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Biografie

Holy Moses ist eine 1980 in Aachen gegründete deutsche Thrash-Metal-Band und gilt als einer der Wegbereiter dieses Genres in Deutschland. Am 17. Oktober 1980 beschlossen Ramon Brüssler (Bass), Jochen Fünders (Gesang und Gitarre) und Peter Vonderstein (Schlagzeug), die Band Holy Moses zu gründen. Bereits vier Tage später hatten sie ihren ersten Auftritt in Stolberg. Nach einem Konzert in Eindhoven im Oktober 1981 kam es zur Trennung von Schlagzeuger Peter Vonderstein, der durch Paul Linzenich ersetzt wurde, und vom Gitarristen und Sänger Jochen Fünders, für welchen Andy Classen (Gitarrist) und Iggy (Gesang) zur Besetzung stießen. Iggy konnte sich jedoch nicht bis zum Ende des Jahres in der Band halten. Bei der Suche nach einem neuen Sänger gerieten die Bandmitglieder an die damalige Freundin und spätere Frau von Andy Classen, Sabina Classen.

Um sein Studium beenden zu können, verließ Paul Linzenich 1984 Holy Moses und wurde von Jörg Heins am Schlagzeug ersetzt. Als Folge davon trat Sabina zurück. Da die Nachfolgesängerin nicht überzeugen konnte, wurden die Veränderungen rückgängig gemacht. Sabina blieb Sängerin und Herbert Dreger übernahm das Schlagzeug.

1986 kam es dann zum Vertrag mit der Plattenfirma Aaargghh Records und zur Veröffentlichung des Debütalbums Queen of Siam. Das einzige verbliebene Gründungsmitglied Ramon Brüssler zog nach Thailand, übertrug Sabina das Management und Andre Chapalier den Bass. Da auch Herbert nicht mehr in der Band weitermachen wollte, war der Posten des Schlagzeugers wieder vakant. Der damals 19-jährige Uli Kusch bekam die Chance und besetzte diesen. Auf den Positionen des Schlagzeugers und des Gitarristen kam es in den nächsten Jahren immer wieder zu Veränderungen.

1987 nach Finished with the Dogs wurden Holy Moses von der WEA (AC/DC, Van Halen) unter Vertrag genommen. In der Fernsehserie Ein Fall für Zwei ist die Band in der Folge Quittung von 1989 zu sehen. In den nächsten Jahren veröffentlichten Holy Moses mehrere Platten, wie z. B. The New Machine of Liechtenstein, World Chaos und Reborn Dogs. Nach dieser Platte kam es jedoch zum Bruch, Sabina startete mit Temple of the Absurd ein neues Projekt und ließ sich von Andy Classen scheiden, der sich nach No Matter What's the Cause ebenfalls seinen eigenen Projekten widmen wollte.

2000 fand eine Wiedervereinigung von Holy Moses auf Initiative von Andy Classen, Jochen Fünders und Sabina Classen statt, ein Jahr später die Veröffentlichung der EP Master of Disaster, gefolgt 2002 vom Album Disorder of the Order. Mit Strength, Power, Will, Passion kam es 2005 zur bisher letzten Veröffentlichung der Band.

Mitte 2006 stieg Oliver Jaath als Bassist ein und seit 2007 bedient Atomic Steif (Ex-Violent Force, Ex-Living Death, Ex-Sodom, Stahlträger) wieder das Schlagzeug. Anfang 2008 wechselte Oliver von Bass zur Gitarre und Thomas Neitsch übernahm den Bass.

In den Jahren 2001, 2003, 2005 und 2008 traten Holy Moses beim Wacken Open Air auf.

Die Band veröffentlichte 2008 das Quasi-Nachfolge-Album zu New Machine of Liechtenstein mit dem Namen Agony of Death, welches wieder etwas komplexere Liedstrukturen bot, als die letzten Werke. Nach dem Erfolg von Agony of Death, einer Tournee mit Benediction und einigen Auftritten (u. a. beim Rock Area Festival und als Vorband von Doro auf dem Beewood Festival in Landau), begaben sich Holy Moses im Frühjahr 2011 ins Studio, um mehrere Projekte in Angriff zu nehmen: Eine Best-of-CD mit Neueinspielungen alter Klassiker, die erste DVD der Bandgeschichte und neue Lieder, die zum dreißigsten Bühnenjubiläum im Winter 2011 erscheinen sollen. Passend dazu soll es im Winter 2011/Frühjahr 2012 eine ausgedehnte Tour durch Europa und Asien geben.

2011 verließ Atomic Steif die Band. Für ihn übernahm Gerd Lücking (Lightmare, ex-Courageous, ex-Giftdwarf, ex-Rebellion) die Position am Schlagzeug

2012 trennte sich die Band von Gitarrist Michael Hankel aus persönlichen Gründen.

Diskografie
Queen of Siam (1986)
Finished with the Dogs (1987)
The New Machine of Liechtenstein (1989)
World Chaos (1990)
Terminal Terror (1991)
Reborn Dogs (1992)
No Matter What's the Cause (1994)
Disorder of the Order (2002)
Strength, Power, Will, Passion (2005)
Agony of Death (2008)
Redefined Mayhem (2014)

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