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Siamese Dream ist das zweite Studioalbum der US-amerikanischen Band The Smashing Pumpkins, das zwischen Dezember 1992 und März 1993 in den Triclops Sound Studios in Marietta (Georgia, USA) aufgenommen wurde. Es wurde am 27. Juli 1993, durch die Produktionsfirma Virgin Records veröffentlicht.

Während der Aufnahme des Albums gab es massive Konflikte innerhalb der Musikgruppe. Billy Corgan sah sich wohl auch in Konkurrenz mit Kurt Cobain und seiner Band Nirvana und wollte ein genauso erfolgreiches Album herausbringen wie Nevermind, das ebenso wie Siamese Dream von Butch Vig produziert wurde. Er hatte einen Nervenzusammenbruch und erwog, sich das Leben zu nehmen. Diese Gedanken verarbeitete Corgan vor allem im Lied Today.

Vor nicht ganz 20 Jahren, im Sommer 1993, legten die Smashing Pumpkins mit „Siamese Dream“ ein Werk vor, das weltweit sechs Millionen mal verkauft wurde und von der Kritik mittlerweile einhellig als eines der besten und prägendsten Rockalben der 90er Jahre anerkannt wird.

Dabei war „Siamese Dream“ nicht unbedingt ein Trendprodukt des Grungezeitalters. Das Album war der Nachfolger des Debuts „Gish“, das ebenfalls große Aufmerksamkeit erhalten hatte. Die von Butch Vig produzierte, 13 Songs umfassende Platte hatte deutlich mehr zu bieten als die Grunge-typischen Elemente eines prügelnden Schlagzeugs, eines tiefen Sirup-Basses und eines krächzenden Sängers, der seiner Fender 3 oder 4 Power-Akkorde entlockt. Die Musik der vier Chicagoer Billy Corgan, James Iha, D’Arcy Wretzky und des schon damals schwer heroinabhängigen Ausnahme-Drummers Jimmy Chamberlain war eine Mischung aus verschiedensten Einflüssen.

Charakteristisch für diesen Meilenstein ist eine elegische, fast pathetische Gesamtstimmung, die sich durch alle dreizehn Songs zieht und allen voran von Corgans klagender Stimme, Streichern und Glockenspielen verstärkt wird. Viele Songs („Soma“, „Mayonaise“) beginnen wie in Watte gepackt mit luftigen, cleanen Gitarrenpassagen und melodiösen Soundwänden. Später wird die pfleglich aufgebaute Harmonie jäh von der einsetzenden Distortion weggepustet, die den Songs eine abrupt einsetzende, aggressive Note verleiht. Nie mehr knüpfte Corgan später an sein wildes, eruptives Solospiel aus „Siamese Dream“ an, das in Songs wie „Rocket“, „Geek U.S.A.“ und „Mayonaise“ gipfelte.

Eine starke Gitarrenlastigkeit des Vorgängeralbums "Gish" ist geblieben, jedoch äußert sich diese eher in massiven Klangflächen. Hinzu kommt zudem ein starker Reichtum an Kontrasten der Dynamik. Dies wird im Vergleich der balladenhaften "Disarm" und "Spaceboy" zu härteren Songs, wie "Geek USA" oder "Quiet", vor allem aber in von solchen Unterschieden geprägten Titeln, wie "Soma", "Silverfuck" oder "Mayonaise" deutlich. In den gerade angesprochenen "Disarm" und "Spaceboy" kommt es sogar zu einem verstärkten Einsatz von Streichern.

Rezeption

Die Neuauflage als Deluxe Edition erhielt einen Metascore von 96 %, basierend auf 21 professionellen Reviews. Unter anderem gaben Pitchfork Media und Allmusic dem Album in der Rückschau volle Punktzahl.

Im Jahr 1998 erreichte Siamese Dream bei der Wahl zum besten Album aller Zeiten vom Q magazine Platz 67. In einer Umfrage des deutschen Musikmagazins Visions wurde es 2005 auf Platz 47 der 150 Alben für die Ewigkeit gewählt. im Jahr 2012 wurde das Album von dem US-amerikanischen Musikmagazin Rolling Stone auf Rang #362 in den 500 Größten Alben aller Zeiten gewählt.

Album und Titelliste

1. "Cherub Rock" 4:58
2. "Quiet" 3:41
3. "Today" 3:19
4. "Hummer" 6:57
5. "Rocket" 4:06
6. "Disarm" 3:17
7. "Soma" Corgan, James Iha 6:39
8. "Geek U.S.A." 5:13
9. "Mayonaise" Corgan, Iha 5:50
10. "Spaceboy" 4:28
11. "Silverfuck" 8:43
12. "Sweet Sweet" 1:38
13. "Luna" 3:20

Japan Edition Bonustitel

14. "Pissant" (labelled as "Hikari Express") 2:31

Alle Songs geschrieben von Billy Corgan; außer Soma und Mayonaise: geschrieben von Billy Corgan und James Iha. Cherub Rock, Today, Disarm und Rocket wurden als Single ausgekoppelt.

Reissue Bonus Material

2011 Reissue Bonus CD

1. "Pissant (Rough Mix)" (Spring 1993) 2:32
2. "Siamese Dream (Broadway Rehearsal Demo)" (1992) 6:18
3. "STP (Rehearsal Demo)" (1991) 3:28
4. "Frail and Bedazzled (Soundworks Demo)" (Spring 1992) 3:42
5. "Luna (Apartment Demo)" (1991) 3:12
6. "Quiet (BBC Session/Billy Corgan Mix)" (12 September 1993) 3:36
7. "Moleasskiss (Soundworks Demo)" (Spring 1992) 3:59
8. "Hello Kitty Kat (Soundworks Demo)" (Spring 1992) 6:14
9. "Today (Broadway Rehearsal Demo)" (1992) 3:21
10. "Never Let Me Down Again (BBC Session)" (12 September 1993) 4:03
11. "Apathy's Last Kiss (Siamese Sessions Rough Mix)" (Spring 1993) 2:40
12. "Ache (Silverfuck Rehearsal Demo)" (1991) 6:57
13. "U.S.A. (Soundworks Demo)" (Spring 1992) 4:25
14. "U.S.S.R. (Soundworks Demo)" (Spring 1992) 1:35
15. "Spaceboy (Acoustic Mix)" (December 1992 – March 1993) 3:57
16. "Rocket (Rehearsal Demo)" (1991) 4:55
17. "Disarm (Acoustic Mix)" (December 1992 – March 1993) 3:18
18. "Soma (Instrumental Mix)" (December 1992 – March 1993) 6:38

2011 Reissue Bonus DVD: Live at the Metro (Live on August 14, 1993)

1. "Rocket" 4:19
2. "Quiet" 3:39
3. "Today" 3:39
4. "Rhinoceros" 5:06
5. "Geek U. S. A" 5:21
6. "Soma" 7:21
7. "I Am One" 4:47
8. "Disarm" 3:55
9. "Spaceboy" 4:48
10. "Starla" 9:25
11. "Cherub Rock" 5:01
12. "Bury Me" 4:28
13. "Hummer" 8:42
14. "Siva" 8:35
15. "Mayonaise" 10:29
16. "Drown" 8:24
17. "Silverfuck" 13:30

Personalaufwand

Line-Up

Billy Corgan (Gesang, Gitarre)
James Iha (Gitarre)
Jimmy Chamberlin (Schlagzeug)
D’arcy Wretzky (Bassgitarre)

Quellen

Visions - Ausgabe 152 - (November 2005) S. 57

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