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Biografie

  • Geburtstag

    4. Mai 1909

  • Geboren in

    Cleveland, Cuyahoga County, Ohio, Vereinigte Staaten

  • Gestorben

    16. Februar 1986 (mit 76 Jahren)

Howard Da Silva (* 4. Mai 1909 in Cleveland, Ohio, als Howard Silverblatt; † 16. Februar 1986 in Ossining, New York) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Howard Silverblatt war das Kind russischstämmiger Juden, die nur Jiddisch sprachen. Bevor er Schauspieler wurde, arbeitete er in Stahlwerken in Cleveland. Als er Rollenangebote bekam, nannte er sich um in Howard Da Silva. Zuerst ging es im Jahre 1930 an den Broadway, wo er sich einen Namen machte. Er spielte unter anderem in Marc Blitzsteins Musical "The Cradle Will Rock" (1937) und in Rodgers und Hammersteins "Oklahoma!" (1943), mit dem er über 2.000 Vorstellungen gab. Sein Filmdebüt gab er 1935 mit einer im Abspann nicht erwähnten Nebenrolle. Erst 1940 wurde er in den Cast-Angaben auch erwähnt. Bis zum Beginn der 50er Jahre arbeitete er mit namhaften Regisseuren wie Cecil B. DeMille, Billy Wilder oder Nicholas Ray und erhöhte sein Ansehen in Hollywood stetig, seine Bühnentätigkeit gab er nicht auf. Zu seinen bekannteren Filmrollen gehören der Barmann Nat im oscarprämierten Alkoholikerdrama "Das verlorene Wochenende" (1945), der zwielichtige Nachtclubbesitzer Eddie Harwood im Film noir "Die blaue Dahlie" (1946) sowie ein schurkischer Waffenhändler im Western "Die Unbesiegten" (1947) neben Gary Cooper.

1947 wurde jedoch das House Committee on Un-American Activities (HUAC) auf Da Silva aufmerksam, nachdem ihn sein Schauspielerkollege Robert Taylor als möglichen Kommunisten denunziert hatte. Da Silva wurde auf die Schwarze Liste gesetzt und konnte damit weder bei Film, Fernsehen oder Radio Arbeit finden. Sein letzter Film, "Slaughter Trail", in dem er als Hauptdarsteller erstmals an erster Stelle des Vorspanns genannt worden wäre und der auch bereits abgedreht war, wurde von Howard Hughes nicht freigegeben und seine Szenen mit Brian Donlevy noch einmal gedreht. Da Silva ging stattdessen zum Theater zurück und hatte dort großen Erfolg. Sein für lange Zeit letzter, auch tatsächlich veröffentlichter Film blieb ein Remake des deutschen Filmklassikers "M", in dem er den dem Kommissar Lohmann entsprechenden Polizeiinspektor Carney spielte.

Nach dem Ende der McCarthy-Ära konnte er zu Beginn der 1960er Jahre die Filmarbeiten wieder aufnehmen. Hier ragten vor allem seine Darstellungen von historischen Persönlichkeiten hervor. So verkörperte Da Silva den sowjetischen Regierungschef Nikita Chruschtschow, den US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt in "The Private Files of J. Edgar Hoover" (1977), den amerikanischen Staatsmann und Wissenschaftler Benjamin Franklin im Musicalfilm "1776" (1972, die Rolle hatte er schon in dem gleichnamigen Broadwaystück gespielt) und in "Meine liebe Rabenmutter" (1981) den Filmproduzenten Louis B. Mayer, der Begründer der Metro-Goldwyn-Mayer (MGM).

Für das US-Fernsehen präsentierte er die britische Science-Fiction-Fernsehserie "Doctor Who". Zudem spielte er in einigen Fernsehserien mit, z. B. in "The Outer Limits", "Kung Fu", "Auf der Flucht" u. a. Zwischen 1974 und 1977 betätigte er sich zudem als Sprecher von 26 Folgen der CBS-Hörspielreihe "Radio Mystery Theater".

Mit 76 Jahren verstarb Howard Da Silva an den Folgen eines Malignen Lymphoms, einer schweren Erkrankung des Lymphsystems.

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