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Biografie

Henry Warren Beatty, geboren als Henry Warren Beaty (mit einem „t“) (* 30. März 1937 in Richmond, Virginia) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und politischer Aktivist der Demokratischen Partei.

Lebenslauf

Als Kinder einer Schauspiellehrerin standen er und seine ältere Schwester Shirley MacLaine schon in jungen Jahren häufig auf der Bühne. Nach der High School und einem Studium an der Northwestern University wirkte Beatty in zahlreichen Theaterproduktionen mit. Ende der 1950er wurde er von dem Regisseur und Produzenten Joshua Logan entdeckt, der ihm Engagements am New Yorker Broadway verschaffte.

1959 war Beatty für ein Jahr in der beliebten Fernsehserie The Many Loves of Dobie Gillis zu sehen, bevor ihm zwei Jahre später mit seinem Leinwanddebüt in Elia Kazans Klassiker Fieber im Blut der Durchbruch gelang. Bei den Dreharbeiten lernte er Natalie Wood kennen (damals noch mit Robert Wagner verheiratet), mit der er für die nächsten acht Jahre zusammen war.

Nach weiteren Filmauftritten und einem Golden Globe 1962 als Bester Nachwuchsdarsteller, produzierte Beatty 1968 das Gangsterdrama Bonnie und Clyde, in dem er auch eine Titelrolle übernahm. Bei einem Budget von nur 2,5 Millionen Dollar spielte der Film weltweit ca. 70 Millionen Dollar ein und wurde für zehn Oscars nominiert, von denen er zwei gewann.

Trotz dieses gigantischen Erfolges zog sich Beatty in den Folgejahren als Schauspieler weitgehend zurück. In den 1970ern war er in nur sieben Filmen zu sehen, darunter die Kassenschlager Shampoo und sein Regiedebüt Der Himmel soll warten. Beide Filme wurden von Beatty geschrieben und produziert. 1971 spielte er zusammen mit dem ersten deutschen James Bond-Bösewicht Gert Fröbe im Film Der Millionenraub.

1975 lernte er am Set von The Fortune Jack Nicholson kennen, mit dem er in den 1970er und 1980er Jahren regelmäßig wilde Partys feierte und mit dem er seither eng befreundet ist.

Für den Film Reds (Drehbuch, Produktion, Regie, Hauptrolle) gewann Beatty 1982 nach bisher zehn Nominierungen in fünf verschiedenen Kategorien seinen ersten Oscar als Bester Regisseur.

Nach Reds drehte Beatty in den 1980er Jahren nur noch einen einzigen Film, Ishtar, der jedoch fast durchgehend negative Kritiken erhielt. Erst Anfang der 1990er konnte er mit der Comic-Adaption Dick Tracy und dem Drama Bugsy wieder an seine alten Erfolge anknüpfen.

1992 heiratete der ehemalige Frauenheld und Womanizer seine Schauspielkollegin Annette Bening, mit der er heute vier Kinder hat. In den Jahren zuvor war er u. a. mit Natalie Wood, Julie Christie, Diane Keaton, Joan Collins, Isabelle Adjani und Madonna (meistens ehemalige Filmpartnerinnen) zusammen gewesen.

Zuletzt war Beatty in den Komödien Bulworth und Town & Country im Kino zu sehen. Bei der Oscar-Verleihung 2000 überreichte ihm sein langjähriger Freund Jack Nicholson den Irving G. Thalberg Memorial Award für sein Lebenswerk. Sieben Jahre später erhält Beatty bei der Golden-Globe-Verleihung 2007 den Ehrenpreis.

Obwohl Warren Beatty in rund vierzig Jahren nur 23 Filme drehte, bleiben sein Erfolg und sein außergewöhnliches Allround-Talent unerreicht. Die vier Filme, die unter seiner Regie entstanden, erhielten insgesamt 29 Oscar-Nominierungen, sieben Oscars und unzählige andere Preise. Hinzu kommen 24 weitere Nominierungen und sechs Auszeichnungen für drei Filme, die er produzierte oder deren Drehbuch er schrieb.

Warren Beatty ist aktives Mitglied der Demokratischen Partei in Kalifornien und bekannt für sein links-progressives Engagement. Er habe im Jahre 2000 schon mit dem Gedanken gespielt, für das Amt des US-Präsidenten zu kandidieren, gestand Beatty einmal.

Sonstiges

* Der Himmel soll warten war 1979 für Oscars in fast allen wichtigen Kategorien nominiert: Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Kamera, Bester Hauptdarsteller, Bester Nebendarsteller, Beste Nebendarstellerin, Beste Filmmusik und Bestes Szenenbild. Er gewann aber nur den Oscar für das Beste Szenenbild.
* Der 1972 veröffentlichte Hit You're so vain (etwa: „Du bist so eingebildet“) von Carly Simon bezieht sich nach Angaben der US-Sängerin zumindest teilweise auf Warren Beatty, mit dem sie offenbar vor ihrer Heirat mit James Taylor ein kurzes Verhältnis hatte.

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