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Biografie

Es gibt mehrere Künstler mit dem Namen Cochise:

1) Cochise war eine britische Folk Rock-Band, die 1969 gegründet wurde. Die Gruppe veröffentlichte drei Alben, ein gleichnamiges (1970), "Swallow Tales" (1971) und "So Far" (1972).

Bandmitglieder:

Stewart Brown - Vocals, Guitar
B.J. Cole - Steel Guitar
Mick Grabham - Guitar, Keyboards, Vocals
Rick Wills - Bass, Vocals
John Willie Wilson - Drums
Steve Marriott - Piano, Vocals
Roy O'Temro - Drums

Nach der Auflösung der Band veröffentlichte Mick Grabham 1972 ein Soloalbum und schloss sich im folgenden Jahr Procol Harum an. B.J. Cole nahm 1972 ebenfalls ein Soloalbum auf, bevor er als Sessionmusiker mit Bands wie Uriah Heep spielte. Stevie Marriott spielte bei The Small Faces und Humble Pie und veröffentlichte ebenfalls mehrere Soloalben.

2) Cochise war eine deutsche Musikband aus Dortmund, die sich Ende der 1970er Jahre bis Ende der 1980er Jahre mit politischen Pop und Folksongs einen Namen machte und vor allem in der linksalternativen Szene der Neuen Sozialen Bewegungen populär war. Benannt hat sich die Band nach Cochise, einem indianischen Häuptling.

Allgemein

Die Folk-Rock-Band Cochise wurde 1979 in Dortmund gegründet und wurde bereits nach einem halben Jahr mit zahlreichen Konzerte im ganzen Bundesgebiet als "die Band der Alternativ-Bewegung" in der Bundesrepublik Deutschland angesehen. In einer ihr eigenen Form verband die Gruppe die politischen Inhalte der 70er und 80er Jahre mit einer kraftvoll-lustbetonten Musik und dem aufbegehrenden Lebensgefühl der Achtundsechziger-Generation. Politisch im linksradikal-anarchistischen Spektrum angesiedelt, verstand sich Cochise als eine Band "aus der Bewegung für die Bewegung".

Der Name Cochise, entlehnt von einem Apachen-Häuptling, war Programm und verband den ungestümen Willen der sozialen Bewegungen, gegen die als allmächtig empfundene Staatsgewalt anzukämpfen, mit den Gedanken und Forderungen der sich formierenden Ökologie- und Friedensbewegung. So war Cochise fast ein Jahrzehnt lang an den politischen Brennpunkten Deutschlands zu finden, so etwa in Mutlangen, bei den Häuserkämpfen im Ruhrgebiet, an der Startbahn West, am AKW Hamm-Uentrop und in Wackersdorf.

Durch ihre radikale Kritik an der herrschenden Politik kamen die Cochise-Musiker selbst immer wieder in Konflikt mit Polizei und Gerichten und wurden nahezu vollständig von den Medien boykottiert. Ihr enormer Erfolg erscheint gerade deshalb aus heutiger Sicht kaum mehr vorstellbar. Rund 1.000 Konzerte in 9 Jahren und mehr als 120.000 verkaufte Tonträger ohne jegliche Werbung oder Medienunterstützung waren die Begleiterscheinungen eines Mythos, der auch 15 Jahre nach den letzten Konzerten immer noch anhält.

In dem kleiner gewordenen linksradikal-anarchistischen Spektrum sind die Cochise-Lieder nach wie vor aktuell, da die Fragen, mit denen sich die Band auseinandersetzte, weiterhin als ungelöst angesehen werden. Die von Cochise erlebten und künstlerisch verarbeiteten gesellschaftlichen Probleme und empfundenen Ungerechtigkeiten gelten hier weiter als aktuell. Dennoch hat keine Gruppe die Lücke gefüllt, die Cochise in der Musik- und Politszene Deutschlands hinterlassen hat.

Mittlerweile wurden alle Cochise-Tonträger als CDs, teilweise mit Bonusmaterial, wiederveröffentlicht.

Geschichte

Die Anfänge

Die Vorgeschichte von Cochise beginnt im Folk-Revival Mitte der 70er Jahre. In Dortmund wurde von Studenten nahe dem Revierpark Wischlingen ein erstes Haus besetzt und die Forderung nach einem autonomen Jugendzentrum erhoben. Durch die zunehmende Politisierung der Jugendbewegung sowie das Bedürfnis nach konkreten, kritischen Texten und einer härteren Musik entstand die Gruppe Anfang 1979 zuerst noch als halbe Folk-Besetzung mit Pit Budde an der Gitarre, Klara Brandi an Flöte und Bass, Michael Hager an der Oboe und Günther Holtmann an der E-Gitarre.

