Wird über Spotify absgepielt Wird über YouTube absgepielt
Zum YouTube-Video wechseln

Player wird geladen ...

Von Spotify scrobbeln?

Verbinde deine Spotify- und Last.fm-Konten, um deine gehörten Inhalte von jeder Spotify-App auf jedem Gerät und jeder Plattform zu scrobbeln.

Mit Spotify verbinden

Verwerfen

Es steht eine neue Version von Last.fm zur Verfügung. Bitte lade die Seite neu.

Biografie

UMBRA ET IMAGO: Aus den Schatten…
UMBRA ET IMAGO – ein Name und eine Band, die von Anfang an polarisierten und tief berührten. Denn egal ob geliebt oder gehasst: Kalt gelassen haben die unverwechselbaren Klänge und expliziten Texte der Gruppe um Mastermind Mozart noch nie jemanden. Und das ist doch letztlich mit Abstand das Beste, was man über Künstler und ihr Werk sagen kann.
Gegründet wurde UMBRA ET IMAGO bereits im Herbst 1991 von Bandleader Mozart, der bis heute der prägende Geist hinter der Ausnahmeformation ist. Doch bereits in jenen jungen, wilden Zeiten stand der Anspruch im Raum, nicht einfach „noch eine Gothic-Band“ zu sein. So anachronistisch es in Zeiten absichts- und gesichtsloser Kommerz-Unterhaltung auch in der schwarzen Szene klingen mag: Authentizität, ein intellektueller Überbau und eine Botschaft schwangen von Anfang an mit. Getreu nach Dr. Freud – „…die Sexualität ist der Dreh- und Angelpunkt unseres Seins…“ – fanden Lust und Liebe auch abseits gesellschaftlich verschämt akzeptierter Normen ihren mit ungebremster, dunkler Energie zelebrierten musikalischen Ausdruck. Zudem wurde die SM-Thematik – im Übrigen schnell Alleinstellungsmerkmal und vielfach gescholtenes Aushängeschild der Gruppe in einer zur damaligen Zeit noch stark asexuellen Indie-Szene - bewusst gewählt, da sie nach Meinung der Band die intellektuellste und kulturell überhöhteste Form von Sexualität widerspiegelt
Und wer sich die Mühe macht, den klangvollen Bandnamen (UMBRA ET IMAGO ist lateinisch und heißt ganz wörtlich: „wesenloser Schatten“) nach seiner Bedeutung zu durchforsten, der findet nicht nur den von Freud-Schüler Jung geprägten Begriff des „Imago“ als für Beziehung und Liebe tief prägendes Bild in uns allen, sondern auch den aus der Biologie stammenden Imago-Begriff des vollendeten Wesens nach der letzten Häutung. So schwingen bereits im Namen der Band jene Themen um Liebe, Lust und Triebe mit als auch das symbolische Heraustreten aus dem Verborgenen, aus dem Schatten, als jene vollendete Person, die zu sein jeder von uns sich mehrfach schmerzvoll häuten muss. All das eben klingt bereits tiefgründig mit, was Mozart über die Jahre immer wieder in wilden, in wüsten, in kritischen aber eben auch in nachdenklichen und zärtlichen, philosophischen und immer grundehrlichen Zeilen besang und besingt. Mozarts Texte, die er aus eigenen Beobachtungen, aus Literatur und biographischen Elementen zusammenfügt und denen heute längst nicht mehr nur Sexualität als bestimmendes Moment zugrunde liegt, fügen schrägen Humor, zynischer Selbstironie, stille Nachdenklichkeit und kritisch-bösartige Gesellschaftskritik zu treffenden Eulenspiegeleien, die ihm manche, die sich diesen Spiegel vorgehalten fühlen, kräftig übelnehmen.
Die ersten Live-Performances folgten 1992, die bereits damals dem musikalischen einen klaren visuellen Aspekt hinzufügten: Die Eckpfeiler jeden UMBRA ET IMAGO-Auftritts bis heute, Musik und große Show, waren unumstößlich errichtet. Mit „Träume, Sex und Tod“ erschien 1992 auch das erste Album der zu Anfang noch stark elektronisch geprägten Formation, mit dem ein Jahr später erscheinenden „Infantile Spiele“ gelang der endgültige Durchbruch. Vor allem „Gothic Erotic“ wurde ein Clubhit und die Band konnte sich innerhalb kürzester Zeit einen treuen Fanstamm erarbeiten, der mittlerweile in der dritten Generation bis zum heutigen Tag hinter „seiner“ Gruppe steht.
