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Biografie

Alemuel (gesprochen Alemu-el) ist eine Kunstfigur der Deutschen Alexandra Müller. Sie wurde durch ein Video mit dem Titel „Kleiner Hai“ bekannt, das sie Anfang 2007 auf YouTube veröffentlichte. Aufgrund der Popularität des Videos erhielt Müller einen Plattenvertrag.

Biografie

Laut Darstellung von Müller ist Alemuel im August 1990 in Bayern geboren, wo sie die ersten Jahre ihres Lebens verbrachte. Ihre Eltern waren nach dem erfolglosen Versuch, einen Bio-Bauernhof zu gründen, mit ihr nach Hessen gezogen.

Bekanntheit erreichte Alemuel durch das eineinhalb-minütige Video Kleiner Hai, das sie am 15. Januar 2007 auf Youtube gestellt hatte. Das Video entstand an einem Neujahrsvormittag nach einer Silvesterfeier in einer abgelegenen Hütte. Ein Partyteilnehmer traute Alemuel nicht zu, dass sie ihre Albernheiten auch in der Öffentlichkeit vorzustellen wagte, woraufhin sie dieses Video aufnahm, um den Beweis des Gegenteils anzutreten.

Anfang 2008 bot die Plattenfirma EMI Alemuel einen Plattenvertrag an, mit der Absicht aus dem kleinen Hai einen Sommerhit zu machen und das Singspiel als Modetanz zu etablieren. Wie schon bei Grup Tekkan, war nicht die Qualität der musikalischen Darbietung, sondern die Popularität der Selbstdarstellung im Internet ausschlaggebend für das Interesse der Musikindustrie. Am 30. Mai 2008 erschien der mit Disco-Beat unterlegte Kleine Hai Song auf CD, pünktlich zu Alemuels Gast-Auftritt bei The Dome 46. Das offizielle Musikvideo ist ein Remix aus den Kleiner-Hai-Inszenierungen der Youtube-Gemeinde, und ist ein Beispiel für Crowdsourcing in der Musikbranche.

Kleiner Hai

Im Video sitzt Alemuel alleine in einem großen Sessel in einer Zimmerecke, und bietet ein bewegtes Singspiel dar, das auch in der pädagogischen Kinder- und Jugendarbeit Verwendung findet.

Das Singspiel vom kleinen Hai skizziert durch dreisilbige Satzfragmente und die Interjektion „Dimm Dimm“ das Wachstum vom „Babyhai“ zum „Weißen Hai“. Schließlich macht der Hai Jagd auf ein Mädchen, verschlingt es am Ende des Liedes und wird dadurch ein „böser Hai“. Während der Darbietung wechselte Alemuel zwischen der Rolle eines verängstigten Mädchens und der einer gefräßigen Bestie.

Rezeption

Schon bevor klassische Massenmedien auf Alemuel aufmerksam wurden, war ihr Video bereits knapp drei Millionen Mal aufgerufen und mehr als zehntausend Mal kommentiert worden. Die Kommentare umfassten Spekulationen über die Entstehung des Videos, hämische Bemerkungen zu Alemuels Erscheinungsbild und zunehmend auch Verwunderung über den Erfolg des Videos.

„Mittlerweile ist es ein bisschen langweilig geworden, weil nichts Neues mehr kommt. Es geht meistens darum, ob ich Drogen nehme, in der Irrenanstalt oder einfach nur total bekloppt bin. Am Anfang habe ich die Kommentare immer gelesen, aber mittlerweile ist es einfach zu viel. Ich habe mich letzten Sommer dafür entschieden, das Video nicht von der Seite zu nehmen, obwohl die Leute mich wirklich übel beleidigt haben.“
– Alemuel in einem Interview am 31. Mai 2008

Unter den Videoantworten waren Schülerinnen, die das Singspiel zu zweit oder in Gruppen, meist unter großer Belustigung aufführen, Imitationen von Jungen, Remixe in verschiedenen Musikstilen, Bühnendarbietungen von Musikbands, Clips mit Kleinkindern und sogar einige Senioren, die das Spiel aufführen. Die Ausbreitung des Singspiels über Youtube scheint weitgehend auf Deutschland beschränkt, wenngleich es auch Österreich, die Schweiz und sogar Afrika erreicht hat.

Nachdem die Netzeitung über das Phänomen berichtet hatte, begannen sich auch die klassischen Massenmedien für Alemuel und den kleinen Hai zu interessieren. Das Phänomen wurde besonders von Boulevardmagazinen aufgegriffen, die den kleinen Hai zum Nachfolger des Krokodils Schnappi erklärten, das mit einem Kinderlied bereits drei Jahre zuvor im Internet populär geworden war und dann zum Nummer-1 Hit wurde.

In der Berichterstattung herrschte neben Begeisterung auch Verwunderung über die Popularität von Alemuels Video vor. Die Erklärungsversuche erschöpften sich jedoch in der Frage nach der Entstehungsgeschichte. Nachdem Alemuel im Interview beteuert hatte, sie sei bei völliger geistiger Gesundheit und das Video sei nicht unter dem Einfluss von Drogen entstanden, vermutete das Boulevard-Fernsehen die strategisch geplante Aktion einer Plattenfirma hinter dem Video.

Die Bunte erklärte sich das Phänomen folgendermaßen:

„Wie schafft es dieses wirr dreinblickende, schlecht frisierte Mädchen mit ihrem infernalen Sprechgesang und Geklatsche so viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen? … Anscheinend lieben wir es, wenn sich andere Menschen öffentlich zum Horst machen, um somit von unseren eigenen Peinlichkeiten abzulenken.“
Henrik John Hohl

Nachdem die BRAVO Zweifel an Alemuels zuvor veröffentlichter Biografie angemeldet hatte, bestätigte Alemuel die Richtigkeit dieser Vermutung später in einem Interview. Daraufhin titelte BILD-Online „«Kleiner Hai»-Sängerin hat alle angelogen“. Während sie von der Boulevardpresse wegen der erfundenen Biografie als Lügnerin dargestellt wird, sind ihre Fans nach Alemuels Aussage jedoch durchaus in der Lage, zwischen der Person Alexandra Müller und der Rolle Alemuel zu unterscheiden:

„Die Leute nehmen das mit wesentlich mehr Humor und Gelassenheit, als ich dachte. Ich kriege niedliche Fan-Mails, in denen Leute mich dann einfach fragen, warum ich mich in diese Figur ,Alemuel' verwandle“
– Bild.de

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