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Biografie

  • Geburtstag

    5. Oktober 1951 (65 Jahre alt)

  • Geboren in

    Dún Laoghaire, County Dublin, Leinster, Irland

Robert Frederick Zenon Geldof (* 5. Oktober 1954 in Dun Laoghaire, Irland) ist ein irischer Musiker.

Geldof wurde zwar von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen, darf den Titel Sir jedoch nicht tragen; dieses ist Bürgern des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland oder eines Commonwealth Realms vorbehalten. Dies ist Geldof als Staatsangehöriger der Republik Irland nicht. Den honorary knighthood („Rittertitel ehrenhalber“) kann er lediglich durch ein dem Namen nachgesetztes „KBE“ (für Knight Commander of the British Empire) ausdrücken. Dennoch wird er speziell in Deutschland von Boulevardmedien oft fälschlicherweise als Sir Bob tituliert.

Bekannt wurde Bob Geldof Mitte der 1970er Jahre, als er als Sänger der Boomtown Rats einige musikalische Erfolge feierte. Ihr größter Hit war 1979 das Lied I Don't Like Mondays, das von einem Amoklauf handelt, der tatsächlich stattgefunden hat.

1982 gab Geldof ein kurzes schauspielerisches Gastspiel in der Hauptrolle des Musikfilms The Wall von Pink Floyd.

Im Oktober 1984 sah Geldof zufällig eine Fernsehdokumentation über die damalige Hungersnot in Äthiopien und beschloss spontan, etwas dagegen zu unternehmen. Er schreibt darüber in seiner Autobiographie:“I went home and switched on the television. I saw something that placed my worries in a ghastly new perspective. The news report was of famine in Ethiopia. That night I couldn't sleep. The images played and replayed in my mind. What could I do? Did not the sheer scale of the whole thing call for something more?” Zusammen mit dem Musiker Midge Ure von der Gruppe Ultravox schrieb Geldof das Lied Do they know it's Christmas? und rief das Projekt Band Aid ins Leben, um Geld gegen den Hunger in Äthiopien zu sammeln. Animiert durch den Erfolg des Projektes organisierte er 1985 das weltweite Konzert Live Aid, welches ihm, neben dem finanziellen Erfolg für die Sache an sich, die Ernennung zum Ritter durch Königin Elisabeth II. und eine Nominierung für den Friedensnobelpreis einbrachte.

Seine musikalische Karriere verfolgt Bob Geldof nun als Solokünstler. Er hat mittlerweile mehrere Alben veröffentlicht.

Die Boomtown Rats, für die Geldof nahezu alle Lieder schrieb, gelten als Erscheinung der New-Wave-Bewegung. Ihre ersten Alben können teilweise noch dem Punk zugeordnet werden – trotz des für diese Richtung eher untypischen Einsatzes von Klavier bzw. Keyboard. Zu Beginn der 1980er Jahre wurde die Musik jedoch poppiger. Auch auf Geldofs erstem Solo-Album „Deep In The Heart Of Nowhere“ (1986) setzte er diesen Stil noch fort, ab „Vegetarians Of Love“ (1990) waren dann deutlich mehr Folk-Einflüsse zu spüren, neben der dafür obligatorischen Akustik-Gitarre kamen Violine und Akkordeon verstärkt zum Einsatz. Dieses Album hatte im ganzen einen ruhigen Charakter, der auf „The Happy Club“ (1992) weitestgehend beibehalten wurde – nicht zuletzt durch die ähnliche Instrumentierung. Das nach langer Pause erschienene „Sex, Age & Death“ (2001) war kommerziell kein großer Erfolg.

Geldof war von 1986 bis 1996 mit der britischen Fernsehmoderatorin Paula Yates verheiratet. Sie lebten aber schon seit 1978 miteinander. Geldof und Yates bekamen drei Töchter, Fifi Trixibelle (* 1983), Peaches Honeyblossom (* 1989) und Pixie Frou-Frou (* 1990). Yates verließ Geldof 1995 wegen Michael Hutchence, Sänger der Gruppe INXS. Yates und Hutchence bekamen 1996 eine Tochter namens Heavenly Hirani Tiger Lilly.

Nach dem Selbstmord von Michael Hutchence erstritt sich Geldof das Sorgerecht für seine Kinder. Aufgrund dieser Erfahrungen engagiert er sich seit dem Jahr 2005 verstärkt für die englische Väterbewegung Fathers 4 Justice. Seit dem Tod von Paula Yates – sie starb an einer Überdosis Heroin – und einem Sorgerechtsstreit mit der Familie Hutchence ist Geldof auch Vormund von Tigerlily, die bei ihm und ihren Halbschwestern aufwächst.

Schon in den frühen 1980er war Bob Geldorf humanitär aktiv. U.a. zusammen mit Sting, Eric Clapton und Phil Collins beim Secret Policeman`s Concert (1982) für Amnesty International . Seit Mitte der 1990er Jahre setzt sich Geldof zusammen mit Bono von U2 für den Schuldenerlass für die Dritte Welt ein. Im Jahre 2005 organisierte er das Live-8-Konzert, welches als Neuauflage des Live-Aid-Konzertes aus dem Jahr 1985 gehandelt wurde. Das Live 8-Konzert fand am 2. Juli 2005 im Hyde Park in London sowie an acht weiteren Orten statt. Diese waren Johannesburg, sowie die Hauptstädte der G8-Staaten, Paris, Berlin, Rom, Philadelphia (anstelle von Washington D.C.), Tokio, Moskau und Barrie (anstelle von Ottawa). Am 31. Mai 2005 gab Geldof in einer Pressekonferenz erste Einzelheiten bekannt. Aufgrund seines humanitären Engagements wurde er schon in den 1980er Jahren als ein Anwärter für den Friedensnobelpreis gesehen. Der norwegische Abgeordnete Jan Simonsen schlug Geldof 2006 erneut für den Friedensnobelpreis vor.

Kurz vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 übernahm er für einen Tag die Redaktion über die Bildzeitung, um auf die schwierige politische Situation in Afrika aufmerksam zu machen.

Am Festival Rose d’Or wurde Bob Geldof 2005 mit dem Rose d'Or Charity Award ausgezeichnet. Bob Geldof wurde 2006 bei der Echo-Verleihung mit dem Sonderpreis der Deutschen Phonoakademie ausgezeichnet, wobei Campino, der Frontmann von Die Toten Hosen, der Laudator war.

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