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Biografie

The Sweet war die kommerziell erfolgreichste Glam-Rock-Gruppe der 70er Jahre, welche 1968 gegründet wurde. Sie stammte aus dem englischen Middlesex, nannte sich ursprünglich Sweet Shop und trat bis 1970 sowohl in Clubs als auch in Diskotheken auf, sie waren zeitweise sogar in Skandinavien und Italien engagiert.

Weg zum Erfolg

Nach ersten erfolglosen Plattenaufnahmen und einem gekündigten Plattenvertrag holte der Produzent und ehemalige Drummer Phil Wainman die Musiker ins Studio. Mit einer Serie von Hit-Konfektionsware aus der Feder von Mike Chapman und Nicky Chinn, die mit den Hits für The Sweet den Grundstein ihrer beispiellosen Hit-Dominanz in den 70ern legten, gelang der Gruppe der Einstieg in die deutschen Charts. Bereits die zweite Single dieser Zusammenarbeit, Co-Co, landete in den deutschen Charts auf Platz 1 (GB 2). Nach den ähnlich poppigen Singles Wig Wam Bam, Poppa Joe und Little Willy wurde ihnen ab 1973 ein härteres, zeitgemäßes Image als Glamrock-Band nebst entsprechendem Hit-Material verpasst. Nun ganz auf der modischen Höhe der Zeit landeten sie mit Blockbuster, das 1973 der größte Erfolg für Sweet in Großbritannien wurde, Hell Raiser, Ballroom Blitz, Teenage Rampage und Turn it down eine Serie recht ähnlich klingender Rock-Hymnen, die mit Sirenen und Donnerschlag aufgepeppt, allesamt die Spitzen der Charts erreichten.

Ähnlich wie später etwa Frankie goes to Hollywood waren The Sweet, ohne ihre musikalischen Fähigkeiten tatsächlich bestimmen zu können, lange Zeit ein Spielball der Musikindustrie. Kritiker der schreibenden Zunft behaupteten, weniger wichtig sei The Sweet das Stimmen der Instrumente als das richtige Outfit gewesen. Mit ihren ins Gesicht gezupften Vokuhila-Frisuren erschien das Quartett wie eine moderne Version der Beatles. Die Musiker waren große Fans von The Who, was sich beispielsweise auf Alben wie Desolation Boulevard nachhören lässt.

In der Folgezeit ließ der Erfolg der Band etwas nach, und die Bandmitglieder wollten sich auch verstärkt mit eigenen Songs einbringen. Nach weiteren Hits wie Fox on the Run oder The Six Teens trennten sich The Sweet von den Autoren Nicky Chinn und Mike Chapman, um sich als Rockband zu etablieren. Die Band brachte nach einem Wechsel der Plattenfirma weitere LPs wie Give Us A Wink und Level Headed heraus. Aus letzterer stammt die Single Love Is Like Oxygen, die 1978 die Top Ten in Deutschland und Großbritannien erreichte. Insgesamt hatten The Sweet in Deutschland 16 Hits in den Top Ten, von denen acht Titel den ersten Platz belegten (GB: 11x Top 10; 1x Nummer 1).

Schließlich zerbrach die klassische Bandbesetzung auch wegen des alkoholbedingt schlechten Gesundheitszustands des Sängers Brian Connolly. Er verließ die Band 1979 und die verbleibenden Mitglieder brachten die LP Cut Above The Rest heraus. In der gleichen Besetzung kamen noch "Waters Edge", die in Amerika schlicht "Six" hieß, heraus und als Abschluss erschien noch die LP "Identity Crisis" in Deutschland und Südamerika auf den Markt. Auch Brian Connolly war nicht untätig, er veröffentlichte drei erfolglose Singles, auch die in den 80ern veröffentlichte LP hatte nur mäßige Verkaufszahlen. Neben der Veröffentlichung dieser Singles gründete er die Band "New Sweet" und tourte mit ihnen durch die Lande, während die Band mit Mick Tucker und Andy Scott auf großen Bühnen tourt. Brian Connolly hingegen tritt oft bei den immer beliebter werdenden Oldieshows auf und spielt Sweet-Stücke aus der Frühphase der Band mit Little Willy und Wig-Wam Bam; Songs, die man bei der Originalband nicht erwarten kann, sie spielen Songs wie Set Me Free und Cockroach, aber auch die Rocksingleerfolge.

1990 verließ Mick Tucker die Band. Er gab kurz vor seinem Tod an Leukämie erkrankt noch ein Interview, welches dann später auf CD erschien.

Andy Scott trat weiterhin mit "The Sweet" auf. Er betätigt sich seither auch noch als Produzent. Unter seinem Namen werden etliche Platten herausgebracht, u.a. von Bands aus Skandinavien und England, aber auch von einer jungen Solosängerin namens "Tacy". Er tourt mit Bruce Bisland, Peter Lincoln und Tony O'Hora. Zudem veröffentlichte er verschiedene Alben ('A' - 1992, 'Sweetlife' - 2002 und diverese Compilations) und Singles ('X-Ray Specs' - 1991, 'Stand Up' - 1992, 'Am I Ever Gonna See Your Face Again' - 1992, 'Do It All Over Again' - 2002, 'Join Together' - 2011)

Originalbesetzung

* Brian Connolly Gesang: (Brian Francis Connolly) *5. Oktober 1945 in Glasgow, Schottland; † 9. Februar 1997). Er starb in einem Londoner Krankenhaus an an den Folgen von einem Nierenversagen, er hatte zuvor mehrere Herzinfarkte.

* Frank Torpey (Gründer und Originalgitarrist) spielte die Single "Slow Motion" ein und verließ danach die Band, er wurde durch Mick Steward ersetzt der ebenfalls einige Singles einspielte, danach kam Andy Scott und mit ihm kamen auch die Erfolgssingles heraus, Scott wird schlechthin als der Originalgitarrist gehandelt.

* Steve Priest, Bass: (Stephen Norman Priest) (* 23. Februar 1948 in Hayes, † 4. June 2020). Nachdem Brian Connolly die Gruppe verlassen hatte, übernahm Priest 1979 auch den Gesangspart. Später ging er in die USA und beendete seine musikalische Karriere.

* Mick Tucker, Schlagzeug: (Michael Thomas Tucker) (17. Juli 1947 in London, † 14. Februar 2002 in Wellwyn Garden City , Hertfordshire) verließ die Gruppe 1991. Er verstarb 2002 nach langer Krankheit an den Folgen von Leukämie.

The Sweet heute

The Sweet ist auch noch heute mit Andy Scott unterwegs und spielt live die Stücke der 70er Jahre und neue Titel, wenn auch mit teilweise anderer Besetzung. Unter dem Titel "Brian Connolly's Sweet" erschien eine CD mit Remixes von Julian Beeston und Bands wie Alien Sex Fiend und Die Krupps. Die Begleitband von Brian Connolly blieb auch nach seinem Tod auf der Bühne; da ihr kein original Mitglied der Gruppe The Sweet angehört, ist es eine reine Coverband.

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