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Biografie

  • Geburtstag

    11. Oktober 1951 (65 Jahre alt)

Jean-Jacques Goldman (* 11. Oktober 1951 in Paris) ist ein französischer Komponist und Interpret. Goldman ist auch unter den Pseudonymen Sweet Memories und Sam Brewski tätig. Sein jüngerer Bruder Robert Goldman ist ebenfalls als Komponist erfolgreich.

Leben

Seine Mutter Ruth Ambrunn stammt aus München, sein Vater Alter Mojze Goldman aus Lublin in Polen. Jean-Jacques Goldman lernte ab dem Alter von fünf Jahren Klavier und Violine zu spielen. Zwischen 1965 und 1967 sang er in der Kirche im Chor Red Mountain Gospellers, in dieser Zeit lernte er Bluesgitarre zu spielen. Von 1968 bis 1970 trat Goldman in der Band The Phalanster vor allem in Pariser Vororten auf. Mitglieder dieser Band waren Christian Gibson und Alex Gibson, die als Gibson Brothers 1980 Erfolge in der Disco-Szene hatten.

Goldmans erfolgreiche Karriere begann als Sänger, Komponist und Instrumentalist der Gruppe Thaï Phong ab 1975. Dort traf er seinen späteren Freund und musikalischen Weggefährten Michael Jones. Die Stilrichtung von Thaï Phong kann man mit der von Genesis der 70er Jahre vergleichen.

Sein Durchbruch als Solist in Frankreich erfolgte 1981 mit dem Titel Il suffira d’un signe. Der Begriff Démodé als Titel des Albums stieß bei der Plattenfirma auf Kritik, wie auch Minoritaire zur Benennung der Nachfolgeplatte, da beide Wörter eine negative Konnotation haben.

Hits wie Quand la musique est bonne, Je marche seul und Je te donne (sein erster Nummer 1 Hit in Frankreich, ein Duett mit Michael Jones) folgten. Obwohl seine Musik Ende der 80er Jahre auch in Deutschland gerade unter Studenten ein weitverbreiteter Geheimtipp war, schaffte er es hier als Solomusiker nie in die Charts. Allerdings konnten andere Musiker mit seinen Songs in Deutschland beachtliche Erfolge erreichen:Khaled erreichte mit dem Song Aicha die Top 10 und Outlandish schaffte mit einer Coverversion von Aicha die Nummer 1 der Singlecharts. Worlds Apart und Xavier Naidoo erreichten ebenfalls die Deutschen Top 10. Goldman trat 1989 auch live in Deutschland auf, u. a. in Berlin.

1990 begann eine neue Phase seiner Karriere: Er spielte zusammen mit Michael Jones und Carole Fredericks unter dem Namen "Fredericks, Goldman, Jones". Es standen aufwändigere Arrangements im Vordergrund, die sowohl Solo, als Duett oder im Trio gesungen wurden. Aus dieser Zusammenarbeit gingen zwei Studio- und zwei Livealben hervor. Carole Fredricks starb im Juni 2001 bei einem Auftritt an einem Herzanfall.

Ab 1997 widmete sich Goldman wieder seiner Solokarriere, dabei wurde er von Jones weiterhin unterstützt. Die Alben "En passant" und "Chansons pour les pieds" wurden große Erfolge, obwohl sie kaum unterschiedlicher sein konnten. En passant war ein sehr intimes, von Balladen geprägtes Album, während das bisher letzte Studioalbum verschiedenste Stilrichtungen von Disco über Rock, Folk und Pop bietet.

Besonders seine Tourneen sind in Frankreich sehr beliebt, da sie neben ungewöhnlichen Arrangements seiner Songs auch eine beeindruckende Bühnentechnik bieten. So tanzten bei der "Tour ensemble" 2002 zwei Dutzend Steptänzer, ein sich im Publikum befindliches Bühnenelement war drehbar, so dass die Musiker abwechselnd von allen Seiten zu sehen waren, und beim Finale klappte die Hauptbühne komplett nach oben, sodass die Musiker in fünf Meter Höhe senkrecht an einer Wand stehend und durch Karabinerhaken gesichert zu "Envole-moi" rockten.

Jean-Jacques Goldman schrieb auch Songs und Alben für Interpreten wie Céline Dion, Patricia Kaas, Khaled oder Johnny Hallyday. Außerdem ist er der Komponist des Titels "Sie sieht mich nicht" von Xavier Naidoo und hat das Lied unter dem Titel "Elle ne me voit pas" für den Soundtrack des Films "Asterix und Obelix gegen Cäsar" aufgenommen. Gelegentlich verwendet er Pseudonyme wie "Sam Brewski", "Sweet Memories", "First Prayer" oder "O. Menor".

Unter dem Pseudonym "Sam Brewski" wurden u.a. die Hits für Patricia Kaas geschrieben. Der Name "O. Menor" ist nichts anderes, als die französische Übersetzung seines jüdisch-deutschen Namens ("Goldman" vs. "Homme en or" vs. "O.M en or") klanglich dargestellt. Unter dem Pseudonym "J. Kapler" schreibt sein Bruder Robert Goldman Lieder für andere Interpreten. Unter dem Namen "JRG" haben Jean-Jacques und Robert Goldman eine Produktionsfirma gegründet.

Goldman tritt auch regelmäßig bei Les Enfoirés auf, einem Projekt, bei dem viele französische Musik-Stars einmal im Jahr ein gemeinsames Konzert geben. Dieses Projekt wurde 1985 vom Schauspieler Coluche ins Leben gerufen, um für die Organisation Les restos du cœur Spenden zu sammeln, damit Bedürftige täglich mit Essen versorgt werden können. Zu diesem Projekt steuerte Goldman 1985 den Titelsong "Chanson des restos" bei und nahm als einziger Musiker Frankreichs bisher an allen Benefizkonzerten teil.

Bis heute haben Veröffentlichungen mit Goldman-Beteiligung alleine in Frankreich über 170-mal Silber-, Gold-, Platin-, und Diamantstatus erworben, davon sind mehr als 75 Veröffentlichungen unter dem Namen "Jean-Jacques Goldman" oder "Fredrick, Goldman, Jones" erfolgreich gewesen. Das von Goldman geschriebene und produzierte Album "D'eux" von Céline Dion ist das weltweit erfolgreichste französischsprachige Album. 21 Goldman-Songs haben es bisher in die französische Top 10 geschafft.

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