Schon nach wenigen Konzerten erhielt die Gruppe den Auftrag, die Musik für das Jugendtheaterstück "Rolltreppe abwärts" zu schreiben, allerdings mit der Auflage, einen Schlagzeuger und einen Techniker in die Band zu holen. So kamen Peter Freiberg und Philipp Nadolny zu Cochise und es entstand die Ouverture zum Theaterstück, die als Erkennungsmelodie fast alle Cochise-Konzerte in den nächsten Jahren eröffnete: "Rolltreppe abwärts".

Ende 1979 erschien die erste Cochise-LP mit dem Titel "Rauchzeichen", noch ganz im Folk-Stil. Verschiedene Lieder wie "Was kann schöner sein auf Erden", "Ballade von der Hester Jonas" und "Rauchzeichen" wurden zu Klassikern der Folk-, Öko- und Friedensbewegung. Die LP wurde in kürzester Zeit zum Hit, die Gruppe zum gefragten Live Act in Clubs, bei Politveranstaltungen und Festivals in der gesamten Bundesrepublik. Für die Band begann ein exzessives Tourleben, das erst 1988 endete.

Die zweite LP von Cochise, "Wir werden leben", stand bereits im Zeichen der sich zuspitzenden politischen Auseinandersetzungen. Peter Freiberg hatte die Gruppe in Richtung Solokarriere und Band Conditors verlassen und Michael Hager konzentrierte sich wieder voll auf sein Musikstudium. Für die beiden kamen Tom Kühn (Schlagzeug) und Martin Buschmann (Keyboards, Saxophon) in die Band. Der Titelsong der LP ist die radikalisierte Form eines Slogans der Friedensbewegung: "Wir wollen leben". Doch diese als zu angepasst empfundene Formulierung genügte der Gruppe nicht. Songs wie "Jetzt oder nie, Anarchie!", aber auch das Baggersee-Lied "Letztn Somma warn wa schwimmn" oder die Neil-Young-Übertragung "Die Indianer sind noch fern" wurden Szene-Hits.

Hochzeit

1982, mitten in der "heißen Phase" der Hausbesetzungen im Ruhrgebiet und der Straßenschlachten um die Startbahn West, erschien die dritte LP "Unter Geiern". Das Schlagzeug bediente mittlerweile Gert Rickmann-Wunderlich und am Mischpult saß Walter Speckmann, beide waren Cochise-Freunde aus der Initiative Rock gegen Rechts. Die Musik dieser LP ist hart, teilweise punkig. Die direkten Erfahrungen von den Verhaftungen und politischen Prozessen spiegeln sich in den Liedern wieder. "Frontberichterstattung" urteilten Außenstehende, doch dies wurde teilweise auch von der Band so gesehen. Lieder wie "Der Henker", "Du kotzt mich an" oder "Bildet Banden" waren hierfür Beispiele. Ebenfalls 1982 erschien im Heupferd Verlag das Cochise-Songbook „die ERDE war nicht IMMER so…“. Alle Lieder der drei ersten LPs, viele Fotos, Zeitungsartikel, Comix und Kommentare machten das Buch zu einem Zeitdokument der politischen Kulturszene.

1983 spielte Cochise eine Instrumental-LP mit Kompositionen von Pit Budde ein: "Der Puma zieht nach Norden". Im gleichen Jahr nahm die Band mit dem Kinderliedermacher Klaus W. Hoffmann die LP "Wenn der Elefant in die Disco geht" auf, die noch heute als eine der wichtigsten Produktionen mit modernen Kinderliedern angesehen wird.

Ein Höhepunkt war der Auftritt von Cochise bei der Friedensdemonstration gegen den NATO-Doppelbeschluss in Bonn vor 300.000 Menschen. Doch markierten die Großkundgebungen auch gleichzeitig einen Wendepunkt der Bewegung. Alternative und Friedensbewegte wurden als Konsumenten entdeckt und die linke Politkultur differenzierte sich aus.

