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Mai 27

J. Haydn: Missa in angustiis in D-moll: Nelsonmesse, Sinfonie No. 103

Mit Wiener Sängerknaben und Vienna Boys' Choir in Hofburgkapelle

Datum

Sonntag, 27. Mai 2012 um 9:00 Uhr

Ort

Hofburgkapelle
Hofburg-Schweizerhof, Wien, 1010, Austria

Internet:

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Beschreibung

Als „Botschafter“ Österreichs und seiner Musikkultur sind die Wiener Sängerknaben in aller Welt bekannt. Ihr Repertoire reicht vom Volkslied über den Wiener Walzer bis zum filigransten Kunstlied. Auf die Konzertpodien und in die Hofburgkapelle treten sie in Matrosenuniformen. Die Wiener Sängerknaben bilden vier Chöre. Sie sind nach Haydn, Mozart, Schubert und Bruckner benannt. Einer der Chöre ist immer auf Reisen. Die Honorare aus diesen Tourneen dienen der Erhaltung von Schule und Internat. Ehemalige Sängerknaben bleiben ihrer Kunst in der Choral- Schola der Hofburgkapelle und dem „Chorus Viennensis“ treu. Wie für die Hofmusikkapelle reicht auch die Geschichte der Wiener Sängerknaben zurück in die Regierungszeit von Kaiser Maximilian I. Die Hofsängerknaben übernahmen die hohen Stimmen in der vom Kaiser bevorzugten niederländischen Vokalpolyphonie. Die Schöpfer sakraler Musik bis hin zu Anton Bruckner – er selbst war Sängerknabe im Stift St. Florian bei Linz
– vermehrten stetig das Repertoire für Knabenstimmen. Franz Schubert wurde als Hofsängerknabe in das kaiserliches Konvikt aufgenommen. Die Hofsängerknaben trugen in den späten Jahren der Monarchie eine Uniform und wirkten wie kleine Offizierskadetten. Mit dem Ende des Hofstaats 1918 verloren auch die Chorknaben ihren Status und ihre Aufgaben. Das Unterrichtsministerium
der jungen Republik übernahm nach und nach die Fort-führung der alten Musikpflegestätte und Schule. Erst 1924 lebte der Sonntags-dienst in der Hofburgkapelle wieder auf. Josef Schnitt, ein Wiener Kirchenmann, setzte für die Neugründung des Chors sein eigenes Erbe ein. In Tagen größter wirtschaftlicher Not gaben die „Sängerknaben der ehemaligen Hofburg-Kapelle“ viele Konzerte außerhalb der Kirche. Bald bürgerte sich der Name „Wiener Sängerknaben“ ein. 1926 begannen die Auslandsauftritte, und schon 1932 sangen die Sängerknaben erstmals in den USA. Die Wiener Sängerknaben haben mit vielen der hervorragendsten Dirigenten zusammengearbeitet, so mit Bruno Walter, Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan, Horst Stein, Zubin Mehta, Nikolaus Harnoncourt, Kent Nagano, Pierre Boulez, Seiji Ozawa, Riccardo Muti, Mariss Jansons, Georges Prêtre und vielen anderen. Im Jahr 2001 wurde Maestro Riccardo Muti zum Ehrenmitglied der Hofmusikkapelle ernannt. Mit Muti musizierte die Hofmusikkapelle im Petersdom in Rom und bei den Salzburger Festspielen.

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