Wird über Spotify absgepielt Wird über YouTube absgepielt
Zum YouTube-Video wechseln

Player wird geladen ...

Von Spotify scrobbeln?

Verbinde deine Spotify- und Last.fm-Konten, um deine gehörten Inhalte von jeder Spotify-App auf jedem Gerät und jeder Plattform zu scrobbeln.

Mit Spotify verbinden

Verwerfen

Es steht eine neue Version von Last.fm zur Verfügung. Bitte lade die Seite neu.

Wiki

Sound & Color ist das zweite Studioalbum der US-amerikanischen Rock-Band Alabama Shakes. Das Album erschien am 21. April 2015 via den Plattenfirmen ATO Records, MapleMusic Recordings und Rough Trade Records.

Obwohl ihr Debüt "Boys & Girls" (Rough Trade) mit drei Grammy-Nominierungen geadelt wurde, musste sie ja überall erklären, dass sie eben keine Retro-Kapelle seien, die dogmatisch abpaust, was andere in den Sechziger- und Siebzigerjahren vorgemalt haben.

Sondern eine Southern-Rock-Band. Nur eben mit viel Soul. Mit dem Nachfolger "Sound & Color", geht es für die Alabama Shakes also um viel. Eigentlich um alles. Um die Frage nämlich, ob, und wenn ja, wie sie sich künstlerisch etablieren. Mit dem ersten Album sorgt man für Aufmerksamkeit. Man protzt und posiert und zeigt Kante. Beim zweiten geht es ums Ganze.

Am Anfang war da eine Band, die hobbymäßig Stücke von Led Zeppelin und James Brown nachspielte. Irgendwann schrieb man eigene Songs, nahm sie auf, und durch Zufall gelangte ein Demotape an Mr. X von Y Records … Ja ja, so fangen Märchen an. Bei den Alabama Shakes, vier Mittzwanzigern aus Athens, Alabama, hat es sich genau so zugetragen. Das tolle 2012er Debütalbum von Gitarristin und Sängerin Brittany Howard, Gitarrist Heath Fogg, Bassist Zac Cockrell und Drummer Steve Johnson (in den SPEX-Jahrescharts 2012 auf Platz neun der Newcomer-Wertung) hieß Boys & Girls, hatte die Kanten und das Potenzial eines rohen Diamanten und schlug ein wie zehn Lkw-Ladungen Feuerwerksraketen. Grammy-Nominierungen, Gold in den USA, beste neue Band in England, schwitzige Auftritte, ein Hauskonzert beim Präsidenten: Keine Frage, die Band trifft einen Nerv.

Wobei die beackerten musikalischen Felder nicht neu sind. Im Süden der USA gedeiht nun mal Blues, Soul, Southern und Garage Rock, und Kollegen wie Jack White oder The Black Keys satteln ähnliche Hühner. Dennoch fahren die Shakes durch das Charisma von Brittany Howard noch mal anderes Futter in die Scheune. Ihre Art zu quengeln, zu schreien, zu krächzen und »um die Goldmedaille zu singen« ist einzigartig. Die gern unterstellte Ähnlichkeit zur Stimme von Janis Joplin ficht Howard nicht an, aber andererseits erklärt sie, sie wolle keine Aretha sein und auch kein James Brown.

Was machen die Alabama Shakes nach dieser märchenhaften Vorgeschichte also beim für viele Bands mit Krämpfen verbundenen zweiten Album? Statt brav bei ihren Leisten zu bleiben, mieten sie sich in den Sound Emporium Studios in Nashville ein und angeln sich den wilden Gitarrero Blake Mills als Koproduzenten. Ein Geniestreich: Der Mann hat ihnen ordentlich Feuer unterm Hintern gemacht (was er übrigens schon bei Lana Del Rey tat). Inspiration waren Siebzigerjahreklassiker wie Super Fly von Curtis Mayfield, Werke von Gil Scott-Heron und den Temptations. Die Shakes wollen ihre Intuition weiter schärfen und sich und ihr Publikum herausfordern. Jeder der zwölf Songs auf Sound & Color hat einen eigenen Klangkosmos. Bitte nicht täuschen lassen: So kuschelig-schokoladig wie das Titelstück am Anfang bleibt die Platte mitnichten. Dafür sorgen Gassenhauer wie »Don’t Wanna Fight«, das sich durchaus als Kampfeshymne eignet, oder das arschcoole »The Greatest« mit seinen Schraddelgitarren, Schnell-langsam-Wechseln, einer hübschen Orgelmelodie und Howards Lou Reed, Julian Casablancas und Antony Hegarty aufrufendem Genöle. Am Ende hört man vergnügtes Gelächter. Wie schön! Vier junge Musikerinnen wuppen ihre vermaledeite zweite Platte und haben dabei verdammt viel Spaß. So soll es sein. *(Quelle spex.de)

Titelliste:

1. "Sound & Color" 3:02
2. "Don't Wanna Fight" 3:53
3. "Dunes" 4:18
4. "Future People" 3:22
5. "Gimme All Your Love" 4:03
6. "This Feeling" 4:29
7. "Guess Who" 3:16
8. "The Greatest" 3:50
9. "Shoegaze" 2:59
10. "Miss You" 3:47
11. "Gemini" 6:36
12. "Over My Head" 3:51

iTunes Japan Bonus Track Version

1. "Drive By Baby" 2:20
2. "Joe" 4:00

International Bonus Tracks

1. "Joe" 4:00
2. "Makin' Me Itch"

Target Exclusive Bonus CD

1. "Gimme All Your Love (Live from the Artists Den)" 4:13
2. "The Greatest (Live from the Artists Den)" 3:19
3. "Joe (Live from the Artists Den)" 3:35

Diese Wiki bearbeiten

Du möchtest keine Anzeigen sehen? Jetzt abonnieren

API Calls