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Biografie

  • Jahre aktiv

    2003 – heute (16 Jahre)

  • Gegründet

    Asten, Noord-Brabant, Niederlande

Urfaust ist eine niederländische -Band. Benannt nach Goethes "Urfaust", entstand die Band zunächst als Ambient-Projekt von IX. Dieser nahm das Demo Urväterlicher Sagen auf. Später stieg VRDRBR (sprich: Verderber), welcher schon als Gastmusiker für The Devil's Blood tätig war, ein und 2004 erschien auf dem Label GoatowaRex das Debüt Geist ist Teufel. 2005 folgte Verräterischer, nichtswürdiger Geist. In den folgenden Jahren erschienen weitere EPs und Splits. Derzeit ist die Band beim Label Ván Records des Ex-Nagelfar-Mitglieds Sven Dinninghoff unter Vertrag.

Stil
Auf den Alben spielte Urfaust rohen und einfach gehaltenen Black Metal, der jedoch nicht mit dem üblichen Screams versehen ist. IX verwendet eine Art Operngesang, der von klarem Gesang bis zu an Burzum erinnernde Schreie variiert. Die Gitarre ist extrem verzerrt und oft mit starken Effekten versehen. Im Kontrast dazu steht das trockene, klare Schlagzeug. Manche Stücke sind nur mit klassischen Instrumenten wie der Violine, dem Kontrabass, Pauken und Trompeten gespielt. Die Kritiken waren überwiegend positiv. Die Musik wird als „schwer verdaulich“, „benebelnd und beklemmend“ beschrieben. Drei Rituale jenseits des Kosmos enthält starke Einflüsse aus dem . Die Musik dieser EP wurde mit der Black-Metal-/Death-Industrial-Band Abruptum verglichen. Die EP Einsiedler ist etwas melodischer, aber in ähnlich langsamen Tempo. Dort finden sich Einflüsse des Postrock sowie ein mehrere Minuten langes Keyboard-Solo. Die Einflüsse der Band liegen im Black Metal, aber auch in der mittelalterlichen Musik, alten Lobpreisgesängen und Shōmyō-Gesang. Textliche Inspirationen sind unter anderem Goethes "Faust" und Friedrich Nietzsches "Also sprach Zarathustra".

Die Namen der Lieder sind in anspruchsvollem, aber oft fehlerhaftem Deutsch: Auszug Aller Tödlich Seinen Krafte, Der Halbtoten Dichters Schein-Existenz. Die Texte der Band sind weder verständlich noch bekannt, oft wird die Frage aufgeworfen, ob welche existieren.

„Hört sich so an, als enthielte ‚der Text‘ kein einziges Wort. Sänger IX artikuliert sich vorrangig in klagenden Schreien mit ornithologischem Hintergrund und einem morbiden Singsang, der mal die feierliche Theatralik eines sterbenden Opernhelden verströmt, mal wie ein betrunkener Seemann klingt, der zwischen unterschlagener Lebensfreude und unendlicher Sehnsucht wankt und schwankt.“
– Dirk Bengt: Kritik zu Einsiedler im Online-Magazin burnyourears.de

Aus einer Aussage der Band ist jedoch zu schließen, dass die Stimme zwar als Instrument eingesetzt wird, aber durchaus auch Texte vorhanden sind. Im Beiheft des 2010 erschienenen Albums Der Freiwillige Bettler sind in niederländischer Sprache verfasste Texte abgedruckt.

Diskografie
Geist ist Teufel (2004)
Verräterischer, nichtswürdiger Geist (2005)
Drei Rituale jenseits des Kosmos (EP; 2008)
Einsiedler (EP; 2009)
Der freiwillige Bettler (2010)
Apparitions (EP; 2015)
Empty Space Meditation (2016)
The Constellatory Practice (2018)

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