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Biografie

  • Geburtstag

    4. April 1952

  • Geboren in

    Belfast, County Down, Northern Ireland, Vereinigtes Königreich

  • Gestorben

    6. Februar 2011 (mit 58 Jahren)

Robert William Gary Moore (* 4. April 1952 in Belfast, Nordirland; † 6. Februar 2011 in Estepona, Spanien) war ein britischer Rock- und Blues-Gitarrist, Komponist und Sänger.

Leben und Karriere

Moore wuchs als Sohn eines Veranstalters mit vier Geschwistern in Ost-Belfast auf. In seiner Familie gab es viele Schwierigkeiten, und so verließ er mit 16 sein Elternhaus und ging nach Dublin. Ein Jahr darauf trennten sich seine Eltern.

In Dublin verdiente sich Moore ab 1969 sein erstes Geld als Musiker, zusammen mit Phil Lynott. Die gemeinsame Band Skid Row veröffentlichte zwei Alben. 1972 stieg Moore aus und gründete seine eigene Gary Moore Band, bei der er erstmals auch den Gesang übernahm. Das einzige Album Grinding Stone (1973) blieb erfolglos, und die Band löste sich wieder auf, so dass Moore sich 1974 wieder Thin Lizzy anschloss. Dort blieb er jedoch nur kurze Zeit. Danach arbeitete er als Studiomusiker, unter anderem für Eddie Howell.

1975 gründete Moore zusammen mit dem Keyboarder Don Airey, dem Schlagzeuger Jon Hiseman, dem Bassisten Neil Murray und dem Sänger Mike Starrs die Jazzrock-orientierte Formation Colosseum II. 1977 löste sich die Band auf. Moore arbeitete weiter als Studiomusiker und beteiligte sich an Alben von Andrew Lloyd Webber, Rod Argent und Gary Boyle. 1978 startete Moore erneut einen Solo-Versuch mit dem Album Back on the Streets, das die erfolgreiche Single Parisienne Walkways enthält, eine Zusammenarbeit mit Phil Lynott, die bis zuletzt Teil von Gary Moores Live-Repertoire war. 1979 spielte Moore mit Thin Lizzy das Album Black Rose ein. Danach gründete er mit Mark Nauseef das kurzlebige Projekt G-Force und wurde Gitarrist in der Band von Greg Lake.

In den nachfolgenden Jahren etablierte sich Moore nach und nach als Gitarrenvirtuose im Hardrock/Heavy-Metal-Geschäft. Das ehemalige UFO-Mitglied Neil Carter wurde 1983 zu einem wichtigen Co-Musiker für Gary Moore. Mit Corridors of Power (1982) und Victims of the Future (1983) etablierte sich Moore im Hardrock. Das Album Victims of the Future enthält mit der Ballade Empty Rooms eines seiner bekanntesten Stücke. Spätestens mit dem Album Run for Cover (1985) war Gary Moore eine feste Größe als Blues- und Rockgitarrist. Das Album enthält unter anderem die Single Out in the Fields, an der auch Phil Lynott beteiligt war.

Seine Position als stilistisch vielseitiger Hardrock-Gitarrist und versierter Sänger festigte Moore mit dem Album Wild Frontier (1987), das durch Irish-Folk-Einflüsse geprägt ist. Wild Frontier ist Phil Lynott gewidmet. Die Widmung – „for Philip“ – ist auf der Plattenhülle sehr klein aufgedruckt, aber es findet sich mit der Zeile „And I remember a friend of mine, So sad now that he’s gone“ auch im Titelsong des Albums eine Reverenz an den verstorbenen Freund. Der auf dem Album enthaltene Song Johnny Boy ist ebenfalls ein Tribut an Phil Lynott. Wild Frontier blieb Gary Moores einziges Celtic-Rock-Album, auch wenn der Nachfolger After the War (1989) weitere irische Einflüsse (zum Beispiel im Lied Blood of Emeralds) widerspiegelte. Wild Frontier enthält mit der Single Over the Hills and Far Away eines der bedeutendsten Lieder des Celtic Rock.

After the War (1989) beschäftigt sich thematisch unter anderem mit dem Nordirlandkonflikt (Blood of Emeralds) und dem Vietnamkrieg (After the War). Des Weiteren äußerte er sich in Led Clones (mit Ozzy Osbourne) kritisch über Rockbands wie Kingdom Come, die sich zu sehr an Vorbildern wie Led Zeppelin orientierten, ohne eine klare eigene musikalische Identität zu entwickeln. Auch auf diesem Album erinnerte Moore an seinen verstorbenen Freund Lynott: „…the darkest son of Ireland, he was standin’ by my side.“ (Blood of Emeralds).

1990 wechselte Moore seinen Stil von hartem Rock zu Blues und konnte mit dem Album und der gleichnamigen Single Still Got the Blues einen weltweit großen Erfolg verbuchen. An dem Album wirkten mit Albert King und Albert Collins zwei einflussreiche Bluesgitarristen mit; auch George Harrison von den Beatles ist als Autor und Gitarrist bei einem Song vertreten. Das nachfolgende Album After Hours erschien 1992 und war ähnlich konzipiert, als Gastmusiker trat diesmal B. B. King auf. Allerdings konnten die Singles Cold Day in Hell sowie Separate Ways nicht ganz an den Erfolg von Still Got the Blues anknüpfen.

Neben weiteren Solo-Bluesalben tat sich Moore 1994 mit Ginger Baker und Jack Bruce, die in den 1960er Jahren mit Eric Clapton die Band Cream bildeten, für das Album Around the Next Dream unter dem Namen BBM (steht für Bruce-Baker-Moore) zusammen, das zunächst als Soloalbum Moores geplant war. Obwohl von den Musikern selbst ein Zusammenhang bestritten wurde, klingt BBM wie eine Neuauflage von Cream, bei der Moore den Part von Clapton übernahm.

