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Mirage ist das zweite Album der englischen Band Camel. Das Album erschien 1974 bei Decca Records. Mirage gehört zu den bekanntesten Alben von Camel, der Song Lady Fantasy gehört zu den Bandklassikern. In den USA konnten Camel immerhin in die Top 200 der Billboardcharts einsteigen. Dennoch war das Album kommerziell kein ganz großer Erfolg.

Nach dem selbstbetitelten Debütalbum unterschrieben Camel einen Plattenvertrag mit Decca Records und gingen für neun Monate auf Tour. Danach nahmen sie ihr zweites Album, "Mirage" auf. Auf Druck der Zigarettenmarke Camel musste das Schallplattencover, das ein Dromedar in der Wüste zeigt, in den Vereinigten Staaten geändert werden, da es der Gestaltung der Zigarettenpackungen sehr ähnlich war. Für Europa traf der Bandmanager Geoff Jukes jedoch ein Übereinkommen. Zu Werbezwecken gab es kleine Zigarettenpackungen mit dem Artwork und der Titelliste des Albums, auf Konzerten wurden (gegen den Willen der Band) Gratisproben verteilt. Da der Tabakkonzern weiteren Einfluss nehmen wollte, wurde die Zusammenarbeit bald beendet.

Eine remasterte CD-Fassung von Mirage kam erstmals 1989 auf den Markt, im Jahr 2002 erschien eine remasterte Fassung mit Bonus-Titeln, die aus alternativen und Live-Versionen bestanden.

Stil:

Auf Camels zweitem Album beginnt sich ihr charakteristischer Stil herauszubilden. Sie spielen Progressive Rock mit komplexen Rhythmen und abwechslungsreichen Gitarren- und Keyboardparts. Andrew Latimer spielt auf Mirage außerdem Flöte. Es finden sich sowohl schnellere und rockigere als auch ruhigere und getragenere Passagen. Das Album kommt zu großen Teilen ohne Gesang aus. Die Atmosphäre ist meist leicht melancholisch. The White Rider ist von Tolkiens Der Herr der Ringe inspiriert.

Rezeption:

Mirage gilt neben den Nachfolgern "The Snow Goose" und "Moonmadness als Klassiker der Band. Markus Peltner von den Babyblauen Seiten resümiert zwar: „Es ist alles nicht schlecht, was Camel da zu Beginn und Mitte der 70er abgeliefert haben. Aber irgendwie schwamm die Band so mit. Nicht schlecht, wie gesagt, aber so richtig gut? Nein, dazu ist die Musik einfach nicht packend genug und es bleibt dann doch deutlich weniger hängen, als bei anderen britischen Combos derselben Stilrichtung und derselben Zeit.“ Jochen Rindfrey bezeichnet Mirage jedoch als Camels „Meisterstück“, das „in keiner Prog-Sammlung fehlen“ sollte.

Im Juni 2015 wählte das renommierte Fachblatt Rolling Stone das Album auf Platz 21 der 50 besten Progressive-Rock-Alben aller Zeiten.

Die Kritiken zum Album fielen unterschiedlich aus. Während man in Prog-Kreisen immer wieder gute Bewertungen abgab, fand das Album in allgemeinen Reviews nicht den großen Zuspruch. Ungeachtet dessen wird Mirage von Camel Fans zu den besten Alben der Band gezählt. Ob die Band nun eine Prog-Band ist oder nicht, ist letztlich nicht ganz klar. Richtig ist sicherlich, dass Camel vor allem in der Frühphase einen konzertanten bis symphonischen Ansatz pflegte und damit durchaus in die Schublade Prog-Rock gehört.

Mirage besteht aus 5 Songs. Zwei Songs, Nimrodel/The Procession/The White Rider und Lady Fantasy, sind relativ lange Konzeptstücke. Nimrodel fällt dabei, aus meiner Sicht, im direkten Vergleich zu Lady Fantasy etwas ab. Lady Fantasy gilt als einer der wichtigsten Camel Songs und kann über die Laufzeit von fast 13 Minuten mit vielen schönen Ideen überzeugen. Eröffnet wird das Album mit dem eher untypischen Camel-Song Freefall. Dabei handelt es sich um einen härteren Rocksong mit Fusion-Ideen. Bei Progfans kam der Song nicht ganz so gut an. Bleiben noch die Songs Supertwister und Earthrise. Bei beiden handelt es sich um ruhige melodiöse Songs, die an sich ordentlich gelungen sind, aber stellenweise etwas spannungsarm wirken.

Rezensionsfazit ("traugod"):

"Mit Camel ist das immer so eine Sache. Die Band konnte sich in den Anfangsjahren auf eine treue Fangemeinde verlassen, rannte aber dem kommerziellen Erfolg etwas hinterher. Als es kommerziell besser lief, wandten viele Fans der Band den Rücken zu, weil Camel sich von langen Songs und ihrem symphonischen Ansatz trennte. Den pflegt sie auf Mirage aber noch. Und das macht sie auch ganz ordentlich. Aber irgendwie reicht es auch nicht zu mehr. Die Musik kann man sich gut anhören, es gibt sehr viele schöne Momente. Aber es gibt auch immer gewisse Längen im Vortrag. Was für viele Progfans sicherlich ein Segen ist, fehlt mir manchmal etwas - die gitarristischen Exkursionen von Andy Latimer. Der spielt eine mehr als amtliche Rockgitarre, zeigt auf den frühen Alben aber lieber seine Qualitäten an der Querflöte. Mirage hinterlässt auf mich einen etwas zwiespältigen Eindruck. Von mittelmäßiger Musik ist das weit entfernt, aber komplett überzeugen kann die Band auch nicht."

Titelliste:

Vinyl, Seite 1:
Freefall – 5:54
Supertwister – 3:24
Nimrodel/The Procession/The White Rider – 9:18

Vinyl, Seite 2:
Earthrise – 6:42
Lady Fantasy – 12:46
Encounter
Smiles for You
Lady Fantasy

Bonus-Titel:
Supertwister (Live am 30. Oktober 1974 im Marquee Club) – 3:14
Mystic Queen (Live am 30. Oktober 1974 im Marquee Club) – 6:09
Arubaluba (Live am 30. Oktober 1974 im Marquee Club) – 7:44
Lady Fantasy (Basing Street Studios Mix 1973) – 12:59

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