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Biografie

Der Komponist und Gitarrist Martyn Heyne wurde in Hamburg geboren und hat eine klassische Ausbildung am renommierten Amsterdamer Conservatorium absolviert. Nach der EP Shady and Light (2016), auf welchem er wortwörtlich sein musikalisches Facettenreichtum in den verschiedensten Schattierungen zur Schau stellt, erschien im November 2017 sein Debüt-Album Electric Intervals auf dem Label 7K!.

Heyne spielte schon in der Kindheit Gitarre und Klavier – er brachte sich das Spiel selber bei, allerdings eher anhand der Muster und Symmetrien von Tasten und Saiten als nach traditionellen Methoden – und trat bereits mit zehn Jahren mit seiner ersten Band auf. Diese unorthodoxe Herangehensweise hat er sich erhalten und gleichzeitig seine Fachkenntnis durch eine konventionellere musikalische Ausbildung an Hochschulen und Residenzen in den Niederlanden und Irland ausgebaut – ergänzt durch einige prägende Schaffensphasen inmitten von entlegenen, grünen Auenlandschaften. 2009 zog es Heyne dann in die ungebändigte Kreativ-Hauptstadt Europas: Berlin. Hier widmete er sich dem Recording, seiner Equipment-Sammlung und seinem einzigartigen Lichte Studio gleich neben dem stillgelegten Flughafen Tempelhof. Als er es zum ersten Mal betrat, fiel ihm gleich auf, dass die Wände und Fenster aus Schutz vor dem einstigen Fluglärm auf eine Weise isoliert waren, die den Raum gegen jegliches Geräusch von außen abschirmt. In diesem mittlerweile legendären Studio hat er mit so unterschiedlichen Künstlern wie The National, Nils Frahm, Lubomyr Melnyk, Peter Broderick und Efterklang gearbeitet (mit denen er außerdem ausgiebig getourt hat). Ende 2017 ist dort auch sein Debüt-Album Electric Intervalls entstanden.

Heyne bringt seine Faszination für die Studio-Arbeit auf den Punkt: „Die Zahl der Parameter, die eine Aufnahme bestimmen, scheint unendlich zu sein. Die Stimmung, das Instrument und das Setting, das Mikrofon und der Raum, die Lage, Temperatur, Tageszeit und vieles mehr – all das trägt letztlich zum Sound bei. Die Magie – einmal eingefangen – kann nie wieder genau so reproduziert werden. Das mag als ein Hindernis erscheinen, ist aber tatsächlich genau das, worum es für mich beim Recording geht. Und es ist auch der Grund, weshalb ich niemals Samples oder virtuelle Instrumente benutze.“

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