Es steht eine neue Version von Last.fm zur Verfügung. Bitte lade die Seite neu.

Biografie

Ozomatli machten noch nie einen Hehl daraus, dass sie - allen weltpolitischen Widrigkeiten zum Trotz - an die Musik als lebensveränderndes Werkzeug und als Waffe glauben. Ozo - wie der auf den aztekischen Gott des Tanzes zurückgehende Bandname gerne abgekürzt wird - zelebrieren seit nunmehr zehn Jahren und auf mittlerweile drei Platten ein ungezwungenes Miteinander von Latin- & Asian-Styles, HipHop & Soul, Funk & Jazz, Rock und Reggae. Love Warriors seien sie - so einer der Gründerväter, der Bassist Will-Dog - und als solche bringen sie aktuell zu neunt ihre auf Spanisch und Englisch vorgetragenen Liebes- und Lebensphilosophien sowie ihre Polit-Kritiken unter die Leute.

Den Jungs aus Los Angeles sind Mega-Konzerte in ausverkauften Stadien irgendwo in den USA genauso lieb und vertaut wie Auftritte in kleinen, schmuddeligen Clubs oder bei einer politischen Veranstaltung auf der Straße. Dort, d.h. bei einem Arbeiterstreik Anfang der Neunziger Jahre in Los Angeles, liegen schließlich auch die turbulenten Anfänge von Ozomatli, die in ihrer Musik bis heute deutlich nachhallen. Damals streikten die Mitarbeiter einer kommunalen Bildungsorganisation - darunter auch Will-Dog - für bessere Arbeitsbedingungen und gegen Kündigungen.

Raul Pacheco (heute Leadsänger und Gitarrist der Band) hatte gerade seine Karriere als politischer Berater an den Nagel gehängt und schloss sich den Streikenden an. Diese Aktion hatte nicht nur die Erfüllung einiger Forderungen sondern auch die Gründung von Ozomatli zur Folge. Seither bastelt man - gemäß den verschiedenen Hintergründen des Multikulti-Kollektivs - an einer panamerikanischen, sich stets erneuernden und erweiternden musikalischen Vision, die sich mit dem 11. September 2001 (der mit der Veröffentlichung der zweiten Platte "Embrace the Chaos" zusammenfiel) nach eigener Aussage noch verstärkt zum Arabischen öffnete.

Diese Nah-und-Fernost-Erweiterung hinterließ auf "Street Signs" viele Spuren: Ob nun in der verschnörkelten Stimme des Leadsängers und Ohrschmeichlers Raul Pacheco; den orientalischen Streicherklängen, die von den Prager Sinfonikern und damit aus dem allernächsten Osten geliefert werden; oder durch Zaungäste wie den Gnawa-Sänger und Sentir-Spieler Hassan Hakmoun sowie - per Sample - Nusrat Fateh Ali Khan. Was musikalisch etwas abwegig erscheint, wird von Ozomatli mühelos in einen sinnigen und sinnlichen Zusammenhang gebracht, der neugierig und tanzlustig macht.

Beim Blick auf die Homepage fällt auf, dass die Band weniger Energie in die Promotion ihrer CDs und Konzerte steckt, als in den Informationsaustausch mit politisch aktiven Seelenverwandten. Die Nähe zur Straße und zu ihren Leuten, die Bodenhaftung ist Ozomatli offenbar bis heute nicht abhanden gekommen.

Trotz Latin Grammy, dicker Lobe als eine der besten Live-Bands sowie honoriger Vergleiche mit Gruppen wie Los Lobos, deren Gitarrist David Hidalgo ab und an mit seinen Kollegen aus Los Angeles zusammenarbeitet. Selbst Carlos Santana, einstiger Tourpartner und Freund der Band, schwärmt von ihnen als "Zukunft der Musik". Keine Angst also vor der Zukunft - Ozomatli wird sie uns auf alle Fälle vergnüglich und kurzweilig gestalten…

Offizielle Website: http://www.ozomatli.com/site.php

Discographie:

*
Embrace The Chaos (2001)
*
Coming Up (2003)
*
Street Signs (2004)
*
Don't Mess With the Dragon (2007)

Diese Wiki bearbeiten

Du möchtest keine Werbung sehen? Werde jetzt Abonnent

API Calls