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Biografie

Alphaville ist eine deutsche -Gruppe, die im Jahre 1983 in Münster gegründet und durch Songs wie "Big In Japan" und "Forever Young" weltweit bekannt wurde.

Im Jahre 1981 gründeten Marian Gold und Bernhard Lloyd zusammen mit anderen Musikbegeisterten das Künstlerkollektiv "Nelson Community", mit dem sie im Dezember 1981 ihren ersten Liveaufritt hatten. Ein Jahr später gründeten Gold und Lloyd zusammen mit Frank Mertens die Band "Forever Young" und absolvierten Ende 1982 ihren ersten gemeinsamen und - für ein künftiges Studioprojekt typisch - zugleich letzten Liveauftritt für die nächsten zehn Jahre. 1983 entnahmen die drei Filmbegeisterten den Namen "Alphaville" dem gleichnamigen Film von Jean-Luc Godard und verwendeten ihn als ihren neuen Bandnamen mit dem sie im selben Jahr einen Plattenvertrag unterschrieben. Im Januar 1984 wurde ihre erste Single "Big in Japan" veröffentlicht und wurde weltweit ein Hit (u.a. Platz 1 in den US Dance-Charts). Auch bei den weiteren Singles "Sounds Like A Melody" und "Forever Young" vom gleichnamigen Debütalbum bestätigten Alphaville ihren Weltruf als deutsche Antwort zu Depeche Mode.

Nach den großen Erfolgen in 1984 verließ Frank Mertens die Band und wurde durch den Keyboarder und Gitarristen Ricky Echolette ersetzt. Mitte 1985 veröffentlichte die Formation mit "Jet Set" die letzte Single aus Forever Young, auf der auch die Filmmusik zum deutschen Kinofilm "Der Bulle und das Mädchen", "Golden Feeling", war, an der Ricky Echolette bereits mitwirkte.

1986 folgte nach knapp zwei Jahren Alphavilles zweites Studioalbum Afternoons In Utopia, welches trotz würdiger Singlenachfolger wie etwa "Dance With Me" nicht an den Erfolg von Forever Young rankommen sollte. In Fankreisen gilt dieses Album bis heute als eines der besten Konzeptalben der Band.

Auch nach dem Re-Release von "Forever Young" in den USA und der Tatsache, dass ihre Hits zu weltweiten Hymnen avanciert sind, ruhten sich Alphaville nicht auf ihren Erfolgen aus und arbeiteten weiter am Ausbau ihres musikalischen Stils, der mit der Veröffentlichung von The Breathtaking Blue im Jahr 1989 um Musikströmungen aus , , und erweitert wurde. So ließ es sich selbst der -Pioneer Klaus Schulze nicht nehmen, an der Entstehung dieses Albums mitzuwirken. Ein sicherlich einmaliges Projekt ist die daraus resultierende "Songlines", in dem neun Regisseure aus sechs Ländern Songs des Albums in kleinen Kurzfilmen interpretieren. Auch der oscarprämierte Kurzfilm "Balance" von Christoph und Wolfgang Lauenstein findet sich darauf wieder.

Nachdem man im Jahre 1992 das erste Best-Of First Harvest 1984-92 veröffentlichte, gaben Alphaville im Sommer 1993 (auf Einladung der deutschen Botschaft des Libanons hin) in Beirut ihr erstes Konzert seit zehn Jahren. Es war zugleich das erste Konzert einer westlichen Band im Libanon nach dem dortigen Bürgerkrieg.

Knapp fünf Jahre seit dem letzten Studioalbum sollten vergehen, bis mit Prostitute das bis dahin ambitionierteste Werk der Band, welches den stilistischen Rahmen von Alphaville nochmals drastisch erweiterte, erschien. Hier trat zum ersten Mal der Komponist und Arrangeur Rainer Bloss als Co-Autor der neuen Alphaville-Stücke auf und wurde sozusagen "ständiges inoffizielles viertes Bandmitglied". 1995 begannen nach über zehn Jahren reiner Studiotätigkeit die ersten Touraktivitäten, begonnen mit der "Peace On Earth-Tournee", in deren Gefolge sich der Brite Martin Lister als zusätzlicher Keyboarder Alphavilles etablierte.

1997 kam das fünfte Studioalbum Salvation heraus, welches eine Rückbesinnung auf den (synthie-lastigen) Ursprung der Band ist und zugleich die letzte Veröffentlichung der Besetzung Gold, Lloyd, Echolette war. Ricky Echolette verließ Alphaville Ende des Jahres und lebt seitdem mit seiner Familie in Südfrankreich.

Als Antwort auf diese Zäsur folgte im Januar 1999 Dreamscapes, eine auf 5.000 Stück limitierte 8 CD-Box, welche die musikalische Entwicklung der Band von ihren frühesten Anfängen bis in die Gegenwart umfassend widerspiegelt. Bis heute ist diese Box bei Fans sehr begehrt, weshalb sie im Jahre 2005 als Dreamscapes Revisitied auf diversen Downloadportalen im Internet wiederveröffentlicht wurde.

Die Tourneen, die Alphaville rund um den Globus führen, fanden im Jahr 2000 ihren ersten Ausdruck in dem Album Stark Naked And Absolutely Live, das drei Wochen auf Platz 1 der deutschen Alternative Charts stand, sowie im Mitschnitt ihres ersten Konzerts auf amerikanischem Boden, welches in Salt Lake City stattfand und 2001 unter dem Titel "Little America" auf DVD veröffentlicht wurde.

Nach dem Release des Remix-Albums Forever Pop in 2001 verlegten Alphaville die gesamte Produktion ihres neuen Werkes ins Internet, wo ein Online-Publikum die Entstehung der Songs von ihren frühesten embryonalen Formen bis hin zur fertigen Produktion verfolgen, kommentieren und kostenlos herunterladen konnte. Das Ergebnis dieses Unternehmens wurde 2003 in einer 4 CD-Box dokumentiert und unter dem Titel CrazyShow veröffentlicht. Da Bernhard Lloyd Monate vor dem Release seinen Ausstieg bei Alphaville bekanntgab, ist CrazyShow das erste Alphaville-Album ohne ihn.

Lloyd verfolgt heute eigene Wege mit dem Online-Projekt "Atlantic Popes" und ist eher der Typ Musiker, der im Hintergrund wirkt und Produktionen etc. übernimmt. Er lebt heute bei Berlin ein normales Leben mit Frau, Kindern und Hunden. Das dritte Gründungsmitglied, Frank Mertens, lebt seit Mitte der 90er Jahre für sein Musik- und Kunstprojekt "maelstrom".

Neben der Uraufführung eines Theaterstückes von Lewis Carrolls Alice im Wunderland, an dem Marian Gold mitwirkt, sind für 2007 noch ein Buch und ein neues Studioalbum von Alphaville angekündigt.

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