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Biografie

P.O.D. ist eine christliche Nu-Metal-Band mit Reggae-Einflüssen aus San Diego, Kalifornien (USA).

Der Name P.O.D.

P.O.D. steht für „Payable on death“ (zahlbar im Todesfall) und bezieht sich einerseits auf die gleichlautende Klausel am Ende von US-amerikanischen Lebensversicherungen, andererseits auch auf die Kreuzigung von Jesus Christus.

Anfänge in den 90ern

1992 lernten sich Marcos Curiel (Gitarre) und Wuv (Noah Bernardo; Schlagzeug) über einen gemeinsamen Freund kennen. Sie jammten schon damals bereits ab und zu in einer Garage, waren allerdings noch keine wirkliche Band. Irgendwann kam Gabe Portillo als Bassist hinzu welcher die Band allerdings bald wieder verließ. Im selben Jahr starb die Mutter von Wuv's Cousin Sonny (Paul Sandoval) an Leukämie. Dieser war durch dieses Ereignis sehr deprimiert. Wuv fragte ihn deshalb einmal, ob er die Vocals für ihre entstehende Band übernehmen wolle. Obwohl Sonny eigentlich überhaupt kein Metal mochte, sondern eher Rap hörte, stimmte er zu. Schon bald hatten sie einen guten Ruf in der Szene und tourten herum. Ihr Geld verdienten sie vorwiegend durch den Verkauf von T-Shirts bei ihren Gigs. Als Gabe bei einer kleineren Tour nicht mitkommen konnte, verpflichteten sie als Vertretung den Bassisten Traa (Mark Daniels). Irgendwie kam es dann dazu, dass dieser von da an ihr Bassist war. Ohne sich lange auf die Suche nach einem Plattenvertrag zu begeben, gründeten sie mithilfe von Wuv's Vater gleich ihr eigenes Label "Rescue Records" und veröffentlichten darauf zwei Studio- und ein Live-Album. Die Scheiben verkauften sie wie auch die T-Shirts von ihrem kleinen Tourbus aus nach ihren Shows. Für den Song "Selah" auf ihrem zweiten Independence Release drehten sie sogar einen kleinen Videoclip. Diese Alben verkauften sich um die 40.000 Mal, was die Aufmerksamkeit der Major-Labels auf sich zog.

Erstes Major Label - Schnelle Erfolge

P.O.D. kam bei Atlantic Records unter Vertrag. Bereits ihre erste Veröffentlichung bei Atlantic namens "The Fundamental Elements of Southtown" war ein großer Erfolg. Die Songs wurden in verschiedenen Filmen verwendet (z. B. in Little Nicky). 2001 kam dann Satellite in die Läden - bisher ihr größter Erfolg. Die Hitsingle "Alive" konnte sich in verschiedenen Ländern an die Chartspitzen kämpfen und gewann verschiedene Preise. Auch von diesem Album fanden einige Songs Verwendung als Hintergrundmusik in Film und Werbungen (z. B. "Boom").

Nachlassender Erfolg ab 2003

2003 verließ der Gitarrist und Mitgründer Marcos Curiel die Band, kurze Zeit nachdem sie am 17. Februar beim deutschen Schallplattenpreis Echo als Sieger in der Kategorie "Bester internationaler Alternative-Act" hervorgegangen war. Die Gründe sind immer noch ein wenig unklar. Da P.O.D. aber bereits versprochen hatten, einen Song für den Soundtrack für Matrix Reloaded beizusteuern, musste schleunigst ein neuer Gitarrist her. Sie entschieden sich für den langjährigen Freund und ehemaligen Living Sacrifice-Gitarristen Jason Truby. Dieser stieg sofort ein und in dieser neuen Besetzung entstand "Sleeping Awake". Im selben Jahr kam ebenfalls noch ein neues Album heraus, das den simplen Namen "Payable on Death" trug. Es konnte jedoch nicht an den Erfolg von "Satellite" anknüpfen und klang auch um einiges weniger aufregend. Auch der Mix aus Rap und Metal fehlte auf dieser Platte. Sie war um einiges melodiöser und softer als ihre Vorgänger. Trotzdem schaffte es die erste Single "Will you" auf den ersten Platz bei TRL. Im Anschluss an die Veröffentlichung dieses Albums tourte die Band unter anderem mit Linkin Park. Anfang 2005 wurde auf der Website ein neues Album angekündigt. Es gab immer wieder Videos, die einen Einblick in die Produktion verschafften. Allerdings schien nicht alles so zu laufen, wie es sollte: Die Veröffentlichung wurde immer weiter hinausgeschoben. Hieß es zuerst noch, die CD solle im Herbst 2005 auf den Markt kommen, wurde bald klar, dass das Album nicht mehr vor Silvester im CD-Player landen würde. Aber da man die Fans nicht so lange auf neues Material warten lassen wollte, veröffentlichte P.O.D. im November die auf 40.000 Stück limitierte "Warriors EP Vol. 2". Darauf befanden sich zwei Demosongs, ein Coversong, zwei Live-Aufnahmen und ein Reggae-Song. Noch bevor das neue Album mit dem Namen "Testify" in die Läden kam, wurden drei Lieder in voller Länge veröffentlicht: "Lights out", "Goodbye for Now" und "Roots in Stereo".

