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Biografie

Kenneth Minor (2017)

flight 13 beschreibt die Musik der neuen Kenneth Minor Platte mit dem Titel „Phantom Pain Reliever“ so treffend wie kaum ein anderer:

Wie kann moderner Folk durch sein handgemachtes Instrumentarium neue Klänge bieten? Im Falle der Band KENNETH MINOR (Wiesbaden/Nürnberg) handelt es sich um „Freakfolk“, der kristallklar aufgenommen wurde. Das den Fingerspitzen abgerungene Picking der akustischen Gitarren ist hautnah, die Stimme berührt in seiner fragilen Expressivität, die eine knisternde Spannbreite weiter Gefühlswelten aufmacht. Zu diesen leicht schrägen und dadurch unvorhersehbaren Bewusstseinssträngen gesellt sich elektrisches Saitenspiel, perkussive Gimmicks, eine weitere Stimme schafft dringliche Duette und dem gesamten, mitunter ausufernden Vortrag wohnt eine stille Inbrunst inne. Ein selbstbewusstes, fesselndes Songalbum bei Ryley Walker, Mark Kozelek, Elliott Smith und dem großen Unbekannten Simon Finn. * Label: Lotte Lindenberg

Kenneth Minor ist eine Band. Ein Sternensystem. In unterschiedlichen Konstellationen, kreisend um einen fixen Punkt. Bird Christiani. Die Konstante. Der Ruhepol. Seit 2007 Gründungsvater und Mastermind. Gitarrist und Sänger. Und Songschreiber in einer Zeit, in welcher der inflationäre Gebrauch des Singer-Songwriter-Begriffs denselben ja beinahe hierzulande zum Schimpfwort degradiert hat. Meint Singer- Songwriter ja lediglich das Singen selbstgeschriebener Songs, so verbindet manch einer damit das Klischee des weinerlichen Jünglings, mit der zarten Stimme. Ein bisschen Geschrammel, gespielte Tiefgründigkeit, Bekanntes neuaufgekocht, ein bisschen Pling Pling und zum Schluss eine Brise Hipster-Style. Fertig.

Nicht im Falle von Kenneth Minor. Hier treffen handwerkliche Fertigkeiten, u.a. abgeguckt bei den US-Folk-Bluesern der 1920er Jahre, auf postmoderne Ideen, kreative Spielereien und unorthodoxe Arrangements. Hier freut man sich und leidet echt. Hier prangert man an und regt sich auf, hier liebt man, tobt, doch hasst niemals. Hier wird erzählt und mit Sprache gemalt. Hier spricht die Musik.

Die vermeintlichen Einflüsse, die der Musik von Bird Christiani zugeschrieben werden, sind sehr unterschiedlich. Es fallen Namen wie Ryley Walker, Mark Kozelek, Elliott Smith, Paul Simon, Bob Dylan, Ray Davies, Beck oder Mark Oliver Everett. Fragt man Christiani, erfährt man, dass er teilweise erst durch die Nennung dieser Einflüsse in der Presse auf gewisse Künstler aufmerksam geworden ist. Die Namensliste bleibt unvollständig und privat. Und irgendwie auch schön, dass das Einordnen von Kenneth Minor in die Schubladen der Musikzirkuswelt nicht recht gelingen mag. Vielleicht Segen und Fluch zugleich.

Kenneth Minor entsprangen dem Dunstkreis des sagenumwobenen Labels Hazelwood Vinyl Plastics (King Khan, Super Preachers, Daniel Johnston etc.), wo sich Bands aus Brighton und Stockholm freundschaftlich die Klinke in die Hand gaben. Christianis Songs wurden zunächst „umspielt“ und „umsungen“, von keinem geringeren als dem aus Los Angeles stammenden Bassisten Steve Gaeta (Universal Congress of, Kool Ade Acid Test). Dazu gesellten sich mit der Zeit der Berliner Gitarrist Thomas Berg und Schlagzeuger Robert Herz (Okta Logue). Außerdem Florian Helleken (The Audience) und Athena Isabella.

Der erste Kenneth Minor Auftritt erfolgte 2007 auf der Yellow Stage der Hazelwood Studios zusammen mit Bobby Bare Jr. Aus Nashville.
Nachdem ein Song es prompt auf die “15 years of Hazelwood Vinyl Plastics Compilation“ schaffte, wurde nach einigen Konzerten die erste Platte „In that They Can’t help it“ 2010 veröffentlicht. Es folgten zwischen 2010 und 2011 ca. 130 Konzerte quer durch die Republik und ins europäische Ausland. Von Bamberg bis London. Die einschlägige Indie-Presse und auch die Indie-Radiostationen schienen Gefallen an Kenneth Minor zu finden. Doch dann folgten Pleiten, Pech und Pannen. Schließlich der Niedergang der Hazelwood Studios und des Hazelwood Labels als Opfer kapitalistischer Machenschaften. Und nun? Peng! Hier ist sie, die letzte Aufnahme in den legendären Hazelwood Studios. Ever. Kenneth Minor haben sie gemacht. Lotte Lindenberg veröffentlicht.

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