Als eine von nur wenigen Bands blieb Cochise der Vermarktung fern und veröffentlichte 1984 seine vierte LP erneut auf dem Kleinlabel Wundertüte: "Die Erde war nicht immer so". Dorle Ferber war für Martin Buschmann zur Gruppe gekommen und brachte mit ihrer Geige eine neue Klangfarbe in den Cochise-Sound. Der Titelsong wurde zur Hymne, "Schnee zu Ostern" und "Lacht mich ruhig aus" reflektierten den Zeitgeist und deuteten das Abklingen der politischen Bewegung an.

1985 wurde in erweiterter Besetzung die fünfte LP "Cochise Live" eingespielt. Als Gäste wirkten Martin Paul von Ton Steine Scherben, Büdi Siebert und Jo Koinzer mit. 1987 entstand die sechste Cochise-LP "Wie die Maus zum Adler wurde“, eine indianische Geschichte mit akustischer Musik. In Komposition und Texten fand sich die Auseinandersetzung mit indianischer Spiritualität wieder.

Ende

Für einige Monate waren Andreas Held (Schlagzeug) und Eckard Freund (Gitarre) Cochise-Mitglieder. 1988 ging Cochise dann zum letzten Mal auf Tour - in der Besetzung, die den Charakter der Band am intensivsten geprägt hatte: Klara Brandi, Dorle Ferber, Pit Budde, Günther Holtmann, Gert Rickmann-Wunderlich und dazu Walter Speckmann als Techniker. Während dieser Abschieds-Tour produzierte Cochise die siebente LP "Trail`s End" mit Live-Aufnahmen und Stücken, die in der Garderobe und sogar im Hotelzimmer eingespielt wurden.

Noch einmal trafen sich die ehemaligen Cochise-MusikerInnen Klara Brandi, Pit Budde, Michael Hager sowie Walter Speckmann mit dem Perkussionisten Martin Hesselbach zu einem CD-Projekt von Pit Budde mit Instrumentalmusik und veröffentlichten als „Puma X“ 1990 die CD „artificial paradise“. Ebenfalls 1990 erschien von Pit Budde das Songbook „Spiel der Zeit“ mit Liedern aus der Spätphase von Cochise. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Wege der Cochise-Musiker jedoch schon getrennt.

Pit Budde ist derzeit (Februar 2007) gemeinsam mit dem türkischen Musiker und Sänger Ahmet Bektas in Deutschland auf Tour. Das Programm trägt den Titel: Durch die Wüste - Songs von Cochise.

Veröffentlichungen

Alben

* 1973 - Für ein freies Jugendzentrum (Trikont)
* 1979 - Rauchzeichen (Folk Freak)
* 1980 - Wir werden leben (Folk Freak)
* 1981 - Unter Geiern (Wundertüte)
* 1983 - Der Puma zieht nach Norden (Wundertüte)
* 1984 - Die Erde war nicht immer so (Wundertüte)
* 1985 - Cochise Live (Wundertüte)
* 1988 - Wie die Maus zum Adler wurde (Krähenmusik)
* 1988 - Heimliche Hits (Best Of; Wundertüte)
* 1989 - Trails End (Wundertüte)
* 1990 als Puma X - Artificial Paradise (Energie)
* 1996 - Rauchzeichen (Rerelease auf Blue Bowl)
* 1996 - Wir werden leben (Rerelease auf Blue Bowl)
* 1997 - Unter Geiern (Rerelease auf Blue Bowl)
* 1997 - Die Erde war nicht immer so (Rerelease auf Blue Bowl)
* 2002 - Cochise live (Rerelease auf Jump up/Conträr)
* 2003 - Wie die Maus zum Adler wurde (Rerelease auf Jump up)
* 2003 - Trails End (Rerelease auf Jump up)

Beiträge auf Samplern

* 1979 - Mein Job wird immer härter (Falkenscheiben)
* 1981 - Wir wollen leben (Folk Freak)
* 1983 - Schöner Wohnen (abba fix)
* 1983 - Für die Indianer (Wundertüte)
* 1984 - Live in Papenburg
* 1986 - Vom Folk zum Rock
* 2000 - Break the Chain (Misereor)

Literatur

* Die Erde war nicht immer so (Buch), Heupferd, 1986
* Spiel der Zeit (Songbook), Heupferd, 1990

3. Terrell "Cochise" Cox isT ein Rapper, der bei Columbia Records unter Vertrag steht.

4. Eine seit 2004 existierende polnische Rockband.

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