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Biografie

  • Geburtstag

    16. Oktober 1954 (62 Jahre alt)

Tim Berne (* 16. Oktober 1954 in Syracuse, New York) ist Altsaxophonist und Protagonist der improvisierten Musik.

Sein energetisches Spiel ist vor allem beeinflusst vom Soul und Blues der 1960er Jahre, insbesondere von Musikern wie Sam & Dave, Johnnie Taylor, Martha & the Vandellas und Gladys Knight. Seine eigene Musik bewegt sich jedoch vor allem im Bereich des Avantgarde Jazz.

Berne: „Ich hatte bis dahin noch nicht viel Jazz gehört, aber dann hörte ich Julius Hemphill. Er hatte diese Stax- und Rhythm and Blues-Sensibilität, und er hatte diese irgendwie andere Wildheit. Es war unglaublich. Da erst fing ich an zu spielen.“

Berne zog 1974 nach New York City, um mit Hemphill zu spielen und von ihm zu lernen. Seit 1979 veröffentlichte er auf seinem eigenen Label Empire Records seine eigenen Alben. In den nächsten Jahren nahm er fünf Platten unter eigenem Namen auf, u. a. mit Ed Schuller, Olu Dara, Paul Motian, John Carter, Glenn Ferris und Bill Frisell. Zwei Aufnahmen für das italienische Label Soul Note wie die beiden Alben Fulton Street Maul und Sanctified Dreams für Columbia Records folgten. 1988 begann eine mehrjährige Partnerschaft mit dem deutschen Label JMT. Höhepunkt dieser Zeit waren die legendären Paris-Konzerte mit Bernes Quartett Bloodcount (veröffentlicht auf Lowlife, Poisoned Minds und Memory Select). Seit 1994 hat Bloodcount weltweit über 250 Konzerte gespielt.

1996 gründete Tim Berne mit Screwgun wieder ein eigenes Label, auf dem er bisher mehrere Alben veröffentlichte (u. a. 2003 Science Friction). Er selbst bezeichnet sich „… als Kontrollfreak und bestätigt damit einen Satz von Marc Ribot, wonach es ein großes Maß an Kontrolle brauche, um Musik zu schaffen, die klingt, als ob sie unkontrolliert sei.“

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