Wird über Spotify absgepielt Wird über YouTube absgepielt
Zum YouTube-Video wechseln

Player wird geladen ...

Von Spotify scrobbeln?

Verbinde deine Spotify- und Last.fm-Konten, um deine gehörten Inhalte von jeder Spotify-App auf jedem Gerät und jeder Plattform zu scrobbeln.

Mit Spotify verbinden

Verwerfen

Es steht eine neue Version von Last.fm zur Verfügung. Bitte lade die Seite neu.

Biografie

Was (Not Was) ist eine amerikanische Pop-, Dance- und R&B-Band aus Detroit, Michigan, die während der 1980er und Anfang der 1990er Jahre international erfolgreich war.

Was (Not Was) wurde 1979 in Detroit von den Jugendfreunden Don Was (alias Don Fagenson) und David Was (alias David Weiss) gegründet. Beide waren auch die kreativen Köpfe der Band, wobei Don Was in der Regel für Komposition, Arrangements und Produktion zuständig war, während David Was die oft bizarren, von Jazz- und Beatnik-Poesie beeinflussten Texte schrieb. Charakteristisch für die Band war – neben den humorvollen Texten – ein eklektischer Stil-Mix aus Funk, New Wave, Rock, Jazz, Pop und Disco. Vor allem in den Anfangsjahren wurde Was (Not Was) darum oft mit New Yorker Bands der No-Wave- und Mutant-Disco-Szene verglichen, z. B. "Material", "Defunkt", "James Chance and the Contortions" oder "Kid Creole & the Coconuts". Nominelle Mitglieder waren – neben den unechten Was-Brüdern – auch die Sänger „Sir“ Harry Bowens, „Sweet Pea“ Atkinson und (ab 1983) Donald Ray Mitchell, Gitarrist Randy Jacobs und Saxofonist David McMurray. Auf ihren Alben wurde die Band außerdem regelmäßig von einem großen Kreis von (oft prominenten) Gastmusikern unterstützt.

Anfang der 1980er Jahre wurde die Band vom New Yorker Kultlabel Ze Records unter Vertrag genommen und veröffentlichte das Debütalbum "Was (Not Was)". Musikalische Gäste waren u. a. Wayne Kramer (MC5), Doug Fieger (The Knack) und Trompeter Marcus Belgrave. Das Album erhielt positive Kritiken in den USA und Europa. Drei Singles wurden ausgekoppelt und erreichten vordere Positionen der US Dance Charts, darunter auch der Song Out Come the Freaks, der so etwas wie eine Hymne der Band wurde und in veränderten Fassungen auch auf anderen Alben auftauchte.

1982 erschien mit Don’t Walk Away ein soul-beeinflusstes Soloalbum des Sängers Sweet Pea Atkinson, bei dem Was (Not Was) als Begleitband fungierte.

Das offiziell zweite Studioalbum war "Born to Laugh at Tornadoes" (1983). Hier waren u. a. "Mitch Ryder", "Ozzy Osbourne" und "Mel Tormé" als Gaststars zu hören. In den Credits wird auch (die damals noch unbekannte) "Madonna" genannt, die allerdings auf dem Album nicht zu hören ist: Sie hatte eine Chorstimme für den von Osbourne interpretierten "Song Shake Your Head (Let’s Go to Bed)" eingesungen. Diese Version wurde jedoch aus rechtlichen Gründen nie offiziell veröffentlicht und fand erst 2008 über das Internet ihren Weg in die Öffentlichkeit.

Das Album erhielt ebenfalls positive Kritiken, z. B. im Magazin Rolling Stone, war aber kommerziell ein Flop. Immerhin erreichte die Band mit der Single (Return to the Valley Of) Out Come the Freaks erstmals die Top 50 der britischen Charts. Auch das dritte Album "What Up, Dog?" blieb – trotz hochkarätiger Gaststars wie "Frank Sinatra, jr.", "Mark Isham" und "Marcus Miller" – zunächst wenig erfolgreich. Erst mit der dritten Auskopplung "Walk the Dinosaur" gelang der Durchbruch: Der Song kletterte zunächst in Großbritannien auf Platz 10 der Charts und zwei Jahre später – nachdem MTV das zugehörige Video in Dauerrotation genommen hatte – auf Platz 7 in den USA. Eine weitere Single, Spy in the House of Love erreichte in Großbritannien und den USA die Top 20 und wurde in den amerikanischen Dance-Charts sogar zum Nummer-eins-Hit. Das Album enthielt auch eine neue Version von Out Come the Freaks, die ebenfalls als Single ausgekoppelt wurde und wiederum die Top 50 in Großbritannien erreichte.