Nach dem Peter Green-Tribute-Album Blues For Greeny aus dem Jahr 1995 veröffentlichte Gary Moore 1997 Dark Days in Paradise. Auf diesem Album experimentierte Moore mit modernen Rocksounds. Mit A Different Beat folgte 1999 das vielleicht untypischste Album; so experimentierte Moore hier unter anderem mit Hip Hop und Drum’n Bass-Sounds. Im Jahr 2001 wandte sich Moore mit dem passend Back to the Blues betitelten Album wieder dem Blues zu. 2002 gründete Gary Moore zusammen mit Cass Lewis (ex-Skunk Anansie) und Darrin Mooney (ex-Primal Scream) das Bandprojekt Scars. Im Jahr 2003 war Gary Moore im Vorprogramm von Whitesnake während der „Monsters of Rock“-Tournee in Großbritannien unterwegs. Während dieser Tournee spielte er erstmals seit längeren Jahren wieder Stücke aus seiner Hardrockzeit. Im folgenden Jahr 2004 widmete sich Moore mit dem Album Power of the Blues erneut dem Blues.

Am 20. August 2005 wurde in Dublin eine Gedenkstatue an den 1986 verstorbenen Thin-Lizzy-Frontmann Phil Lynott enthüllt. Beim Gedächtniskonzert für Lynott bildete Gary Moore mit Brian Downey (Schlagzeug) und Jonathan Noyce (Bass) die Backingband für zahlreiche Lieder, Weggefährten und Bandkollegen. Mit Brian Robertson, Eric Bell und Scott Gorham spielte Gary Moore zahlreiche Hits aus der Geschichte der Band Thin Lizzy sowie einige seiner eigenen Lieder.

Mit Old New Ballads Blues (2006) orientierte sich Gary Moore stärker am Slow Blues. Gleich zwei der Stücke auf diesem Album sind Neuaufnahmen von Titeln seines bis dato erfolgreichsten Bluesalbums, Still Got the Blues. Daneben sind Coversongs der Bluesveteranen Otis Rush und Willie Dixon vertreten. 2007 und 2008 erschienen die Blues-Rock-Alben Close as You Get und Bad for You, Baby, die neben eigenen Kompositionen auch Coversongs enthalten und wieder etwas schnellere Bluesstücke wie beispielsweise Thirty Days aufgreifen. Gary Moore bestritt zuletzt 2007 und 2009 Tourneen in Deutschland.

Ende 2009 erklärte Gary Moore in einem Interview in Budapest, dass er nur noch ein Blues-Album aufnehmen und damit die Verpflichtungen gegenüber seiner Plattenfirma Eaglerock erfüllen werde. Danach sollte ein Celtic-Rock-Album im Stil von Wild Frontier (1987) folgen. Dazu strebte er eine Zusammenarbeit mit der irischen Folkband The Chieftains an. Bereits 2005 erklärte Moore gegenüber dem japanischen Magazin Burrn, dass er einige Stücke verfasst hätte, jedoch benötige ein Album eine längere Vorbereitungszeit.

Gary Moore wurde am 6. Februar 2011 im Alter von 58 Jahren tot in einem Hotelzimmer im spanischen Estepona (Costa del Sol) aufgefunden. Laut Moores offizieller Website verstarb er an einem Herzinfarkt, den er erlitten hatte, während er schlief.

Urheberrechtsstreit um Still Got The Blues

Am 12. Dezember 2001 verklagte der Gitarrist Jürgen Winter, ein Mitglied der Krautrock-Gruppe Jud’s Gallery (1970–1974), Gary Moore wegen der künstlerischen Urheberschaft seines Stücks Still Got the Blues. Hintergrund ist der Vorwurf, dass Moores Hit Still Got the Blues ein Plagiat des Stücks Nordrach von Winter sei, das am 29. März 1974 in den SWF-Studios in Baden-Baden aufgenommen wurde, jedoch bis zum Jahr 1999 nie auf Tonträger erschienen war. Dabei geht es um die Entlehnung der Gitarrenpassage am Ende des Stückes Nordrach – diese Sequenz bilde das Hauptthema des Songs Still Got the Blues. Das Landgericht München I hat am 3. Dezember 2008 festgestellt, dass aufgrund „frappierender Übereinstimmungen beider Stücke“ von einer Übernahme auszugehen sei. Der Antrag Winters, Aufführung und Verbreitung des Stücks durch Moore gerichtlich zu untersagen, wurde allerdings abgelehnt. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Die Höhe eventueller Schadenersatzansprüche ist nach Inkrafttreten des ersten Urteils in einem weiteren Verfahren zu klären. Gary Moore legte Berufung gegen das Urteil des Landgerichts München ein, in nächster Instanz muss nun das Oberlandesgericht München über den Fall entscheiden.

Equipment

Im Laufe der Jahre spielte Moore auf den unterschiedlichsten Gitarren. Neben den drei Gitarren, die er von dem Bluesbreakers- und Fleetwood Mac-Gitarristen Peter Green erworben hatte (eine 1959er Gibson Les Paul, eine 1961er Fender Stratocaster sowie eine Gibson Les Paul Junior), spielte er auf Modellen von Charvel, Ibanez, Hamer, Jackson, PRS und Heritage. Für gewöhnlich setzte Moore Verstärker des Herstellers Marshall ein, die in Verbindung mit den Les-Paul-Gitarren den bekannten, druckvollen Klang erzeugen.

Gary Moore war eigentlich Linkshänder, er spielte jedoch Rechtshänder-Gitarren, die er auch wie ein Rechtshänder bediente (Anschlag mit der rechten Hand, Griffhand links).

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