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  • Lyrics: Früchte des Zorns - Du willst, das alles richtig ist

    18 Dec 2011, 16:04

    Früchte des Zorns - Du willst, das alles richtig ist

    Nichts in dir und randvoll mit Dingen, für die du keinen Namen hast.
    Deine Gefühle hängen am Kleiderhaken, hoffentlich ziehen sie dich nicht an.
    Du willst nicht drüber reden, nicht mit dir und jemand anderem.
    Du willst nur von hier weg, denn hier hältst du es nicht aus.

    Du verschenkst dich an jeden, nur um nicht allein zu sein.
    Du lässt dich tragen wie einen Ring, nur um nicht wertlos zu sein
    wie in einer Kneipe in der man Bier bestellt, damit man sitzen bleiben darf.
    Und du lässt dich berühren, damit du dich wieder spürst.

    Und du möchtest, du möchtest gern zu dir,
    doch du kannst, du kannst dort nicht bleiben,
    und du glaubst, du glaubst, du bist nichts wert,
    und du willst, dass alles richtig ist,
    dass endlich alles richtig ist, dass endlich alles richtig ist.

    Da ist ein Loch in dir, das ist größer als du selbst.
    Du hast so Hunger, und nichts macht dich hier satt.
    Wie sollst du auf dein Herz hören, wenn es dich andauernd taub schreit?

    Sie haben dich zugestellt mit ihrem schmutzigen Geschirr.
    Und du lächelst und du bist sehr charmant.
    Du machst deine Kunststücke, die du besonders kannst.
    Und ab und zu verletzt du dich dabei,
    und sie hören nicht auf zu klatschen obwohl du dich dabei verletzt.

    Und du möchtest, du möchtest gern zu dir,
    doch du kannst, du kannst dort nicht bleiben,
    und du glaubst, du glaubst, du bist nichts wert,
    und du willst, dass alles richtig ist,
    dass endlich alles richtig ist, dass endlich alles richtig ist,
    dass wirklich alles richtig ist.

  • Nina Simone – I Wish I Knew How It Would Feel To Be Free -Lyrics-

    29 Oct 2011, 17:43

    "ich wünschte zu wissen wie es sich anfühlt frei zu sein" von Nina Simone

    ich wünschte zu wissen wie es sich anfühlt, frei zu sein
    ich wünschte, ich könnte alle ketten zerbrechen, die mich immer noch fesseln
    ich wünschte, ich könnte all die dinge sagen, die ich sagen müßte,
    sie laut sagen, sie deutlich sagen
    rund um die ganze welt zu hören

    ich wünschte, ich könnte die ganze liebe, die ich im herzen habe, teilen
    alle schranken überwinden, die uns voneinander trennen
    ich wünschte, du könntest wissen, was es bedeutet, ich zu sein
    dann könntest du sehen und darin übereinstimmen,
    dass alle menschen frei sein sollten

    ich wünschte, alles geben zu können, was ich zu geben mir ersehne
    ich wünschte, leben zu können, wie zu leben ich mir ersehne
    ich wünschte, alles tun zu können, was ich ohnehin kann
    obwohl ich lange überfällig bin, würde ich nochmal von vorn anfangen

    ach, ich wünsch mir, sein zu können wie ein vogel in der luft
    wie hübsch das wär, wenn ich mitkriegte, dass ich fliegen könnte
    oh ich würde zur sonne emporschweben und auf das meer herunterschauen

    und ich würde singen, weil ich wüßte, dass
    und ich würde singen, weil ich wüßte, dass
    und ich würde singen, weil ich herrausgefunden hätte
    wie sich's anfühlt,
    nicht an irgendetwas gekettet zu sein,
    an irgendeine rasse, irgendeinen glauben,
    an irgendjemanden, irgendwelche hoffnungen
    ich weiss, wie sich's anfühlt frei zu sein
  • Castor? Schottern! - Atomanlagen stilllegen!

    10 Sep 2010, 08:06

    Im November 2010 ins Wendland: Den Castor stoppen!



    Auf einmal macht es Klick und es geht los. Der Widerstand gegen Atommülltransporte ins Wendland ist so ein Kristallisationspunkt: hier wird Energiepolitik verhandelt, der Streit um ein anderes, besseres Leben ausgetragen. Hier seid Ihr alle gefragt:

    Wir wenden uns an die Menschen, die schon seit vielen Jahren im Widerstand gegen Castortransporte aktiv sind; natürlich auch an die vielen Neuen, die in den letzten Jahren ihr Nein! zur Atomenergie auf die Straße getragen haben.

    Wir wenden uns an diejenigen, die massenhaft gegen den Sozialraub der Regierung protestierten, und die erleben mussten, wie ohne Wimpernzucken darüber hinweggegangen wurde.

