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Biografie

Camel ist eine seit 1971 bestehende britische Rock-Gruppe um Sänger und Gitarrist Andrew (Andy) Latimer. In den 1970er Jahren spielte Camel vor allem Progressive Rock. Bekannt wurde die Band durch ihre melodischen Kompositionen mit langen Instrumentalteilen. Hier tat sich besonders Bandleader Andrew Latimer durch sein signifikantes Gitarren-und Flötenspiel hervor.

In den 1980er Jahren näherte sich Camel mit kürzeren und prägnantern Titeln mehr dem "Mainstream" der Rock- und Pop an. In den 1990er Jahren kehrte man aber nach einigen personellen Wechseln zu den progressiven Ursprüngen der Band zurück und erweiterte sie teilweise um eine folkloristische Komponente.

Gegründet wurde Camel, als Peter Bardens zu der aus Andrew Latimer, Andy Ward und Doug Ferguson bestehenden Band The Brew stieß. Schnell änderte man den Bandnamen in Camel und spielte zum ersten mal vor größerem Publikum im Waltham Forest Technical College zusammen mit der Band Wishbone Ash.

Ihr erstes Album "Camel" veröffentlichte Camel im Jahre 1972 bei dem Label MCA Records. Nach dem finanziellen Misserfolg der ersten Aufnahmen wechselten sie zu Decca Records. Dort veröffentlichten Camel 1974 ihr zweites, weitaus erfolgreicheres Album "Mirage", welches heute als unumstrittener Klassiker der Band gilt. In den folgenden zwei Jahren wurden die ebenso erfolgreichen Alben "The Snow Goose" und "Moonmadness" veröffentlicht.

Die Bandgeschichte Camels ist geprägt von personellen Wechseln, wobei Latimer die einige Konstante der Band darstellt. So stieß im Jahre 1976 Saxophonist Mel Collins zur Band, Gründungsmitglied Doug Ferguson hingegen verließ ein Jahr später Camel.

1981 verließ Schlagzeuger Andy Ward wegen Alkoholproblemen die Band. Der offiziellen Version nach hatte er sich einen komplizierten Handwurzelbruch zugezogen. Daraufhin legten Camel eine kreative Pause ein. Ein Jahr später, 1982, formierte man sich mit Andrew Latimer, Kit Watkins, Andy Dalby, Chris Rainbow, Stuart Tosh und David Paton neu und spielte das Album The Single Factor ein, welches musikalisch einen Umbruch bedeutete. Die Band wandte sich mehr und mehr von ihren Wurzeln im Progressive Rock ab und widmete sich einfacheren Hits.

In den 90er Jahren zog Latimer in die USA und veröffentlichte mit "Dust and Dreams" das erste Album unter seinem eigenen Label Camel Productions. Ein Konzeptalbum, das auf der Geschichte „Fruits of Wrath“ (Früchte des Zorns) basiert. Am 14.Dezember 1994 gab Camel zusammen mit Caravan ein Konzert.Daraus resultiert ein Livemitschnitt! Titel der CD " Camel & Caravan - Live - 14.December 1994. Nach einer ausgedehnten Tournee im Jahre 1997 produzierten Camel 1999 ihr Album "Rajaz" in der Besetzung Andrew Latimer, Dave Stewart, und Colin Bass.

2002 widmete Andy Latimer das Album "A Nod And A Wink" seinem alten, im selben Jahr verstorbenen Kollegen Peter Bardens. 2003 folgte eine weitere Tournee. Ausschnitte davon sollen in Zukunft eventuell auf DVD und CD veröffentlicht werden. Seit 1992 ist Andy Latimer an der Blutkrankheit Polycythaemia vera (PV) erkrankt, die inzwischen eine Myelofibrose nach sich gezogen hat.

2013 tourte Camel durch Europa. Drei der zehn Konzerte fanden Ende Oktober 2013 in Deutschland statt. Im März 2014 fand eine zweite Europa-Tournee statt, die durch die Niederlande, Belgien, Deutschland, England, Portugal, Spanien und Italien führte.

Diskographie:
1973 - Camel
1974 - Mirage
1975 - (Music Inspired By) The Snow Goose
1976 - Moonmadness
1977 - Rain Dances
1978 - Breathless
1978 - A Live Record (live)
1979 - I Can See Your House From Here
1981 - Nude
1982 - The Single Factor
1984 - Stationary Traveller
1984 - Pressure Points - Camel Live In Concert (live)
1991 - Dust And Dreams
1992 - On The Road 1972 (live)
1993 - Never Let Go (5. September 1992, Enschede, NL) (live)
1994 - On The Road 1982 (live)
1996 - Harbour Of Tears
1997 - On The Road 1981 (live)
1998 - Coming Of Age (13. März 1997, Billboard, Los Angeles, USA) (live)
1999 - Rajaz
2000 - Gods Of Light 73 - 75 (live)
2001 - The Paris Collection (30. Oktober 2000, Bataclan-Club, F) (live)
2002 - A Nod And A Wink

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