs in Berlin“ heraus. 1999 erschien die Partyplatte „Weck, Worscht & Oi“ mit zwölf Songs.

Heute

Ende 2000 veröffentlichte StOi das Album „Frohes Fest & Guten Rutsch“, einer Bearbeitung eines Textes von Erich Kästner und einer eigenen Interpretation des Weihnachtsliedes „Stille Nacht“.

Zum 20-jährigen Bandjubiläum kam das im Mainzer Haus der Jugend mitgeschnittene Live-Doppelalbum „Lieder aus 2001er Nacht“ heraus, für das sie einige ihrer bekanntesten Titel überarbeiteten, sowie neun neue Tracks präsentierten. 2003 produzierten sie „Ettalprednik“ und machten eine Single mit Coverversionen von Motörhead unter dem Namen „MotörtOifel“.

In den Jahren 2000 bis 2005 traten sie wieder mehr in Konzerten auf, welche mit Besucherzahlen von 500 bis 1200 Gästen in der gesamten Bundesrepublik stattfanden. 2002 erschien die ProjektSingle mit zwei Johnny-Cash-Coverversionen. Aktuell erschien im September 2007 die neue LP/CD "Engelstrompeten und Teufelposaunen". Eine Jubiläumstour mit zahlreichen Konzerten in Deutschland findet vom Herbst 2006 bis Winter 2008 statt. Im Zuge dieser Tour wurde am 1. Dezember 2007 im Leipziger Conne Island eine Live DVD mit einem fünfköpfigen Kamerateam aufgenommen, welche weltweit vertrieben werden wird. Dazu erschienen zahlreiche Musiker, Gäste und Freunde aus den vergangenen 26 Jahren SpringtOifel auf der Bühne. Ebenfalls war dieses Konzert das letzte des seit 1996 bei StOi spielenden Schlagzeugers Sebastian (Wastel). Er schied aus beruflichen Gründen aus

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