1990 nahm die Band das Album "Are You Okay?" auf, diesmal mit Gastmusikern wie "Iggy Pop", "Leonard Cohen", "The Roches" und "Syd Straw". Die erste Auskopplung "Papa Was a Rollin’ Stone" erreichte Platz 12 in Großbritannien, in den USA blieb das Album allerdings weitgehend unbeachtet.

1992 gingen Was (Not Was) im Vorprogramm der "Dire Straits" auf Tour. 1992 erschien mit "Hello Dad … I’m in Jail" ein Best-of-Album. Als Single erschien außerdem eine Neuaufnahme des Songs "Shake Your Head", auf der neben Ozzy Osbourne auch "Kim Basinger" zu hören ist. Mit diesem Song erreichte die Band ihre höchste Platzierung in den Charts (#4 in Großbritannien), er blieb aber auch der letzte größere Erfolg. Von dieser Single existiert auch ein Remix des DJs Steve „Silk“ Hurley, der auf der mit Madonna produzierten Version von 1983 beruht. Von diesem Remix wurden einige tausend Exemplare gepresst und ausgeliefert, ohne dass eine Freigabe von Madonnas Plattenfirma vorlag. Als die verweigert wurde, musste die Remix-Version zurückgezogen werden: Sie gilt heute als gesuchte Rarität und taucht gelegentlich in Internetauktionen auf.

1992 löste sich Was (Not Was) auf.

Nach der Auflösung:
Schon in den letzten Jahren der Band hatten Don Was und David Was damit begonnen, eigene musikalische Karrieren aufzubauen. Don Was ist mittlerweile einer der meistgefragten Musikproduzenten Amerikas, produzierte u. a. "The Rolling Stones", "Bob Dylan" und "Elton John" und erhielt 1995 einen Grammy als Produzent des Jahres. Außerdem war er musikalischer Leiter und Berater zahlreicher Kino- und TV-Filme. 1994 erhielt er einen BAFTA Award für die Musik zum Film Backbeat. David Was ist (als David Weiss) vor allem als Komponist und musikalischer Berater für Fernsehproduktionen (u. a. Akte X) tätig und arbeitet als Musikkritiker und Journalist für den öffentlich-rechtlichen Sender NPR.

1997 veröffentlichte Don Was das Album "Forever Is a Long Long Time" unter dem Projektnamen „Orquestra Was“. An den Aufnahmen zur Platte – eine Sammlung von Songs des Country-Sängers "Hank Williams" in Jazz- und Soul-Arrangements – waren auch einige Musiker von Was (Not Was) beteiligt, darüber hinaus wieder eine große Zahl von Gastmusikern wie "Kris Kristofferson" und "Herbie Hancock". Zum Album entstand außerdem ein von Francis Ford Coppola produzierter Kurzfilm.

2004 kamen Don und David Was erstmals wieder für einige Konzerte zusammen. 2008 erschien das fünfte Was-(Not-Was)-Studioalbum "Boo", wieder mit zahlreichen Gaststars (u. a. Kris Kristofferson, "Wayne Kramer" und "Booker T. Jones"), das allerdings kommerziell nicht erfolgreich war.

Sonstiges
Der Name Was (Not Was) geht angeblich auf eine kindliche Angewohnheit von Don Was’ Sohn Tony zurück, der jeden Begriff mit seinem Gegenteil kommentierte. Tony Fagenson ist heute selbst erfolgreicher Musiker und spielt u. a. Schlagzeug in der Band "Eve 6".

Diese Wiki bearbeiten

Du möchtest keine Anzeigen sehen? Jetzt abonnieren

Externe Links

API Calls