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Biografie

Moonsorrow ist eine Pagan-Metal-Band aus Finnland.

Bandgeschichte

Die Band wurde 1995 von Ville Sorvali und Henri Sorvali (auch Keyboarder von Finntroll) gegründet. Ihre Idee war es, finnische Folklore mit Metal zu vereinen. Das erstes Demo-Tape war Thorns of Ice. Die Hälfte der Aufnahmen verschwand jedoch auf ungeklärte Weise, und so blieb das Tape erst einmal unveröffentlicht. Im Frühjahr 1997 erschien öffentlich ihre Debüt-Demo Metsä (Wald). Zu Beginn des Jahres 1999 erschien die Demo Tämä Ikuinen Talvi (Dieser ewige Winter, Plasmatica Records) und zu diesem Zeitpunkt stieg Schlagzeuger Marko Tarvonen in die Band ein.

2001 erschien dann das Debütalbum der Band, das den Titel Suden Uni (Traum eines Wolfes) trug über Plasmatica Records. Daraufhin stießen Mitja Harvilahti und Markus Eurén zur Band und erste Live-Auftritte fanden statt.

Im Jahre 2003 erschien das bis dato erfolgreichste Album der Band Kivenkantaja über das finnische Label Spikefarm Records, welches symphonisch aufgebaute Songs mit progressiven Einflüssen vereinte. Es verbindet finnische Folklore mit symphonischen Keyboardklängen, harten Metalgitarren, aggressivem Kreischgesang und epischen Chören.

Der progressive Ansatz von Kivenkantaja wurde mit dem Album Verisäkeet (2005) fortgeführt. Das Album zeichnete sich durch überlange Lieder von bis zu 20 Minuten Länge aus. Das Album Viides Luku – Hävitetty enthält insgesamt zwei Tracks von 30 Minuten bzw. 26 Minuten Länge.

Im Februar 2008 wurde der Veröffentlichungstermin für Moonsorrows erste EP mit dem Titel Tulimyrsky EP auf den 26. April 2008 gelegt. Am 28. Februar 2008 wurde die Verschiebung des Veröffentlichungstermins bekanntgegeben und dieser für die weltweite Veröffentlichung auf den 30. April gelegt. Ausgenommen hiervon waren Deutschland, Österreich und die Schweiz, wo die EP am 9. Mai erschien. Das Mini-Album wurde weltweit zum angekündigten Termin über Spinefarm Records und in Deutschland, Österreich und der Schweiz über das deutsche Label Drakkar Entertainment herausgebracht. Es wurde im finnischen Jive studio in Helsinki aufgenommen und enthält fünf Titel, bestehend aus zwei Cover-Songs (Moonsorrow covern Metallica und Merciless), zwei Wiederveröffentlichungen alter Moonsorrow-Demo-Songs und dem Titelsong Tulimyrsky. Die EP hat mit einer Spiellänge von 68 Minuten den Status der zweitlängsten EP aller Zeiten.

Im Rahmen der Paganfest-Tour im April 2008, bei welcher Moonsorrow zusammen mit Týr, Korpiklaani, Ensiferum und Eluveitie auftraten, kam es bezüglich eines Auftritts im Berliner Szeneclub SO36 am 17. April im Vorfeld zu Anschuldigungen des Vereins Berliner Institut für Faschismus-Forschung und Antifaschistische Aktion e. V. (alleiniger Kopf ist der Diplom-Psychologe Peter Kratz) und der Antifa, man würde Nazibands an einem eher linksgerichteten Veranstaltungsort auftreten lassen. Der Vorwurf gründete sich auf der angeblichen absichtlichen Verwendung der SS-Rune im Bandlogo Moonsorrows und Texten, die antisemitisch seien. Seitens der Bands und des Veranstalters wurde dieser Vorwurf deutlich zurückgewiesen. Moonsorrow veröffentlichten zunächst eine Stellungname auf ihrer Website, später folgte ein Video, auf dem sich Heri von Týr und Ville von Moonsorrow persönlich äußerten.

Nach der Veröffentlichung der Tulimyrsky EP werden am 30. Mai 2008 Wiederveröffentlichungen sämtlicher Moonsorrow-Alben von Drakkar Entertainment auf den Markt gebracht.

Im Februar 2011 wird das Album Varjoina Kuljemme Kuolleiden Maassa veröffentlicht. Auf diesem Album bleiben Moonsorrow weiterhin ihrer Linie treu.

Stil und Konzept

Moonsorrow spielen epischen Metal mit diversen Einflüssen, unter anderem aus der nordischen Folklore, und bezeichnen ihre Musik selbst als Epic Pagan Metal bzw. Epic Heathen Metal. Die epische Länge der früheren Moonsorrow-Songs fand im Album Viides Luku – Hävitetty mit zwei fast halbstündigen Titeln seinen Höhepunkt. Die Nachfolgeveröffentlichung Tulimyrsky EP enthält neben dem fast halbstündigen Titelstück wieder relativ kurze Songs.

Texte

Die Texte der Band sind fast ausschließlich auf Finnisch verfasst und behandeln hauptsächlich mythologische Themen mit Bezug auf die Nordische Mythologie. Der Song Sankaritarina vom Album Voimasta Ja Kunniasta ist beispielsweise eine direkte Übersetzung aus der Hávamál. Zudem werden finnische und skandinavische Traditionen, Legenden und Dichtung aufgegriffen und wie für Pagan-Metal-Bands üblich wird über den Kampf gegen und die Befreiung vom als aufgezwungen angesehenen Christentum gesungen.

Auf der Tulimyrsky EP sind erstmals zwei Songs in englischer Sprache zu hören, nämlich ein Cover des Metallica-Songs For Whom The Bell Tolls und ein Cover des Merciless-Songs Back To North.

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