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Biografie

Godspeed You! Black Emperor (früher Godspeed You Black Emperor!) ist eine kanadische Rockband aus Montreal, Québec.

Der Name kommt von "God Speed You! Black Emperor" (original: "Goddo supiido yuu! Burakku emparaa"), einer 1976 entstandenen Schwarz-Weiß-Dokumentation von Regisseur Mitsuo Yanagimachi, in der die Taten einer japanischen Bikergang, der Black Emperors, beschrieben werden. Die Band nannte sich mehrmals um, wobei sich allerdings nur die Position des Ausrufezeichens im Bandnamen veränderte: von "Godspeed You Black Emperor!" über "Godspeed! You Black Emperor" zu "Godspeed You! Black Emperor". In der vorerst letzten Metamorphose des Schriftzuges ist dieser nun durchgestrichen und konsequent kleingeschrieben.

Die Band wird gewöhnlich als dem Postrock zugehörig bezeichnet, allerdings distanziert sie sich von einer solchen überregionalen Zuordnung. Sie wird jedoch von vielen Kritikern und Hörern als essentieller Bestandteil, bisweilen wohl sogar als eine Art "Zentrum" der Postrockszene gehandelt. Die Band dagegen betont vielmehr die Bedeutung ihres regionalen Umfelds und ihre Wurzeln im sozio-kulturellen Phänomen des Pop Montréal, einer stilübergreifenden und impulsgebenden Künstler- Community aus der Québecer Metropole.

Musikalisch lässt sie sich von einer Reihe von Stilen wie Progressive Rock, Punk und klassischer Musik beeinflussen. Ihre Aufnahmen bestehen jeweils aus wenigen recht langen Instrumentaltracks, meist zwischen 10 und 25 Minuten, die in "movements" ("Sätze") eingeteilt werden, die in einigen Fällen auch auf der Trackliste aufgeführt werden.

Um 1994 wurde die Band von drei Mitgliedern gegründet, aber die Anzahl und Namen der Mitglieder änderte sich oft. Die Band hatte zwischenzeitlich 15 Mitglieder, aber meistens betrug die Anzahl der Mitglieder neun. Die gespielten Instrumente änderten sich mit den Mitgliedern, die Musik allerdings basiert größtenteils auf E- und Bassgitarren, Saiteninstrumenten und Percussions. Bisweilen werden auch andere Instrumente wie das Glockenspiel und das Waldhorn gespielt. Die Musik auf manchen ihrer Alben wird von gesprochenen Feldaufnahmen begleitet. Diese dienen wohl zumindest teilweise der Kommentierung der ansonsten rein instrumentalen Musik. In diesen Samples, die von der Band in ganz Nordamerika aufgenommen wurden, hört man u. a. einen apokalytischen Straßenprediger aus Providence, Rhode Island, eine nostalgische Betrachtung über Coney Island heute und früher, eine Durchsage in einem Geschäft sowie eine Gruppe französisch sprechender und singender Kinder.

Band

In der Vergangenheit zögerten die Bandmitglieder, traditionelle Interviews für Werbezwecke zu geben und zeigten offen ihre Abneigung gegen die etablierte Musikindustrie. Dies gab ihnen den Ruf als schattige, sogar asoziale Figuren. Den Plattencovern sind zudem häufig politische oder gesellschaftskritische Textfragmente, Zeichnungen und Anspielungen zu entnehmen, die in dieser Form im sich ansonsten meist apolitisch gebenden Postrockbereich recht einmalig sind. Darüber hinaus ist wenig über die Musiker persönlich bekannt. Allerdings wurde die Band deutlich bekannter, nachdem sie 1999 auf der Titelseite des britischen Musikmagazins New Musical Express (NME) abgebildet wurde.

Das Mitglied, das am häufigsten mit der Presse spricht, ist Efrim Menuck, weshalb er manchmal als Frontman präsentiert wird. Er selbst allerdings dementiert dies.

Veröffentlichungen und Nebenprojekte

Mitglieder der Gruppe betreiben eine Anzahl von Nebenprojekten, von denen A Silver Mt. Zion, Fly Pan Am, HṚṢṬA und Set Fire to Flames die bekanntesten sind.

2002 erlaubte die Band dem Regisseur Danny Boyle einen Teil ("sad mafioso") des insgesamt 17:58 Minuten langen Tracks "East Hastings" für seinen Film 28 Days Later zu benutzen. In dem Film wird Jim, gespielt von Cillian Murphy, von einer gekürzten Version von "sad mafioso" begleitet, als er in einer Anfangsequenz als einziger Überlebender einer Virusepidemie durch die Geisterstadt London irrt. "East Hastings" wurde 1998 auf dem Album "f#a#∞" veröffentlicht. Auf dem Soundtrack zum Film ist der Track nicht vorhanden.

Die Band veröffentlichte die CD-Versionen ihrer ersten zwei Alben bei Kranky, während die LP-Versionen von Constellation Records vertrieben wurden. Da der Vertrag mit Kranky abgelaufen ist, werden nun beide Versionen des Albums Yanqui U.X.O. von Constellation vertrieben.

2004 verließ Langzeitgitarrist Roger-Tellier Craig einvernehmlich die Band, um sich mehr Fly Pan Am widmen zu können. Zudem engagieren sich Musiker von Godspeed und aus dem Umfeld der Band immer wieder bei anderen Projekten und Künstlern, die nicht immer dem Postrock-Spektrum zuzuordnen sind, u. a. bei Elizabeth Anka Vajagic.

Auf Konzerten spielt die Band oft den bisher nicht aufgenommenen Song Albanian. Efrim versprach, dass sie den Song für ihr nächstes Album aufnehmen, sobald die Band wieder vollständig ist. Ein anderer unveröffentlichter Song, Gamelan, wird möglicherweise ebenfalls aufgenommen. Allerdings sind diese Songs auch als hochqualitative Zuschaueraufnahmen erhältlich. Dies wird durch die Genehmigung der Band für solche Aufnahmen ermöglicht – so ist es häufig der Fall, dass neues Material durch Fans der Band veröffentlicht wird, bevor es offiziell aufgenommen wurde.

Diskographie

* All Lights Fucked on the Hairy Amp Drooling (nur auf Kassette, auf 33 Kopien begrenzt; 1994)
* f#a#∞ (LP, ursprünglich mit mehreren Beigaben wie einem von einem Zug plattgefahrenen Penny; 1997)
* f#a#∞ (CD, mit anderen Aufnahmen/Arrangements als auf der LP, 1998)
* Sunshine + Gasoline (als Zugabe mit dem Amazezine Magazine verteilt; 1998)
* Slow Riot for New Zero Kanada (EP; 1999)
* Lift Your Skinny Fists Like Antennas to Heaven (2000), auch als Levez Vos Skinny Fists Comme Antennas to Heaven bekannt
* Yanqui U.X.O. (2002)
* 'Allelujah! Don't bend! Ascend! (2012)
* Luciferian Towers (2017)

Nebenprojekte

* A Silver Mt. Zion
* Bottleskup Flenkenkenmike
* Bakunin's Bum
* 1-Speed Bike
* Exhaust
* Fly Pan Am
* Et Sans
* Set Fire To Flames
* Hrsta
* Molasses
* Esmerine
* Balai Mécanique
* 'Gypt Gore
* Sam Shalabi
* Shalabi Effect
* Black Ox Orkestar

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