    Wir wenden uns an die Zehntausende, die bundesweit entschlossen etliche Naziaufmärsche stoppten.

    Wir wenden uns an die Leute in Dörfern, in kleineren und größeren Städten, die nicht bereit sind, angesichts der herrschenden Atom-Politik die Hände in den Schoß zu legen:

    Gemeinsam mit Euch, zusammen mit Hunderten, Tausenden von Menschen, wollen wir in der Aktion Castor Schottern! Steine aus dem Gleisbett räumen, wenn der nächste Transport mit Castoren ins Wendland rollt.

    Damit die guten Argumente gegen die Nutzung der Atomenergie gesellschaftlich wirksam werden, müssen wir zuweilen in mühevoller Handarbeit intervenieren. Die Atompolitik schafft Fakten. Auch wir schaffen Fakten: wir machen ein Loch.

    Arroganz der Macht: die machen einfach weiter so!

    So, als wäre nichts gewesen, soll im Herbst wieder hochradioaktiver Müll nach Gorleben verbracht werden.

    Tausende von Menschen haben ihr Nein! zu Atomkraft an vielen Orten öffentlich sichtbar gemacht. Ungeachtet der großen Demonstrationen, einer riesigen Menschenkette, dem Trecker-Treck und über dreißig Jahren aktivem Widerstand: das "normale" Geschäft mit dieser menschengefährdenden Technologie geht einfach weiter!

    Viele erstaunt das nicht wirklich. Vielmehr entspricht es häufig gemachter Erfahrung, dass Appelle an die da oben wenig ausrichten - sind die doch treibende Räder in einem System, in dem Wachstum und Profit das gesellschaftliche Geschehen bestimmen. Die Interessen der Menschen treten in den Hintergrund. Dabei sind die doch so offensichtlich:

    keine Technik ist zu hundert Prozent beherrschbar; bei der Risikotechnik Atomenergie ist bekannt, wie immens die Gefahren für Mensch und Umwelt in alle Zukunft sind. Die Fiktion einer vermeintlich sauberen Atomtechnologie musste die großflächige Umweltzerstörung durch die Uranabbauminen (vor allem in den Ländern des globalen Südens) schon immer ignorieren. Historisch und aktuell sind die Entwicklung von Atomreaktoren und Atombomben eng miteinander verknüpft. In allen Staaten dieser Erde ist das Problem der langfristigen Lagerung des hochgiftigen Atommülls ungelöst. In den Atommüll-Deponien Asse und Morsleben ist die radioaktive Verseuchung des Grundwassers auf lange Sicht kaum noch aufzuhalten. Die Asse hat es an den Tag gebracht: es gibt keine Lösung für die atomaren Hinterlassenschaften, und es kann keine geben.

    Trotz alledem heißt es: Weiter so!
    Trotz alledem werden Laufzeitverlängerungen für AKW diskutiert.
    Trotz alledem soll der Endlagerstandort Gorleben weiter ausgebaut werden - ungeachtet aller wissenschaftlichen Zweifel an der Eignung dieses Standorts. Da kommt ein Gefühl von Ohnmacht auf - aber es macht auch wütend und empört.

    Genug ist genug - gemeinsam kommen wir zum Zug

    Aus dieser Wut wird Mut; Empörung stärkt die Entschlossenheit, dieses „Weiter so!“ nicht zuzulassen. Das Nein! zur Atomenergie auf die Straße zu tragen, ist wichtig - aber offensichtlich nicht ausreichend. In unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen haben Menschen in der Vergangenheit den Schritt von öffentlicher Meinungsbekundung zu aktivem Widerstand gemacht. Mit Massenblockaden konnten Naziaktivitäten wirkungsvoll eingeschränkt werden, G8-Gipfel effektiv behindert werden, und auch im Wendland haben Menschen aktiv und massenhaft mit unterschiedlichen Aktionen den Atommülltransport behindert und blockiert.

    Wir denken, es ist an der Zeit, die eingefahrenen Wege massenhafter Blockaden noch einen Schritt weiter zu gehen. Dafür wünschen wir uns viele mutige und entschlossene MitstreiterInnen. Wenn der Castor rollt, wird es konkret. Dann haben wir Gelegenheit, unsere Interessen selber in die Hand zu nehmen. Dann sagen wir nicht mehr: ich will nicht, dass der Transport fährt. Dann sorgen wir dafür, dass er nicht rollen kann.

    Unsere Aktion: Schottern

    Mit Hunderten, Tausenden von Menschen, die aus unterschiedlichstem politischem und sozialem Alltag kommen, werden wir am Transporttag auf die Schienenstrecke gehen. Wir sind entschlossen, massenhaft den Schotter aus dem Gleisbett zu entfernen, also die Gleise zu unterhöhlen und sie damit für den Atommüllzug unbefahrbar zu machen. Wir wählen für die Aktion einen Schienenabschnitt, an dem an diesem Tag kein Zugverkehr außer dem Castortransport stattfindet.

