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Biografie

Mägo de Oz (oft auch ohne Heavy-Metal-Umlaut: Mago de Oz, spanisch: „Der Zauberer von Oz“) ist eine spanische Heavy-Metal-Band aus Madrid. Sie ist vor allem in Spanien sehr populär und spielt nur wenig im Ausland; dennoch war sie bereits Gast auf großen internationalen Festivals wie dem Wacken Open Air. Stilistisch bewegen sich Mägo de Oz zwischen Heavy-Metal und spanischer Folklore.
Bandgeschichte
Gegründet wurde sie 1989 von Txus, dem Drummer der Band. Ihren ersten Auftritt hatten sie 1994 auf einem Rockfestival in Madrid. Ihre erste CD „Mägo de Oz“ konnten sie, trotz ihres langen Bestehens, erst am 22. März 1994 veröffentlichen. Seitdem veröffentlichen sie neue CDs immer an diesen Tag; eine „Tradition“, die erst mit dem Album „Gaia“ gebrochen, aber mit dem Album „Belfast“ wiederaufgenommen wurde.
Bis 1996 bestand die Band aus Txus am Schlagzeug, Mohamed an der Geige, Chema mit der Gitarre, Salva mit einer tieferen Gesangsstimme und Juanma als Leadstimme. 1996 verließen die letzteren drei jedoch die Band, die sich daraufhin neu formierte: Carlitos wurde Leadstimme, Frank spielt an der Gitarre, Pedro Diaz den E-Bass. Gesanglich ist seit 1996 José die Leadstimme der Band. Objektiv betrachtet (von der Technik ausgehend) kann man behaupten, dass Frank sich an den vordersten Plätzen der „Weltrangliste“ behaupten kann (ca. 180 Töne in 16 Sekunden, Weltrekord 836 Töne in 60 Sek).
Dies sind nur die ständigen Bandmitglieder, unterstützt werden Mägo de Oz auch von anderen Instrumenten; so sind an den beiden letzten Alben auch Sergio als tiefere Gesangsstimme vertreten (zum Beispiel in dem Lied „Rosa De Los Vientos (versión metal)“ auf der CD „Belfast“), Sergio Kiskilla mit dem Keyboard und Fernando Ponce de León mit den „keltischen Instrumenten“ Flöte und Dudelsack und hören.
Wie auch die Band entstand auch ihre Fangemeinde zunächst nur sehr zögerlich; so hatten Mägo de Oz bis zu ihrem ersten Auftritt bei einem Festival in Madrid nur sehr wenige Fans, die meisten aus ihrem Bekanntenkreis. Nach dem Festival wurde die Band in ganz Spanien bekannt, einige Lieder wurden auf verschiedenen Radiosendern gespielt. Ihren ersten internationalen erfolgreichen Auftritt hatte die Band auf dem Wacken Open Air (in Deutschland) 2001. Die Band besitzt keine bestimmte Zielgruppe, ist aber vor allem bei Folk Metal- und „klassischen“ Heavy-Metal-Fans populär. Mägo de Oz Erfolg begründet sich wohl auf den spanischen „Motiven“ in ihrer Musik („cuentos por el corazón“). So kommt es, dass vor allem in Spanien auch große Konzerte (z. B. in Stierkampfarenen) meist ausverkauft sind; ein offizieller spanischer Fanclub existiert. Internationale Bekanntheit besitzt die Band vor Allem in Deutschland, Frankreich und Lateinamerika. Weltweit ist die Band noch weitestgehends unbekannt, da sie im Ausland nur selten Konzerte spielt, und dies meist auch nur vor einem kleinen Publikum mit 500 bis 1000 Zuschauern.
Werk
Mägo de Oz singen ihre Lieder hauptsächlich in spanischer Sprache; nur auf ihrem Album „Gaia II - La Voz Dormida“ wird ein Lied auf Englisch gesungen. Die Grundart ihrer Musik besteht aus Heavy Metal mit Einflüssen der spanischen Kultur, wie zum Beispiel sprachlich geläufigen Metaphern und auch keltischen und klassischen Elementen.
