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Biografie

  • Geburtstag

    24. März 1947 (70 Jahre alt)

  • Geboren in

    Chiyoda, Tokyo, Japan

Meiko Kaji (jap. 梶 芽衣子, bürgerlich Masako Ota 太田 雅子; * 24. März 1947 in Chiyoda, Tokio, Japan) ist eine japanische Enka-Sängerin und Schauspielerin, die in den 1970er Jahren zum Star des japanischen Exploitationkinos aufstieg.

Meiko Kaji startete ihre Filmkarriere Mitte der 1960er Jahre mit kleineren Rollen in Produktionen der Nikkatsu-Studios, damals noch unter ihrem bürgerlichen Namen Masako Ota. Ihren Durchbruch hatte sie 1970 als sie, fortan unter dem Pseudonym Meiko Kaji auftretend, für die Hauptrolle der fünfteiligen Filmreihe Alley Cat Rock auserwählt wurde und die Anführerin einer Bande weiblicher Straftäter spielte. Nachdem sich das Nikkatsu-Studio angesichts sinkender Einnahmen und drohender Insolvenz dazu entschloss die Filmproduktion umzustellen und vermehrt auf lukrative Sexfilme zu setzten, so genannte pinku eiga, verließ Kaji das Studio und wechselte 1972 zu den renommierten Toei-Studios.

Ihren Einstand gab sie 1972 in Shunya Itōs Regiedebüt Sasori – Scorpion, dem Auftakt einer sechsteiligen Reihe, bei der Meiko Kaji in den ersten vier Teilen die Hauptrolle verkörperte. Kaji hatte lediglich im ersten Teil der Sasori-Reihe Nacktszenen, die übrigen genretypischen Aufnahmen stammen vorwiegend von anderen Darstellerinnen. Nach ihrem Weggang wurde die auf dem Manga von Tōru Shinohara basierende Filmreihe mit Yumi Takigawa weitergeführt, konnte jedoch nicht mehr an den Erfolg der vorangegangenen Teile anknüpfen. Die Rolle der schweigsamen Rächerin Nami „Matsu“ Matsushima machte sie in ganz Japan berühmt und ließ sie zu einem Stern des japanischen Exploitationkinos werden.

1973 übernahm die Schauspielerin die Hauptrolle in der Mangaverfilmung Lady Snowblood unter der Regie von Toshiya Fujita, mit dem sie zuvor einige Alley Cat Rock-Filme drehte. Das poetisch-nihilistische Porträt einer Frau, die Rache an den Mördern ihrer Eltern übt, basiert dabei auf dem gleichnamigen Manga von Kazuo Koike. Nach der 1974 abgedrehten Fortsetzung, Lady Snowblood 2: Love Song of Vengeance, folgten einige Filme mit Regisseur Kinji Fukasaku bis Kaji 1978 ihre fast zehnjährige Karriere beendete.

Seitdem tritt sie nur noch gelegentlich in Fernsehproduktionen auf. Abseits der Schauspielerei ist sie auch als Sängerin japanischer Schlager populär.

Dank ihrer Vorgeschichte wurde ihr mit dem Release von Kill Bill 1 und 2 und den dazugehörigen Soundtracks ein reges neues Interesse zuteil. Der Titelsong von Lady Snowblood, "Flower of Carnage" (Shufa no Hana), und der Titelsong der Sasori-Serie, "Urami Bushi", beide von Kaji gesungen, wurden in den Tarantino-Filmen Kill Bill 1 und 2 verwendet.

Filmografie (Auswahl)

* 1970: Female Juvenile Delinquent Leader: Stray Cat Rock (Onna banchō: Nora-neko rokku)
* 1970: Stray Cat Rock : Wild Jumbo (Nora-neko rokku: Wairudo janbo)
* 1970: Stray Cat Rock: Sex Hunter (Nora-neko rokku: Sekkusu hanta)
* 1970: Stray Cat Rock: Machine Animal (Nora-neko rokku: Mashin animaru)
* 1971: Stray Cat Rock: Crazy Rider '71 (Nora-neko rokku: Bōsō shudan '71)
* 1972: Sasori – Scorpion (Joshū 701-gō: Sasori)
* 1972: Sasori – Jailhouse 41 (Joshū sasori: Dai-41 zakkyo-bō)
* 1973: Lady Snowblood (Shurayuki-hime)
* 1973: Sasori – Den of the Beast (Joshū sasori: Kemono-beya)
* 1973: Sasori – Grudge Song (Joshū sasori: 701-gō urami-bushi)
* 1974: Lady Snowblood 2: Love Song of Vengeance (Shurayukihime: Urami Renga)
* 1976: Yakuza Graveyard (Yakuza no hakaba: Kuchinashi no hana)

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