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Biografie

Laokoongruppe – das ist bloß einer, Karl Schwamberger, nach Wien zugereister Oberösterreicher, aufgewachsen zwischen Alpensee, Anton Bruckner-Symphonien, Blasmusik und Bauernjazz, deren grandiose und grandios schäbige Ästhetiken ihn nie ganz losgelassen haben und auch im kratzigen Pathos der Lo-Fi-Pop-Diskursschlager seines ersten Albums Walzerkönig deutlich nachhallen.

Walzerkönig – Fundament des Albums ist eine gründliche Halbbildung in unterschiedlichsten Musiktraditionen von Klassik über alpine und amerikanische Volksmusiken, allerhand Jazz und Pop, bis hin zu Techno, experimenteller Elektronik und weiß der Geier was sonst noch. Und viele alte, tote und untote Freunde grinsen freundlich betreten zwischen Noten- und Textzeilen ins Bild: Mozart und Beethoven, Schubert, Bruckner, Albert Ayler, Will Oldham, Karl Kraus, Thomas Bernhard … Die alle, ein, zwei Dutzend mehr und ein ganzes Volk von angewandten Künstlern sowieso.

Laokoongruppe singt gern von seinem prächtigen Land und dessen herrlichen Menschen, guter Musik und schöner Politik, von innerer Sicherheit und guten Taten, Butterbroten, Bergen, Seen, Cowboyhut und Wanderschuh. Eine abgründig mollige Stimmung resignativer Zufriedenheit und zielsicherer Verirrtheit zieht sich durch Lieder, die zum widerständigen Mitschwelgen und zu meditativer Dopplerekstase einladen. Und damit keine Missverständnisse aufkommen: Ironie trifft man hier bloß in ihrer brauchbaren Form, der romantischen. Immer wieder sickert ein wenig davon in den Tanzboden dieses zwischen allen Klischees errichteten Bierwirtshauses. Kabarett aber muss draußen bleiben.

Und der Name? Reiner Zufall. Oder denken Sie, wenn Sie wollen, an die österreichische Befindlichkeit oder besser gleich die des ganzen zunehmend verzweifelnden Westens und Johann Joachim Winckelmann, der einst über die Darstellung des Laokoon in der Laokoongruppe schrieb: “Der Schmerz, welcher sich in allen Muskeln und Sehnen des Körpers entdeckt und den man ganz allein, ohne das Gesicht und andere Teile zu betrachten, an dem schmerzlich eingezogenen Unterleibe beinahe selbst zu empfinden glaubt: dieser Schmerz … äußert sich dennoch mit keiner Wut in dem Gesichte und in der ganzen Stellung. Er erhebt kein schreckliches Geschrei … Die Öffnung des Mundes gestattet es nicht; es ist vielmehr ein ängstliches und beklemmtes Seufzen …” Walzerkönig – das ist ein Meisterwerk deutschsprachiger Popmusik mit eindeutig lokaler Färbung: soll auch in Hamburg und Zürich gehört werden, kann in dieser Form aber nur aus Österreich kommen.

und mittlerweile gibt es auch schon erste reaktionen auf die fertige platte:

Austro­diskurspop zwischen Techno und Landler, Pathos und Scharfsicht, Schlager, Klassik und Free Jazz: Was wie eine fiebrige Kritikerfantasie klingt, wird in Form der Einmannband Laokoongruppe wunderbare Wirklichkeit. Unterstützt von Gästen wie Frau Gustav als Jodlerkönigin und Herrn Welter von Naked Lunch als Backgroundstimme, legt der blasmusikerfahrene Oberösterreicher Karl Schwamberger eine so noch nicht gehörte, genuin österreichische und zugleich doch weltoffene Form von Popmusik vor. Ergebnis: „Walzerkönig“ ist eine der spannendsten, eigenständigsten und gewagtesten österreichischen Platten der letzten Jahre.

(gerhard stöger/Falter)

kombiniert alpine Dorfmusiken mit pochendem und pulsierendem Synthiepop, schaut bei Free Jazz und Albert Ayler vorbei und hat mit dem Titelsong eines der zwingendsten Lieder des laufenden Jahrzehnts zu bieten. Beruhigend wie verunsichernd.

(christian schachinger/Der Standard)

Schlager? Pop? Spaß? Ernst? Anspruch? Elektrotrash? Keine Ahnung, jedenfalls der heißeste Scheiß, den man sich derzeit antun kann.

(freizeit kurier)

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