    Es ist alles gesagt - es ist legitim zu handeln

    Wir wissen, dass unsere bewusste Veränderung der Castortransportstrecke nicht vom bürgerlichen Gesetzbuch gedeckt ist. Aber wir sind uns sicher, dass unsere Aktion eine notwendige und legitime Handlung darstellt, um dieser menschengefährdenden Technologie Einhalt zu gebieten. Sie ist für uns ein notwendiger Eingriff in den energiepolitischen Normalbetrieb:

    Mit unserem Schottern wollen wir der Atomlobby jenen Boden entziehen, auf dem sie ihren Müll gegen den Willen der Bevölkerung durch die Lande prügeln lässt. Das Loch im Bahndamm wird öffentlich sichtbar machen: Es gibt keine gesellschaftliche Basis, die diese Transporte als wesentlichen Bestandteil für den Weiterbetrieb von Atomanlagen trägt. Mit uns gibt es kein “Weiter so!“. Der Weg wird unterbrochen.

    Massenhaft und Gemeinsam

    Während der Aktion wollen wir eine Situation schaffen, die für alle daran Beteiligten transparent ist und in der die AktionsteilnehmerInnen solidarisch aufeinander achten und sich unterstützen. Um auf die Strecke zu kommen, werden wir gemeinsam Polizeiabsperrungen überwinden, umgehen oder durch sie hindurchfließen. Wir lassen uns nicht stoppen.

    Ziel unserer Aktion ist es, die Schiene unbrauchbar zu machen, und nicht, die Polizei anzugreifen. Unser wichtigster Schutz ist die massenhafte Beteiligung, unsere Vielfalt und Entschlossenheit: Während Hunderte oder Tausende die Schottersteine entfernen, werden andere durch den Einsatz körperschützender Materialien die Schotternden schützen. Wir bleiben so lange auf der Schiene, bis diese unbefahrbar ist.

    Wer sind wir?

    Neue und erfahrene Gruppen und Menschen aus der anti-Atombewegung, aus der Klimabewegung, aus der antifaschistischen Bewegung, aus der Umweltbewegung, aus TrainerInnenkollektiven, aus globalisierungskritischen Netzwerken, aus verschiedenen Spektren der Linken und aus vielen weiteren Bereichen gesellschaftlichen Engagements haben zu dieser Kampagne zusammengefunden.

    Als Teil des vielfältigen und bunten Widerstands im Wendland wollen wir unsere Erfahrungen aus den erfolgreichen Massenblockadeaktionen in Heiligendamm, Jena, Köln und Dresden einbringen. Wir verstehen uns solidarisch zu den anderen Aktionen des Protestes und Widerstands gegen den Castortransport.

    Alle können sich beteiligen!

    Damit unsere Aktion gelingt, wollen wir viele werden. In einer offensiven öffentlichen Kampagne wollen wir erreichen, dass die Legitimität dieser Aktion verständlich wird. Die Aktion soll für viele Menschen vorstellbar werden als Weiterentwicklung ihres bisherigen Protests und von vielen Menschen öffentlich unterstützt und mitgetragen werden. Wir wollen was bewegen, auch in den Köpfen der Menschen.

    Was können alle tun?

    Ihr macht euch die Idee von "Castor Schottern!" zu eigen. Mit Eurem (Gruppen)-Namen tragt Ihr die Absichtserklärung der Kampagne mit.

    Ihr bildet Gruppen vor Ort und bereitet euch gemeinsam auf die Aktion vor. Wir vermitteln Trainings für Aktionsgruppen. Meldet Euch bei uns. Wir unterstützen bei der Organisation und Koordination.
    Kontakt: mail[ät]castor2010.org

    Ihr organisiert Veranstaltungen. Wir kommen zu Euch, erzählen über den vielfältigen Widerstand gegen Castor und Atomkraft und berichten über die Idee der Kampagne "Castor schottern!", den Stand der Vorbereitungen und die Möglichkeit, die Aktion mit zu gestalten.
    Kontakt: mail[ät]castor2010.org

    Wenn ihr es nicht schafft, euch vorher vorzubereiten, wird es auch im Wendland selbst in den Camps noch möglich sein, sich der Aktion anzuschließen.

    Castor Schottern!
    Atomausstieg bleibt Handarbeit!


