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Die Stoner-Rock-Band aus Deutschland meldet sich nach drei Jahren mit einem Kracher-Album zurück!

Drei Jahre sind ins Land gezogen. Eine verdammt lange Zeit, vor allem für eine Band, die noch nicht in aller Munde ist. Leider, denn ELECTRO BABY liefern beständig Qualität ab, was sie mit ihrem selbstbetitelten Album vor drei Jahren schon unter Beweis gestellt haben. Musikalisch knüpft das Quintett dort an, wo es aufgehört hat: Stoner Rock mit einer ordentlichen Prise Alternative und Death Metal, zumindest was einige Vocalparts angeht. Hinzugekommen ist ein Hauch BLACK SABBATH und DEEP PURPLE, was jedoch nur hier und da mal aufblitzt.

Die Verpackung ist diesmal eine andere. Denn während das Mädel auf dem selbstbetitelten Dreher von einem Russ Meyer-Streifen hätte stammen können, erinnert das Artwork von “Speye” an Edgar Wallace und ist mit schwarz-weiß farblich sehr sparsam gehalten. Was den Kontext angeht, so könnte man denken, dass die Truppe ein Konzeptalbum am Start hat. Zumindest erzählt allein die Tracklist eine in sich geschlossene Geschichte.

In musikalischer Hinsicht haben sich auch einige Tracks mit Überlänge eingeschlichen, die bei sieben bis acht Minuten angesiedelt sind. Ansonsten bewegt sich die Truppe bei fünf Minuten, wobei beide Extreme ihnen gut zu Gesicht stehen. Während die ersten drei Tracks coolen, groovebetonten Stoner Rock bieten, stellt 'Demon Eyes' ein Novum dar. Der Anfang ist balladesk und erinnert an den BLACK SABBATH-Klassiker 'Planet Caravan', um nach knapp zwei Minuten mit tiefem Death-Metal-Geröchel einzusteigen und in eine coole Rocknummer überzugehen, um mittendrin wieder das Tempo zu drosseln. Dabei kommt der Frontmann El Matador besonders gut zur Geltung, der auf der einen Seite seinen Stimmbändern zuckersüße Melodien entlockt und sich auf der anderen Seite wie Marc Grewe (MORGOTH) in den tiefsten Untergrund röchelt. Besonders auffällig ist, dass die Truppe im Songwritingbereich ihre Hausaufgaben gemacht hat und mit noch mehr Abwechslung die Nummern gestaltet. Natürlich dürfen auch klassische Rocker wie 'She's Hellfire' im Repertoire nicht fehlen und werden auch live den Funken zum Überspringen bringen. Doch eine Nummer wie 'Traveller In Time', welche - wie das bereits angesprochene 'Demon Eyes' - langsam anfängt, um sich nach und nach zu steigern und obendrein mit sirenenhaften, weiblichen Vocals glänzen kann, wäre auf dem Vorgänger nicht möglich gewesen. Ebenso 'Children Of A New Believe', welches mittendrin mit Geklimper á la 'Soldiers Of Fortune' glänzen kann, um danach wieder an Fahrt aufzunehmen, sodass einem kübelweise die wohligen Schauer auf über den Rücken prasseln.

Wie ihr seht, bin ich von den Neuerungen im Bandsound begeistert, aber auch die übrigen Tracks fallen nicht ab und können gegen den Vorgänger locker anstinken. Freunde des Vorgängers kommen nicht umhin, sich auch diese Scheibe ins CD-Regal einzusortieren. Und mal unter uns: Wenn ELECTRO BABY nächstes Mal an das Niveau dieser Scheibe anknüpfen, bin ich gerne bereit, weitere drei Jahre dafür in Kauf zu nehmen.

Anspieltipps: Demon Eyes, She's Hellfire, Traveller In Time, Children Of A New Believe, In The Shadows

Note: 9.0 / 10
Tolga Karabagli, 26.5.2010

Quelle: Powermetal.de

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