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Biografie

  • Geburtstag

    29. Dezember 1952 (64 Jahre alt)

Joseph Salvatore Lovano wurde am 29. Dezember 1952 in Cleveland, Ohio als Spross einer außerordentlich musikalischen Familie geboren. Sein Vater, Tony Lovano - tagsüber Barbier - war abends, aufgrund seines großen Tons auf dem Tenorsaxophon, als "Big T" bekannt. Insgesamt war das Tenorsaxophon so etwas wie das Familieninstrument, denn auch die Onkel Nick und Joe waren Tenoristen. Allein Carl schlug als Bebop-Trompeter ein wenig aus der Art.
Kein Wunder dass auch der kleine Joe im Alter von fünf Jahren mit dem Saxophonspiel begann. Zunächst auf dem Alt und einige Jahre später auf dem Tenor. Im Alter von 16 erhielt er nicht nur seinen Führerschein, sondern trat als Mitglied in die Musikergewekschaft ein. Seine ersten professionellen Jobs hatte er als Vertretung für seinen Vater. Daneben spielte er in Motown Cover-Bands.
Nach seinem Highschool-Abschluss studierte Lovano am Berklee College of Music, wo er viele für seine weitere Karriere wichtige Musiker kennen lernte und sich dem Projekt widmete, die Energie und Spiritualität des späten John Coltrane in einem traditionelleren Setting zu realisieren.
Während seiner Jahre in Boston gehörte Joe Lovano zur pulsierenden Musikszene der Stadt und war auf vielen Jam-Sessions zu hören. Um sein Studium zu finanzieren spielte er weiterhin Club-Gigs und war Mitglied eines Orgel-Trios mit dem späteren Nonet Mitglied George Gazone. Großen Einfluss auf seine musikalische Entwicklung hatten auch seine Lehrer am College, zu denen John LaPorta, Joe Viola, Herb Pomeroy, aber auch der Vibraphonist Gary Burton gehörten.
Nach Abschluss seines Studiums tourte Lovano zunächst als Mitglied der Bläsersektion mit Tom Jones. Zurück in Cleveland wurde er dann von Dr. Lonnie Smith angerufen. Mit dem Organisten spielte Lovano eine Reihe von Gigs in Detroit und begleitete ihn auf der Chitlin Circuit Tour 1974.
Anschließend folgte ein sechsmonatiges Engagement bei Brother Jack McDuff and the Heating System.
Bei einem Aufenthalt der Gruppe in New York, zeigte sich Lovano von der Energie der Stadt so fasziniert, dass er nach Manhattan zog. Zu jener Zeit entstanden die musikalisch wirklich spannenden Dinge in New Yorks blühender Loft-Szene, Sam Rivers Studio Rivbea und dem Lower East Side Club Tin Pallace. Schon nach kurzer Zeit spielte Lovano mit Chet Baker im Stryker´s, mit Albert Daley im Folk City und mit Rashied Ali in dessen Club Ali´s Alley.
Einige Monate nachdem sich Joe Lovano 1976 in New York niedergelassen hatte, stieg er bei der "40th Anniversary Tour" von Woody Hermann ein. Bei seinem zweiten Auftritt in der Carnegie Hall - den ersten hatte er noch an der Seite Jack McDuffs absolviert - stand er mit Legenden wie Stan Getz, Zoot Sims und Jimmie Guiffre auf der Bühne. Drei Jahre blieb Joe bei Woody Hermann. Während dieser Jahre, die eigentlich eine durchgängige Tour waren, spielte Joe in Europa, auf internationalen Festivals und machte seine ersten Erfahrungen mit Workshops und Meisterklassen.
Zurückgekehrt nach New York bezog Joe ein Loft in Chelsea, das für die nächsten zwanzig Jahre sein Zuhause bleiben sollte. In der Zeit bei Woody Herman hatte Joe ein musikalisch hochkarätiges Netzwerk entwickelt, so dass er nun beginnen konnte, mit absoluten Weltklassemusikern zu jammen. Unter seinen musikalischen Partnern war auch die Sängerin Judi Silvano. Eine Beziehung, die nicht auf die Musik beschränkt blieb.
1980 wurde Joe Mitglied des Mel Lewis Orchesters. Charakteristisch für Joe - die Arbeit in großen Ensembeln war für ihn für stets von besonderem Reiz. So spielte er unter anderem mit Carla Bley, Bob Brookmeyer und Charlie Hadens Liberation Music Orchestra.
1981 begann die bis heute andauernde Arbeit im Trio mit dem Schlagzeuger Paul Motian und dem Gitarristen Bill Frisell. Die größte internationale Aufmerksamkeit dürfte ihm allerdings die Mitgliedschaft im John Scofield Quartett zwischen 1989 und 1993 eingebracht haben.
1991 unterzeichnete Joe Lovano einen Plattenvertrag bei Blue Note und nimmt seitdem Alben unter eigenem Namen mit so renommierten Künstlern wie Gunther Schuller, Herbie Hancock, Elvin Jones, Charlie Haden, Carla Bley, Bobby Hutcherson, Dave Brubeck, Billy Higgins, Dave Holland, Ed Blackwell, Michel Petrucciani, Lee Konitz, Abbey Lincoln, Tom Harrell, McCoy Tyner, Jim Hall, und Bob Brookmeyer auf.

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