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Biografie

Die Bläck Fööss sind eine Kölner Mundart-Musikgruppe.

Geschichte

Vor 1970 spielten die Mitglieder der Bläck Fööss in diversen Beat-Formationen, bevor sie als Stowaways ihre endgültige Besetzung fanden. Auf Karnevalsbällen spielte die Gruppe die Hits der Beatles, der Kinks und der Hollies, doch es gab natürlich auch Nachfrage nach Karnevalsliedern, und so entschloss man sich, auch auf Kölsch zu singen. Graham Bonney, mit dem die Band im Studio arbeitete, schlug ihnen vor, einen dieser Titel aufzunehmen. Doch die Band wollte ihren guten Namen als Beat-Gruppe nicht riskieren und so erfand man den Namen De Bläck Fööss (Die nackten Füße) als Parallelnamen, weil er sowohl Kölsch als auch Englisch klang. Die Single Rievkooche-Walzer (Reibekuchen-Walzer) verkaufte sich 2.000 Mal. Ihr zweiter Titel Drink doch eine met wurde von allen Plattenfirmen abgelehnt, weil man englisch gesungene Songs haben wollte. Schließlich veröffentlichte die Firma BASF in Ludwigshafen den Titel, der sofort ein Publikumserfolg wurde; kurze Zeit später bekam die Band einen Plattenvertrag vom Label EMI Electrola angeboten.

Bald war die Gruppe bei Karnevalssitzungen und -bällen sehr gefragt, nur die konservativen Karnevalsgesellschaften waren durch das Äußere der Gruppe irritiert: langhaarig, in Jeans und barfuß, um dem neuen Bandnamen gerecht zu werden (was man später wegen der Verletzungsgefahr durch Glasscherben wieder aufgab), tauchten die Bläck Fööss mit E-Gitarren und Verstärkern auf den traditionellen Karnevalsveranstaltungen auf.

Die Bandmitglieder Kafi Biermann, Bömmel Lückerath und Hartmut Prieß erhielten 2007 für ihr ehrenamtliches Engagement an Kölner Schulen, dortige Kinder an kölsche Musik heranzuführen, die „Kulturkamelle“ des Festkomitees Kölner Karneval.

Repertoire

In den 1970er und 1980er Jahren waren die Bläck Fööss die musikalischen Superstars des Kölner Karnevals. Zu ihren erfolgreichsten Stücken zählen M’r losse d’r Dom en Kölle, Et Spanien-Leed, In unserem Veedel und Drink doch eine met, die Evergreens geworden sind. Frankreich, Frankreich war mit Platz 9 der deutschen Charts ihr größter Hitparadenerfolg.

Die Gruppe hat ein weit über Karnevalsmusik hinausgehendes Repertoire, das zu großen Teilen von Hans Knipp getextet wurde und eine Mischung aus Schlager und Pop und auch Titel aus Jazz, Blues, Rock oder Reggae umfasst. Einige Songs der Bläck Fööss sind Coverversionen, deren Originale etwa von Ladysmith Black Mambazo, den Beatles, Hollies, Willi Ostermann oder auch Herbert Grönemeyer stammen.

Die Bläck Fööss behandeln auch ernste Themen wie beispielsweise im Lied Edelweißpiraten, das vom Schicksal der Kölner Widerstandsgruppe im Dritten Reich erzählt. Mit Titeln wie Unser Stammbaum bezieht die Gruppe Position gegen Fremdenfeindlichkeit, was sie auch durch ihren Auftritt im Jahr 1992 beim Konzert gegen rechte Gewalt Arsch huh, Zäng ussenander unterstrich. 1996 erfolgte für die Länge eines Doppelalbums eine radikale Abkehr von jeglicher Karnevals-Bierlaune: mit dem Album "Usjebomb" (CD-Re-Release: 2005) holten die Fööss historische, schon fast vergessene Songs über ihre Stadt wieder ans Tageslicht - teilweise noch aus den 30er Jahren.

Mitglieder

In den mehr als drei Jahrzehnten ihres Bestehens haben die Bläck Fööss nur wenige personelle Veränderungen vorgenommen. So ersetzte zu Beginn der achtziger Jahre der Keyboarder Willy Schnitzler seinen Vorgänger Dieter „Joko Jaenisch, der seit Beginn der Gruppe dabeigewesen war, einzig mit einer Unterbrechung von 1974 bis 1977. In dieser Zeit spielte Rolf Lammers die Keyboards, der später als Studiomusiker und Mitglied der Band LSE bekannt geworden ist. Seit dieser Zeit macht Joko Jaenisch weiter.

Der spektakulärste Wechsel erfolgte 1994, als sich der damalige Frontmann Tommy Engel nach längeren, hauptsächlich künstlerischen Differenzen von der Gruppe trennte und fortan solo auftritt. Engel-Nachfolger wurde „Kafi“ Biermann. Im Zuge der Umbesetzung wurden die Bläck Fööss um den Schlagzeuger und Sänger Ralph Gusovius erweitert, der zuvor schon lange als Studiomusiker mitgewirkt hatte.

Nach der Session 2005 verließ Willy Schnitzler die Gruppe, weil er wegen Arthrose in den Händen Keyboard und Akkordeon nicht mehr bedienen konnte. Sein Nachfolger ist Andreas Wegener, der als Profimusiker bereits mit verschiedenen namhaften Musikern zusammengearbeitet hat.

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