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Biografie

  • Geburtstag

    16. Oktober 1960 (60 Jahre alt)

  • Geboren in

    Malone, Franklin County, New York, Vereinigte Staaten

Bob Mould (* 16. Oktober 1960 in Malone, New York) ist ein US-amerikanischer Sänger, Songwriter und Gitarrist, der durch seine Tätigkeit bei Hüsker Dü und Sugar bekannt geworden ist. Als DJ tritt er zusammen mit Richard Morel unter dem Namen Blowoff auf. Als LoudBomb hat er ausschließlich elektronische Musik veröffentlicht.

Bob Mould zog in den 1970er Jahren nach St. Paul, Minnesota, um dort das Macalester College zu besuchen. Im dortigen Plattenladen Memory Lane lernte er Grant Hart und Greg Norton kennen, mit denen er 1978 Hüsker Dü gründete. Diese Band startete als Hardcore Punk-Band; entwickelte aber mit der Zeit einen Sound, der verzerrte Gitarren mit Melodien verband und so einer der Haupteinflüsse für den späteren Alternative Rock wurde. Hauptsongschreiber der Band waren zu gleichen Teilen Mould und Hart; diese entwickelten jedoch mit der Zeit eine tiefe Abneigung gegeneinander, die durch Drogenmissbrauch noch verstärkt wurde. Im Januar 1988 löste sich Hüsker Dü daher auf; seitdem war die Kommunikation zwischen beiden langfristig gestört. Mitte der 1980er Jahre wurde auch bekannt, dass Mould (ebenso wie Hart) homosexuell ist; allerdings waren die beiden nie ein Paar, wie oft behauptet worden ist.

Nach der Auflösung von Hüsker Dü nahm Mould zwei Soloalben auf. Workbook ist im Gegensatz zu seiner vorherigen Band ein weitgehend ruhiges Album; Black Sheets of Rain markiert eine Rückkehr zu einem verzerrten Gitarrensound. 1992 gründete er mit Malcolm Travis und David Barbe die Band Sugar, die sehr erfolgreich in der Alternative Rock-Szene war. Das Album Copper Blue wurde vom New Musical Express zum „Album des Jahres“ bestimmt. Im Jahre 1995 löste sich Sugar auf, da sich Barbe wieder mehr um seine Familie kümmern wollte. Mould begann danach wieder, Soloalben aufzunehmen. 1996 kam ein selbstbetiteltes Album und 1998 The Last Dog and Pony Show heraus, jeweils kombiniert mit Tourneen durch Amerika und Europa, teils ohne Begleitung durch eine Band.

Nach einem Umzug nach New York City begann Mould, sich zunehmend für elektronische Musik zu interessieren. Diese elektronischen Einflüsse waren sehr deutlich auf seinen folgenden Alben Modulate (2002) und Long Playing Grooves (2002) zu hören; letzteres nahm er unter dem Pseudonym LoudBomb auf, einem Anagramm seines Namens. Einer weiteren Leidenschaft, der er in diesen Jahren nachging, war Wrestling. So war er u.a. für die WCW als Ersteller von Storylines tätig. Wegen kreativer Differenzen verließ er jedoch nach kurzer Zeit die WCW.

Mit dem DJ Richard Morel aus Washington (D.C.) ist Mould Teil des DJ-Teams Blowoff und erstellte unter diesem Pseudonym u. a. Remixe für Bands wie Low, Rammstein und Interpol. 2004 kam es bei einem Benefizkonzert für den an Krebs erkrankten (und später verstorbenen) Bassisten der Band Soul Asylum, Karl Mueller, zu einer kleinen Reunion von Hüsker Dü. Am Ende eines Soloauftritts stand er für zwei Lieder wieder mit Grant Hart auf einer Bühne.

Im Jahre 2005 veröffentlichte Mould ein weiteres Soloalbum, Body of Song, auf dem auch Richard Morel, David Barbe (Sugar) und Brendan Canty (Fugazi) mitwirkten. Morel und Canty waren auch bei der nachfolgenden Tour dabei; der ersten seit 1998, die Mould mit einer Begleitband bestritt. Es wurden auch erstmals wieder Hüsker-Dü-Songs im Band-Kontext gespielt. Im Februar 2008 ist ein neues Soloalbum mit dem Namen "District Line" erschienen.

Diskografie (Solo)
1989: Workbook
1990: Black Sheets of Rain
1994: Poison Years (Compilation)
1996: Bob Mould
1998: The Last Dog and Pony Show
2002: Modulate
2002: Live Dog 98: The Forum, London UK (live)
2002: Long Playing Grooves (als LoudBomb)
2005: Body of Song
2008: District Line
2012: Silver Age
2014: Beauty & Ruin
2016: Patch the Sky
2019: Sunshine Rock
2020: Blue Hearts

www.bobmould.com
modulate.blogspot.com

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