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Biografie

  • Geburtstag

    19. Januar 1966 (53 Jahre alt)

  • Geboren in

    Pinar del Río, Kuba

Mayito Rivera
„Negrito Bailador“

Ein junger Mann im Outfit von heute. Lange Dreadlocks, die manchmal von einer Bandana gebändigt werden, umspielen sein Haupt, er trägt gern Ohrringe, Hals- und Armkettchen, kleidet sich in hippe westliche Klamotten. Äußerlich unterscheidet sich Mayito somit klar von der alten Garde kubanischer Musiker. Mit den Soneros des Goldenen Zeitalters hat sein Auftreten, sein Erscheinungsbild nun wirklich nicht viel gemein.

Das bedeutet jedoch keineswegs, dass der Vertreter der jungen Generation die Traditionen seiner Heimat nicht achtet. Ganz im Gegenteil. Musikalisch jedenfalls führt Mayito die Ahnenreihe seiner Landsleute geschichtsbewusst fort. Auf dem vorliegenden Soloalbum ist nicht zu überhören, dass der Künstler, der an der Escuela Nacional de la Musica und der Escuela Superior de Arte unterrichtet wurde, alle gängigen Stilgattungen Kubas - alte wie neue - souverän beherrscht. Auf einem stabilen Fundament aus Tradition und solidem handwerklichen Können breitet er Neuerungen unserer Tage aus und findet so zum eigenen Sound.

Tatkräftig unterstützt wird der Sänger dabei von aufstrebenden Studiomusikern und befreundeten Kollegen, darunter Schlagzeuger Samuel Formell (Sohn von Juan Formell und Mitglied von Los Van Van). Mit der hervorragend aufspielenden Backing-Band, großartigen Bläsern und einer treibenden Perkussionsabteilung verwirklicht Mayito seine Soundvision, die ältere und aktuelle Elemente gekonnt im Gleichgewicht hält. So reichert er beispielsweise den traditionell anmutenden, tanzanimierenden Eröffnungstitel "Negrito bailador" behutsam mit Keyboardklängen aus dem Fusionjazz an. Im Ohrwurm "Y sige buscando" trägt er Vokallinien vor, die von der amerikanischen Soulmusik beeinflusst sind. Bei der Scat-Einlage von "Llego la hora" glänzt er mit der Improvisationskunst eines Jazzers. Und der geschmeidige Gesangspart der Streicherballade "Yo rompere esta maldicion" schließlich beweist, dass sogar ein Crooner in Mayito steckt.

Ein ums andere Mal werden da Salsa, Timba, Soul, Rock und Jazz zur zeitgemäßen, bewegungsfördernden Latin Music verknüpft. Insgesamt zehn Stücke bringen Schwung in jede müde Fete und locken Tanzwillige mit körperaktiven Rhythmen aufs Parkett. Dieser ansteckenden Lebensfreude kann man sich einfach nicht entziehen.

Mit seinem Temperament hat Mario Rivera alias Mayito übrigens auch in anderen Zusammenhängen schon häufig aufhorchen lassen. Unter anderem beflügelte seine Leidenschaft Ritmo Oriental, Girón, die Allstar-Formation Team Cuba, Moncada und die Gruppe Maraca des ehemaligen Irakere-Mitglieds Orlando Valles ("Tremenda Rumba"). Als Mitglied von Los Van Van wurde er so berühmt, dass ihn auf Kuba buchstäblich jedes Kind kennt. Nachdem Cesar "Pupy" Pedroso und Pedro Calvo die 1969 von Juan Formell gegründete Supergroup verlassen hatten, übernahm Mayito dort eine tragende Rolle als Leadsänger und stieg mit seiner variantenreichen, intonationssicheren Stimme sowie seiner sympathischen Art schnell zum Publikumsliebling auf.

Mit ihm wurde der Sound von Kubas führender Partyband moderner, frischer. Nicht zuletzt der von ihm angestoßenen Verjüngungskur war es zu verdanken, dass Juan Formell & Co. in den 90er Jahren zu den Fans der ersten Stunde jüngere Hörerkreise hinzugewinnen konnten. Mayito Van Van, wie ihn die Anhänger liebevoll nennen, war an allen wichtigen Einspielungen der letzten Jahre beteiligt. Songs wie "Soy todo", "Temba, tumba y timba" oder auch "La bomba soy yo" sind ohne seinen packenden Gesang undenkbar. Und die Alben "En el Malecón de la Habana", "Lo ultimo en vivo", "Esto te pone la cabeza", "Ay Dios, ampárame" und das 2000 mit einem Grammy prämierte "Llegó Van Van" wurden ebenfalls maßgeblich von seiner Stimme geprägt. Diese Veröffentlichungen sorgten dafür, dass Los Van Van Platz eins auf der Beliebtheitsskala kubanischer Bands erfolgreich verteidigen konnten und bis zum heutigen Tage dort oben stehen. Sie sind fraglos der wichtigste Musikexport der Karibikinsel und stellen längst eine Institution dar.

Neben The Go Go's (so die englische Übersetzung von Los Van Van) fand Mayito immer wieder Zeit für Nebenprojekte. Bei "Yo si como candela" vom Orquesta Todos Estrellas übernahm der Mann mit Wohnsitz Havanna eine Gastrolle am Mikrofon, Haila Mompié lud ihn zum "Tributo a Celia Cruz" ein, Saxophonist Juan Ceruto holte ihn für "Gracias Formell" ins Studio. Er absolvierte Gastauftritte bei Bamboleo, Issac Delgado etc. und wirkte am Album "De buena fe" von Manolín "El Medico de la Salsa" mit. Unter eigenem Namen gab Mayito den Longplay "Pa' bachatear … Chappotín" heraus, auf dem er Klassiker von Chappotín in neuen Arrangements interpretierte. 2004 trat er in "MUSICA CUBANA- The Sons of Cuba" als Schauspieler und Musiker in Erscheinung. Als zentrale Filmfigur und Mitglied der SONS OF CUBA war er in dem von Wim Wenders präsentierten Kinostreifen unter anderem in den Songs "Negrito Bailador", „Somos Cubanos“, „Chan Chan“ und "Vine pa' ver" zu hören.

Arbeiten wie diese haben über die Grenzen Kubas hinaus die Nachricht von Mayitos Topqualitäten als Performer verbreitet. Sein charismatischer Gesang wird inzwischen von Hörern überall auf der Welt geschätzt. Mit seinem jüngsten Soloalbum „NEGRITO BAILADOR“ trägt Mayito nun eine ausgelassene Partystimmung rund um den Erdball und wird damit seine Fangemeinde wohl noch einmal beträchtlich vergrößern.

Und das ist erst der Anfang!

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