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Biografie

Die schwedische Band wurde 2001 von David Zackrisson (Gitarre, Gesang) und Songwriter Rikard Sjöblom (Gesang, Tasteninstrumente, Gitarre) gegründet und von den Schulfreunden Magnus Östgren (Schlagzeug, Perkussion) und Robert Hansen (E-Bass, Gesang) vervollständigt. Auf dem Debüt-Album Från en plats du ej kan se… (deutsch: Über einen Ort, den du nicht sehen kannst) wirkte Stefan Aronsson (Tasteninstrumente, Flöte, Gesang) als fünftes Mitglied mit. Schnell erhielt die Band die Möglichkeit, als Vorgruppe der anerkannten Bands Paatos und Anekdoten Live-Erfahrung zu sammeln.
Mit der Veröffentlichung des ambitionierten zweiten Albums The Sane Day – es wurde in Eigenregie als Doppelalbum produziert und enthielt nur noch englischsprachige Songtexte und Titel – zielte man auf den internationalen Markt ab. Nicht ohne Erfolg: Das deutsche Label InsideOut Music, seinerseits spezialisiert auf Veröffentlichungen im Bereich Progressive Rock, nahm die Band unter Vertrag. In Kooperation mit InsideOut sind seitdem die Alben Sleeping in Traffic: Part One und Part Two sowie Destined Solitaire erschienen.
In der jüngeren Zeit kam es vermehrt zu gemeinsamen Tourneen mit den schwedisch-britischen The Tangent. Nach Umbesetzungen in letzterer Band waren zwischendurch alle vier Mitglieder von Beardfish Teil der achtköpfigen Besetzung von The Tangent. Beardfish bestand allerdings davon unabhängig weiter und konnte weitere Bekanntheit durch Auftritte wie auf dem renommierten NEARfest sammeln. Mit dem Bankrott von SPV, Mutterkonzern und Vertrieb des InsideOut-Labels, kam es 2009 zu einem Rückschlag: Gemeinsam mit Pain of Salvation musste man die Teilnahme an der amerikanischen Progressive-Nation-Tour mit den Bands Dream Theater und Zappa Plays Zappa absagen.
Sounds und kompositorische Mittel sind an unterschiedliche Ausprägungen des Progressive Rocks der 70er Jahre angelehnt, was die Einordnung der Band als Retro-Prog nahe legt. Songwriter Sjöblom gibt Gentle Giant und Frank Zappa als Haupteinflüsse an. Weiterhin scheinen insbesondere schwedische Bands wie Kaipa sowie der leichte, jazzige Sound der Canterbury-Szene als Einflüsse durch. An Einflüssen außerhalb des Progressive Rock werden Elton John, Radiohead und Musicals genannt. Die Alben sind meist, wie im Progressive Rock durchaus üblich, von einem losen Konzept durchzogen. Mit den beiden Teilen der Sleeping in Traffic-Saga etwa versucht man sich an der Abbildung von 24 Stunden aus dem Leben eines Menschen. Ähnlich wie bei The Tangent sind diese Konzepte mitunter mit einer ironischen Brechung versehen. Die Tendenz zur Verbindung von Theatralik mit Humor und Ironie bestimmt vor allem die Grunde liegenden Konzepte, Texte und Songtitel (In Real Life There Is No Algebra), findet gelegentlich aber auch musikalische Entsprechungen. So enthält das 35minütige Titelstück von Sleeping in Traffic: Part Two etwa eine Anspielung auf den Bee-Gees-Welterfolg Stayin' Alive.

Diskographie:

Från en plats du ej kan se (2003)
The Sane Day (2006)
Sleeping in Traffic: Part One (2007)
Sleeping in Traffic: Part Two (2008)
Destined Solitaire (2009)
Mammoth (2011)
+4626-Comfortzone (2015)

Die Band hat sich im Juli 2016 aufgelöst.

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