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Metropolis Pt. 2: Scenes from a Memory wurde 1999 veröffentlicht und ist Dream Theaters fünftes Studioalbum und gleichzeitig ein Konzeptalbum. Es wird von vielen Fans als das Meisterwerk von Dream Theater angesehen.

Das Album erzählt die Geschichte des fiktiven Nicholas, der von wiederkehrenden Träumen geplagt wird, weshalb er bei einem Hypnosetherapeuten (dem „Hypnotherapist“) Hilfe sucht. In den Träumen taucht wiederholt eine junge Frau auf, die, wie sich herausstellt, Victoria Page heißt und als Nicholas wiedergeboren wurde. Victoria war mit Julian Baynes, auf den in den Texten teilweise unter dem Pseudonym „The Sleeper“ Bezug genommen wird, liiert, trennte sich jedoch aufgrund seiner Spiel- und Alkoholsucht. Sie suchte Trost bei seinem Bruder, Senator Edward Baynes, dessen Pseudonym „The Miracle“ ist.

Als Victoria jedoch erkennt, dass sie Julian noch immer liebt, vereinbart sie mit ihm ein geheimes Treffen. Bei diesem Treffen an einem Freitagabend im Jahre 1928, werden sie von Edward überrascht, der seinen Bruder und Victoria (nach den vorhergehenden Worten „Open your eyes, Victoria!“) ermordet. Edward lässt es allerdings so aussehen, als ob Julian der Mörder wäre, der nach der Tat Selbstmord begangen hat, und sagt aus, dass er nur hilflos zusehen konnte als er – nachdem er ein „entsetzliches Geräusch“ hörte – zum Tatort eilte, was ihm von den Behörden auch geglaubt wird. Somit hat Edward sein Ziel erreicht und entkommt ungestraft.

Nicholas erwacht zwar erschrocken und traurig über das Schicksal der jungen Victoria, jedoch glücklich darüber, dass die Seele weiterzuleben scheint (wie der Titel The Spirit Carries On zelebriert), aus der Hypnose und fährt nach Hause.

Dort wird er vom Hypnosetherapeuten überrascht, mit den Worten „Open your eyes, Nicholas!“. Die Tatsache, dass dies dieselben Worte sind, mit denen Edward Victoria umbrachte, wird von vielen so interpretiert, dass der Hypnosetherapeut die Wiedergeburt von Edward Baynes sein könnte. Bestätigt wird dies durch das Ende der Live-DVD Metropolis 2000: Scenes from New York, auf dem einige Szenen der Geschichte von Schauspielern nachgespielt werden. Als der Hypnosetherapeut diese Worte in die Kamera sagt, wird für den Bruchteil einer Sekunde das Gesicht von Edward hineingeschnitten. Als Nicholas darauf einen erschrockenen Schrei ausstößt, ist ebenso kurz eine Aufnahme von Victoria zu sehen.

Nach Angaben von Mike Portnoy gehörte der Film Schatten der Vergangenheit (Originaltitel: Dead Again) aus dem Jahr 1991 zu den Vorlagen für das Album.

Aus dem Titel des Albums ist zu erschließen, dass Metropolis Pt. 2: Scenes from a Memory eine Fortsetzung des Stückes Metropolis Pt. 1: The Miracle and the Sleeper vom Album Images & Words, dem zweiten der Band, ist. Der erste Teil wurde jedoch ursprünglich ohne die Absicht zur Fortsetzung geschrieben und das „Part 1“ im Titel hinzugefügt, ohne dass es eine besondere Bedeutung hatte.

Das Konzept wurde von Mike Portnoy und John Petrucci entwickelt. Sie schrieben auch alle Texte, bis auf „One Last Time“ von James LaBrie und „Fatal Tragedy“ von John Myung. Die Musik hat die Band gemeinsam, jedoch ohne James LaBrie, komponiert. Es ist das erste Album mit dem Keyboarder Jordan Rudess. Aufgrund der Tatsache, dass schon zu Zeiten des Albums "Falling into Infinity" am Nachfolger zu Metropolis Part: 1 gearbeitet wurde, kann man davon ausgehen, dass Rudess-Vorgänger, Derek Sherianian, ebenfalls einen nicht unerheblichen Beitrag zu den Kompositionen geleistet hat, zumindest was das Grundgerüst betrifft.

Musikalisch hängt Metropolis Pt. 2 eng mit dem ersten Teil zusammen. So werden bekannte Themen, Riffs und Licks aus dem ersten Teil in den instrumentalen Stücken sowie in „Home“, das auch textlich einige Zitate des ersten Teils enthält, eingebaut. Auch innerhalb des Albums treten bestimmte Motive und ihre Variationen immer wieder auf, was neben dem thematischen Zusammenhang der Stücke auch einen musikalischen schafft. Schon in „Metropolis Pt. 1“ wird von „a scene from a memory“ gesprochen. Ein weiterer Verweis auf den Zusammenhang zwischen „Metropolis Pt. 1“ und „Metropolis Pt. 2“ ist die Zeile „There must be the third and last dance, this one will last forever“ aus „Metropolis Pt. 1“ die als Titel des Instrumentals „The Dance of Eternity“ auf „Metropolis Pt. 2“ wieder auftaucht. Dieser Zusammenhang wird dadurch verstärkt, dass die Stücke fließend ineinander übergehen, sodass kaum eine hörbare Trennung zwischen ihnen besteht. Das musikalische Spektrum des Albums ist relativ breit und reicht von ruhigen, balladenartigen Passagen bis zu harten Abschnitten, in denen die Einflüsse des Metal deutlich werden. In den meisten Stücken kommen alle in der Band vertretenen Instrumente und Gesang zum Einsatz, es gibt aber auch rein instrumentelle Stücke („Overture 1928“ und „The Dance of Eternity“) sowie Stücke und Abschnitte, in denen nur das Klavier oder eine Gitarre den Gesang begleiten. Den Text des ersten Teils zu verstehen, ist eigentlich erst seit dem Erscheinen dieses Albums möglich, da es quasi eine „Auflösung“ in die Thematik der Reinkarnation hinein enthält.

Auf der Tournee im Jahr 2000 spielten Dream Theater das gesamte Album live. Auf dem Livealbum Live Scenes From New York und der DVD Metropolis 2000 ist die Umsetzung zu hören, bzw. zu sehen.

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