Musikalisch entwickelten sich Mägo de Oz in der langen Zeit ihres Schaffens stark weiter: Während das erste Album noch „reiner“ Heavy-Metal war, kristallisierte sich schon beim zweiten Album heraus, dass ihre Alben Themenschwerpunkte legen: So handelt das zweite Album „Jesús De Chamberí“ von einem verzerrten religiösen Bild, in dem die Mutter Jesu eine Prostituierte ist. Symbolisch ist dies wohl weniger anti-katholisch als vielmehr metaphorisch für ein „heutiges Weltbild Jesu“ zu deuten. Da das „Geschichten-Erzählen“ bei Mägo de Oz eine große Rolle spielt, greifen sie in ihrem dritten Album „La Leyenda De La Mancha“ die spanische Geschichte von Don Quijote auf und erzählen diese auf ihre Weise. Neben den obligatorischen E-Gitarren findet hier auch zum ersten Mal der Einsatz von klassischen Elementen statt: Geigen werden bevorzugt verwendet und in dem Lied „El Santo Grial“ (spanisch: „der heilige Gral“) spielen diese einen Teil von Brahms' Ungarischem Tanz Nr. 5. Den Stil dieses Albums hat die Band bis heute behalten. Die Lyrics von Mägo de Oz sind scharfsinnig und in einer gewissen Weise „lebendig“.
Das vierte Album „Finisterra“ spiegelt historisch-kritisch weitere spanische Geschichten wider. Der Einsatz von keltischen Einflüssen tritt in den Vordergrund, Flöten spielen eine wichtige Rolle. Mit dem Album „Fölktergeist“ veröffentlichen sie nach acht Jahren ihr erstes Live-Album. Das Album „Gaia“, das nur ein Jahr später (2003) erscheint, widmet sich thematisch der „Urmutter der Erde“, was man insbesondere wegen häufiger Naturkatastrophen als ein „Album über den Aufschrei der Natur“ deuten könnte; dies geht aus den Texten hervor. 2004 veröffentlichten sie ihr Album „Belfast“, auf dem sie Melodien bekannter Songs (z. B. von dem Song „Falling In Love With You“) einbringen. Die neuen Songs wirken „moderner“, was aber keinen Stilbruch darstellt: Ältere Songs wurden zudem in einer orchestralen Version neu eingespielt. Das Album „Belfast“ ist kein themenbezogenes Album. Es enthält auch mit „Somewhere Over The Rainbow“, einen der seltenen englischen Songs der Band. Dabei handelt es sich um ein Musikstück aus dem Film Der Zauberer von Oz. 2005 veröffentlichten Mägo de Oz den zweiten Teil von „Gaia“.
Bemerkenswert ist zudem noch, dass den vom Zeichner Gaboni gemalten Coverartworks der Alben meist humorvolle Comics als Grundlage dienen. Bis auf das Cover von „Jesús De Chamberí“ wird der Stil gehalten. Eventuell wollte man hier eine Konfrontation mit der katholischen Kirche umgehen, was aber einen Widerspruch im Digipack von „Finisterra“ findet, in der eine Frau (wahrscheinlich Maria Magdalena) einem Jesus in Häftlingskluft in die Hose greift, während der diese Aktion nicht wirklich als störend empfindet. Mit Fischen, die wie Penisse aussehen, wurde auch weitere sexuelle Motive verwendet. Weiterhin werden auch Tribute zu anderen Bands gezeigt: auf dem Cover von „Gaia“ kann man z. B. ein kleines Männlein mit „Iron Maiden“-Aufdruck auf dem T-Shirt erkennen, auf dem von „La Leyenda De La Mancha“ wiederum sind es die Logos von AC/DC und Motörhead. Trotz des sehr eigenen Humors, den viele Metaller als abschreckend empfinden (eventuell bestehender „Chauvinismus“ oder die Tatsache, dass viele Fans jener Musikrichtung alles etwas zu ernst sehen), sind Mägo de Oz eine eher ernste Band.
Seit ihrem ersten Album haben sie einen Vertrag mit dem Plattenlabel Locomotive Records.

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