Das Jahr 1995 markiert einen gravierenden Einschnitt in der Bandgeschichte, personell wie musikalisch. Zahlreiche Musiker verließen die Band, und vor allem mit dem Eintritt von Lutz Demmler, der bis heute mit dabei ist und sich zum virtuosen Produzenten und Sounddesigner der Band entwickelte, veränderte sich auch der Klang der Gruppe deutlich: Statt der bisherigen elektronischen Elemente begannen nun Gitarren das ebenfalls 1995 erschienene Album „Gedanken eines Vampirs“ zu prägen. Live wurden die visuellen Elemente ausgebaut, und es wurde begonnen, mit Models zu arbeiten, so dass die theatralisch-erotische, barocke Opulenz einer UMBRA ET IMAGO-Show nicht nur von vielen zu kopieren versucht wurde, sondern in ihrer Art unerreicht noch heute zu einem UMBRA-Auftritt gehört wie die Dunkelheit zur Nacht.
Nach anfänglichem zähen Ringen um jeden Auftritt – der selbstbewusste und eiserne Grundsatz, nie als Support aufzutreten, machte die Bemühungen um Gigs nicht gerade einfacher – trug Früchte: Die Konzerte waren bestens besucht, besonders der Osten Deutschlands wurde seit der Maueröffnung konsequent bespielt und sogar in den USA wurden unerwartete Erfolge eingefahren. Es folgten, neben etlichen Singles, Album auf Album („Mystica Sexualis“, „Machina Mundi“, „The hard Years“, „Mea Culpa“ und „Dunkle Energie“), die selbst produzierten Live-Videos erfreuten sich gerade aufgrund ihres authentischen Charakters steigender Beliebtheit bei den Fans.
Nach langer treuer Mitarbeit stieg 2003 Gitarrist Freddy Stürze aus, ein schwerer Schnitt für alle übrigen Mitglieder, doch auch Anlass, nun erst recht durchzustarten. So erschien 2004 das wohl bisher erfolgreichste Album der Karlsruher, „Memento Mori“, mit dem sich UMBRA ET IMAGO abwechslungsreicher, tiefgründiger, innovativer und melodiöser als jemals zuvor zeigten. Es folgte das Remixalbum „Motus Animi“ und – nach längerer und unfreiwilliger Pause – die EP „Gott will es“.
Das Jahr 2010 sieht nun erneut einen wahren Paradigmenwechsel für UMBRA ET IMAGO und für die Fans. Nichts wird so sein wie zuvor: Mit dem aufwändig produzierten Album „Opus Magnus“ – der Name ist Programm – schufen die Musiker um Mozart nicht nur ein „Großes Werk“, das neoklassische Klänge, Chöre und Goth‘ n‘ Roll-Power zu einem großen, kraftvollen Ganzen vereint. Mit dem neuen Werk wendet sich die Band bewusst neuen, auf „Gott will es“ bereits angedeuteten Themen zu, ohne, so betont Bandchef Mozart deutlich, deshalb einen Rückzieher zu machen, was die offensive Beschäftigung mit Sex oder SM anbelangt. Doch haben sich UMBRA ET IMAGO nie ausschließlich darauf eingeschossen, schon gar nicht aus kühler Verkaufsstrategie heraus. „Sex sells“ – dieser Gedanke widerstrebt Mozarts Drang nach Wahrhaftigkeit zutiefst. Und so wuchs sich „Opus Magnum“ zu einem tiefgründigen, metaphysischen und philosophisch gefärbten Werk um Gottesbild und Sinnfrage, ohne jedoch die frechen, provokanten und forschen Züge der Band zu vernachlässigen. Auch die Bühnenshow bekommt ein neues Konzept, mit dem UMBRA ET IMAGO enthusiastisch in ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum gehen, das 2011 ansteht und zu dem auch eine umfassende DVD und natürlich zahlreiche Konzerte geplant sind.
Doch gleichzeitig wird „Opus Magnum“ UMBRA ET IMAGOS letzte reguläre Veröffentlichung sein: „Wir sind Band und Label in einem“ erklärt Mozart den drastischen, aber wohlüberlegten Schritt. „Wir können uns die bisherige Art und Weise zu produzieren, einfach nicht mehr leisten“, sagt Mozart in Zeiten, in denen CD-Verkäufe zurückgehen und „Fans“ mit illegalen Downloads den Künstlern – und damit sich selbst – das Wasser abgraben.
Wie es dann weitergeht? Das steht in den Sternen. Auf jeden Fall geht es weiter, es wird Konzerte geben, Touren, es wird neue Songs auf der Jubiläums DVD zu hören geben, und UMBRA ET IMAGO und Mozart werden mit ihrer dunklen Energie weiterhin im Underground wirken und damit locker eine weitere, vierte Generation von Fans in den Bann einer der außergewöhnlichsten Gruppen der Gothic-Szene ziehen können. Mozarts Leitspruch lautet nicht umsonst: „Nur die Subkultur schafft Kultur. Das war immer so, das wird sich im Wandel der Zeiten auch nie ändern!“ (Holger Much)

Line Up:

Mozart - Gesang, Text
Lutz Demmler - Bass, Gesang, Produktion
Migge Schwarz - Schlagzeug
Sascha Danneberger - Gitarre
Acimo - Tasteninstrumente, Produktion
Madeleine Le Roy - Gesang, Show

Diese Wiki bearbeiten

Du möchtest keine Anzeigen sehen? Jetzt abonnieren

Externe Links

API Calls