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Biografie

Schelmish war eine Mittelalterrock-Band aus Bonn. Die Band wurde 1999 anlässlich des Geburtstags der Mutter von Des Demonia gegründet und am 15. Dezember 2012 im Brückenforum in Bonn aufgelöst. Die Sprache der Lieder variiert zwischen dem Deutschen, Englischen, Französischen, Lateinischen und alten Sprachen.

Bandgeschichte

Musikalisch hat Schelmish die Wurzeln im Irish Folk. Heute sind sie wohl am ehesten „Mittelalter-(Punk-)Rock“ zuzuordnen.

Die erste CD von Schelmish heißt „Von Räubern, Lumpen und anderen Schelmen“, die 2000 erschien. Auf dieser CD ist die Urbesetzung von Schelmish zu finden. Die CD besteht aus traditionellen, mittelalterlichen Liedern.

Die zweite CD der Band heißt „Aequinoctium“, auf der ebenfalls nur traditionelle, mittelalterliche Lieder zu finden sind. Sie erschien im Jahre 2001. Zu dieser CD kam das Mitglied Balitur hinzu und die Mitglieder Igerne und Buchanan verließen die Band.

Auf der „Codex Lascivus“, der dritten CD von Schelmish, die 2002 erschien, finden sich erstmals eigene Stücke der Band. Amsel von Nydeggen (Filia Irata), Fragor der Schlagfertige und Sakepharus der Schmierenkomödiant treten der Band bei. Gleichzeitig verlassen Morbius, Balitur und Bajonne Schelmish. Diese CD beinhaltet das instrumentale Stück „Rotta“, das traditionell bei jedem Konzert gespielt wird.

Die Besetzung auf der vierten CD „Tempus mutatur“ ist die gleiche wie die der „Codex Lascivus“. Besonders an „Tempus mutatur“ ist, dass erstmals als Bonustrack ein zusätzlich mit E-Gitarren und Bass gespieltes Stück zu finden ist. Gastsänger bei „Veris Dulcis“ und „Le pôvre Villon“ ist Michael Rhein aka Das letzte Einhorn von In Extremo. Erscheinungsjahr ist das Jahr 2003.

Nach den vier Studioalben von Schelmish erschien eine Maxi-Single von „Si salvas me“, welche 3 Versionen von „Si salves me“, der Hymne der Burg Satzvey, und einen weiteren Track enthält. Die Maxi-Single, die im Jahr 2003 erschien, ist ein Vorgeschmack auf das nachfolgende Studioalbum „Igni Gena“, da der Track „Si salvas me“ auf dieser zu finden ist. Seit dieser CD ist Luzi das L bei Schelmish dabei, Baccata verließ Schelmish aus gesundheitlichen Gründen.

Mit der fünften CD „Igni Gena“ aus dem Jahr 2004 erkennt man, dass der Rhythmus deutlich schneller ist, als bei den vorherigen Alben. Außerdem gibt es ein mit HipHop/Rap angehauchtes Stück - „Ich was ein Chint“ -, welches eine Variation des mittelalterlichen „Ich was ein Chint so wolgetan“ aus den Carmina Burana ist. Gastsänger bei diesem Lied ist erneut Michael Rhein von In Extremo. Eine Coverversion von Johnny Cashs „Ring of Fire“ mit mittelalterlichen Instrumenten und dem Gesang von Dextro ist auch enthalten.

2005 kam Schelmish dem Wunsch nach einer Live CD nach und es erschien eine Live CD namens „Schelmish - Live“. Auf der CD befindet sich der komplette Liveauftritt inklusive Intro und Ansagen aus der Kulturfabrik Krefeld vom 29. Januar 2005. Gastspielerin ist Die rote Füchsin (ehemaliges Gründungsmitglied von In Extremo, jetzt bei Filia Irata). Amsel von Nydeggen ist bei dieser Live CD nicht mehr dabei.

Zwei Monate danach erschien ihre erste DVD „Coetus“. Diese enthält neben Auftritten aus der KuFa Krefeld (Live CD) auch andere Auftritte aus verschiedenen Touren (u.a. mit Das letzte Einhorn und Flex der Biegsame von In Extremo), zwei Musikvideos als Vorgeschmack auf die nachfolgende CD „Mente Capti“, zahlreiche Interviews, CD-Previews, Fotos, Eastereggs und einen Spielfilm über Schelmish. Außerdem gilt diese DVD nebenbei als Abschiedprojekt für Amsel von Nydeggen. Sie ist auf älteren Tourauftritten und im Spielfilm zu sehen. Ebenfalls im Spielfilm zu sehen ist Die rote Füchsin von Filia Irata.

„Mente Capti“ ist der Name des sechsten Studioalbums, das im Juli 2006 veröffentlicht wurde. Zum ersten Mal seit dem Debütalbum bestand die Band wieder aus acht Mitgliedern, da sie durch den Gitarristen Marquis de Guis und den Bassisten Naj O der Reine (später durch Johannes der Säufer ersetzt) erneut komplettiert wurden. Während auf den Vorgängeralben fast ausschließlich Lieder mit mittelalterlichen Instrumenten gespielt wurden, standen bei „Mente Capti“ diesmal Lieder mit Rockinstrumenten, also E-Gitarren, Schlagzeug und E-Bass, im Vordergrund. Auf diese Weise wurden alte Lieder neu interpretiert (Rabenballade), aber auch neue Lieder und Texte geschrieben, die von Liebe und Schwermut (Weiße Fesseln, Der letzte Kuss) und Spaß (Pank!) handeln. Der Gesang wurde diesmal hauptsächlich von Rimsbold von Tiefentann übernommen, während Dextro und Fragor sich stärker auf Saiteninstrumente, Luzi und Des Demonia auf Blasinstrumente und Sakepharus auf das Schlagzeug konzentrierten.

Anfang 2007 verließ Sakepharus die Band und zog sich in sein Familienleben zurück. Sein Ausstieg wurde schon 2 Monate vorher angekündigt und als neue Mitglieder kamen zeitgleich Dschieses von Haagesteyff und Picus von Corvin (von „Vivus Temporis“, die sich gerade aufgelöst hatten) in die Band. Auch Johannes der Säufer verließ die Band zum 30. Juni 2007 und wurde am Bass durch Sideribus illustris ersetzt.

Am 19. Oktober 2007 wurde das siebte Album der Band mit Namen „Wir werden sehen“ veröffentlicht und gleichzeitig eine Tournee gestartet. Als Single erschien bereits im September „Moor“, die zwei Titel der CD und zwei Stücke, die nicht auf dem Album zu finden sind, beinhaltet. Anfang 2008 verließen Dschieses und Sidberibus die Band aus zeitlichen Gründen wieder. Ihre Nachfolger sind Samtron am Schlagzeug und Alexis de la Vega am Bass. Nach fast sieben Jahren verließ dann im April 2008 auch Fragor die Band. Nachdem er schon 2007 nur noch auf Mittelalter-Auftritten und nicht mehr auf Rockkonzerten präsent war, zog er sich nun endgültig in sein Privatleben zurück. Seine Nachfolge am Schlagwerk wird ebenfalls Samtron antreten.

Schelmish haben angekündigt, sich am 15.12.2012, also am 13. Jubiläum der Band mit einem Abschiedskonzert aufzulösen. Dies gaben sie auf Facebook bekannt, betonten aber auch, dass sie mit der heutigen Besetzung wohl die Beste bisher haben und es weitere Projekte geben wird.

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