Alter Gitarrist - Neues Label

Testify kam in Deutschland am 27. Januar 2006 in den Handel. Die CD enthält dreizehn Stücke, die erste Single heißt Goodbye For Now.

Im Jahr 2006 produzierte die Band außerdem den Song Booyaka 619, der ihrem Freund, dem Profiwrestler Rey Mysterio gewidmet ist.

Am 11. August 2006 wurde per Infomail bekannt gegeben, dass P.O.D. Atlantic Records verlassen hat. In der E-Mail hieß es, sie seien stolz gewesen, bei Atlantic unter Vertrag zu sein, aber es sei einfach nicht mehr der selbe Ort wie früher. Es sei Zeit, wieder mit neuer Crew zu träumen und daher gingen sie mit dankbaren Herzen.

Am 20. Dezember gab die Band auf ihrer Homepage bekannt, dass Gründungsmitglied Marcos Curiel wieder der Band beigetreten ist. Ob Jason Truby bleibt, war vorerst unklar. Truby erklärte aber Ende des Jahres in einem Infomail an die Warriors, d.h. die P.O.D.-Fans, seinen Ausstieg bei P.O.D. und bedankte sich für die 3 Jahre, die er mit P.O.D. verbracht hatte. Für Spielraum sorgt hierbei eine Formulierung im Abschiedsbrief an die Fans. Im englischen Original heißt es "… will be apart of P.O.D. forever …". Hierbei stellt sich die Frage ob sich bei "apart" ein Tippfehler eingeschlichen hat und es eigentlich "a part" heißen sollte, oder ob es so gemeint ist, wie es geschrieben ist, d. h. "apart" = abseits, getrennt, auseinander ("a part" = ein Teil von).

Am 2. Februar 2007 unterschrieb die Band einen neuen Plattenvertrag mit Columbia Records. Das nächste Album ist am 8. April 2008 erschienen und heißt When Angels and Serpents Dance.

Am 16. Dezember 2009 wurde bekanntgegeben, dass Arbeiten für ein neues Album begonnen haben, das im Laufe des Jahres 2010 erscheinen sollte. Aufgrund diversen weiteren Beschäftigungen der Bandmitglieder wird es wohl erst im Frühling 2012 erscheinen. Die Aufnahmen sollen im November 2011 stattfinden. Producer wird wie bei den ersten drei Major-Alben Howard Benson sein. Für Mai und Juni war eine Reihe von Konzerten in Europa geplant, die jedoch nicht zustande kamen. Stattdessen waren sie Teil der Allegiance Tour in Amerika mit Puddle of Mudd, Papa Roach etc. Im Juli veröffentlichten sie mit On Fire ein neues Lied zum freien Download auf ihrer Seite, welches eine Vorschau für das neue Album sein soll. Anfang Oktober 2011 wurde auf der Homepage bekannt gegeben, dass man bei Razor and Tie unterschrieben hat.

Das neueste Album heißt Murdered Love und ist am 10. Juli 2012 erschienen. Erste Single ist Lost in Forever.

Auszeichnungen

P.O.D. wurden bereits sechs Mal für einen Grammy nominiert und haben zahlreiche Platin-Auszeichnungen für ihre Alben erhalten, vor allem für das Album Satellite aus dem Jahr 2001.

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