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Als die Vorankündigung der The Revival Tour 2011 reinflatterte, war man sich innerhalb von Minuten bereits sicher, dass ein Abend mit Chuck Ragan, Brian Fallon, Dan Andriano und Dave Hause ein Konzert-Highlight des Jahres werden wird. Doch dass man trotz dieser enormen Erwartungen im Vorfeld die Kölner Live Music Hall an diesem Mittwochabend mit einem so breiten Lächeln verlassen wird, konnte man vorher wirklich nicht ahnen…

Es gibt Konzerte, bei denen man eine Vorahnung hat, dass es ein perfekter Abend werden wird. Da wirft man nach einem langen Tag an der Universität oder auf der Arbeit die Tasche in die Ecke, macht noch einmal die Musik an, zieht sich um, geht los und merkt bereits beim Öffnen der Bierflasche für den Weg, dass das Bier heute anders schmeckt. Besser. Richtiger. Die Wartezeit vor dem Konzert, das Abgeben der leider wieder dicker gewordenen Jacke an der Garderobe und was man sonst noch so macht, sind aus der Erinnerungen gestrichen, weil sie mit enormer Geschwindigkeit vorbeiziehen. Erst als dann endlich die Hallenbeleuchtung gedimmt wird und die ersten Töne erklingen, ist man endlich im Hier und Jetzt. Herzlich Willkommen zur The Revival Tour 2011.

Es beginnt wie man es sich gewünscht hat, in kompletter Harmonie. Chuck Ragan, Brian Fallon, Dan Andriano und Dave Hause stehen an ihren Mikrofonen am vorderen Rand der Bühne mit den Westerngitarren in den Händen, Jon Gaunt an der Fidel und Joe Ginsberg am Kontrabass besetzen die zweite Reihe, während sie gemeinsam mit „Nomad by Fate“ vom neuen Chuck Ragan-Album Covering Ground den Abend eröffnen. Direkt wird klar, wieso Chuck im Vorfeld von Kameradschaft und einer Verbindung durch die Musik gesprochen hat: Die Stimmen greifen perfekt ineinander, die Kraft der vier Gitarren unterlegt mit dem Zupfen des Kontrabass und den überbrückenden Fidel-Melodien erzeugen ein Gefühl aus Nostalgie und Vertrautheit und die Blicke der Musiker untereinander beweisen ehrliche Freundschaft. Eine Mischung aus Pathos und dem Geruch von Sägemehl.

In vier Akten, in denen jeder der Akteure seine eigenen Songs vorstellt, mal mit Hilfe der anderen mal ohne, werden dramaturgische Grundsteine gelegt, das Personal vorgestellt, das Publikum für sich eingenommen und das ganz ohne V-Effekt. Dave Hause ist der Sympathisant, Dan Andriano der Gefühlvolle, Brian Fallon der Romantiker und Chuck Ragan der Kämpfer. Und obwohl alle Künstler ihre Vorzüge haben, scheinen doch viele Zuschauer einzig und allein dem Auftritt Brian Fallons entgegenzufiebern, der jedoch ohne Frage zum Höhepunkt des Abends wird. Anfangs noch in Begleitung seines Horrible Crowes-Kollegen Ian Perkins für die Songs „Black Betty & The Moon“, „I Witnessed A Crime“ und „Ladykiller“, später dann alleine auf der Bühne mimt der The Gaslight Anthem-Sänger die Rolle des perfekten Alleinunterhalters. Er scherzt, erzählt Geschichten über seine Frau und seinen Hund, leidet in seinen Songs und strahlt Sicherheit und pure Sympathie gleichzeitig aus. Zusätzlich merkt man einmal wieder, was diese Lieder doch alles für Hits sind. Spätestens wenn die ganze Truppe zu „American Slang“ wieder alle gemeinsam vor dem Publikum stehen und einige Lieder später mit „Revival Road“, dem Song zur Tour, das Konzert beenden.

Was von diesem Abend bleibt, ist die Erkenntnis, dass es in der Musik trotz des stetig wachsenden Erfolges elektronischer Stilmittel und zusätzlich überladender Effekthascherei, nur zwei Dinge braucht, um Gefühle zu transportieren und in kompletter Perfektion zu enden: Eine einfache Westerngitarre und eine Person, die ihre Gefühle in Worte verpacken kann und ehrlich genug ist, andere Menschen daran teilhaben lassen zu wollen. Wer die ganzen Superlative nicht glaubt, darf sich gerne von der dieses Konzertes überzeugen lassen. Der Rest stürmt hoffentlich ab diesem Punkt zu seinem Plattenregal und legt die „No Division“ von Hot Water Music auf. Alles andere würde keinen Sinn machen. „fare thee well old friends / fare thee well we go / burning up fuel and road / oh but bet your stars one day / we'll return for revival, sin and soul”

Setlist des Abends
Intro
Nomad By Fate
Me and Denver
Great Expectations
Prague (Revive Me)
— Dave Hause —
Time Will Tell
Pretty Good Year
Pray For Tuscon
Resolutions
Jane
Melanin
Trusty Chords
C’Mon Kid
It’s What You Will
Let It Rain
— Chuck Ragan —
Cut Em Down
Nothing Left To Prove
You Get What You Give
Irish Washerwoman
For Broken Ears
Between The Lines
Meet You In The Middle
The Boat
— Dan Andriano —
Every Thug Needs A Lady
Another Innocent
Hollow Sounds
It’s Gonna Rain
Hurricane Season
This Light
The First Eviction Notice (Lawrence Arms)
Blue Carolina
Emma
Crawl
From This Oil Can
— Brian Fallon —
Black Betty & The Moon
I Witnessed A Crime
Ladykiller
The Diamond Church Street Choir
Old White Lincoln
Boxer
Here’s Looking At You
Blue Jeans White T-Shirts

American Slang
On The Bow
The Bridge
I Was A Prayer
California Burritos
59 Sound
Revival Road

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