    Website der Kampange


    UnterzeichnerInnen (Stand 09.09.2010):

    anti-atom-Plenum Berlin, Antifa-KOK Düsseldorf/Neuss (IL), Klima!Bewegungsnetzwerk, FAU Flensburg, Arbeitskreis Umwelt Wiesbaden(AKU), Avanti - Projekt undogmatische Linke (IL), anti-atom-Büro Hamburg, transact!, Mobile Volxküchen, Radikale Linke Nürnberg (IL), Gegenstrom Berlin, Linke und Kritische StudentInnen (Luks) Erlangen, Projekt Interventionistische Linke Ravensburg (IL), Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, FelS - Für eine linke Strömung (IL), FAU Nürnberg, food for action, Redaktion analyse & kritik (IL), anti-atom-Plenum Braunschweig, S.C.A. [SaltCityAntifas], Sofortiger Atomausstieg (SofA) Münster, internationale sozialistische linke - isl (IL), Klimaplenum Leipzig, Gruppo Diffuso Erlangen, anti-atom-Plenum Wendland, Interventionistische Linke München (IL), BI Moorburgtrasse-stoppen, glocal Hanau, Kampagne Libertad! (IL), Umweltzentrum Münster, SDAJ München, Infogruppe Rosenheim, Autonome Jugend Antifa (AJA) Nürnberg, Interventionistische Linke Köln (IL), atmospheric disorder, Waldautonome Berlin, Kritisches Kollektiv (IL), AktivistInnen aus Bremen, Autonome Antifa Teltow-Fläming, Rote Aktion Kornstraße - RAK Hannover (IL), RSB/IV. Internationale, Gruppe d.i.s.s.i.d.e.n.t. Marburg (IL), "Sonne, Mond und Sterne" Köln Kalk, Kommuja - Netzwerk der politischen Kommunen, Linksjugend ['solid] Landesverband Rheinland Pfalz, Linksjugend ['solid] Landesverband Bremen, FAU Braunschweig, turn_left Frankfurt, Klimaplenum Hamburg, Gewerkschaftliche Hochschulgruppe Hamburg, Hausplenum Druckerei im Gängeviertel, Bund deutscher PfadfinderInnen (BDP) sowie zahlreiche Einzelpersonen u.a.:

    Hannes Wader (Liedermacher)
    Prof. Dr. Ulrich Brand (Universität Wien)
    Prof. Dr. Alex Demirovic
    Matthias Schmelzer (attac Koordinierungskreis)
    Prof. Michael Brie (Direktor Institut für Gesellschaftsanalyse, Rosa-Luxemburg-Stiftung)
    Pedram Shayar (attac Koordinierungskreis)
    Prof. Dr. Peter Grottian
    Prof. Dr. Peter Herrmann (University College Cork)
    Dr. Rasmus Hoffmann
    Prof. Dr. Clemens Knobloch
    Dr. phil. Wolfgang Neef
    Laura Wollny (Bundessprecherin Linksjugend['solid])
    Franziska Stier (Bundessprecherin Linksjugend['solid])
    Hannah Heyenn (Bundessprecherin Linksjugend['solid])
    Peter Schrott (Stellvertretender Vorsitzender ver.di Berlin/Brandeburg)
    Thomas Seibert (IL)
    Alexis Passadakis (attac Koordinierungskreis)
    Monty Schädel, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)
    Prof. Ekkehart Krippendorff
    Erhard Renz
    Hubertus Assmann
    Thies Gleiss (stellvertretender Landessprecher DIE LINKE NRW)
    Jan Duschek (Gewerkschaftssekretär, Berlin)
    Ringo Bischoff (Gewerkschaftssekretär, Berlin)
    Jaana Heider (Gewerkschaftssekretärin, Nürnberg)
    Moritz Braukmüller (Gewerkschaftssekretär, Göttingen)
    Tjark Sauer (Gewerkschaftssekretär, Düsseldorf)
    Fabian Rehm (Gewerkschaftssekretär, Marburg)
    Pascal Röckert (Gewerkschaftssekretär, Gießen)
    David Matrai (Gewerkschaftssekretär, Hannover)
    André Kretschmar (Gewerkschaftssekretär, Hamburg)
    Angela Klein (internationale sozialistische linke, IL)
    Sabine Altmann
    Halina Wawzyniak (MdB, DIE LINKE)
    Frithjof Natho
    Konstantin Wecker (Sänger, Musiker und Autor)
    Axel Köhler-Schnura (Coordination gegen BAYER-Gefahren)
    Yasemin Kizilirmak (Sprecherin DIE LINKE Neuss)
    Till Baumann (Theatermacher)
  • „Denn wir sind das Volk“

    3 Aug 2010, 20:42

    Sa., 21. Aug. – Die Kritische Masse
    Vor einigen Tagen sind mir Flyer und Aufkleber aufgefallen, die zu einem Festival Kritische Masse mobilisieren. Der Style und das Layout erinnert an linke Veranstaltungen. Anlehnungen an attac Events und angepaßte Megaspree Spektakel etablierter und zum Teil rassistischer Kultureliten sind ebenfalls zu entdecken. Nur der kleine Hinweis auf die Veranstalter_innen irritiert. Hinter dem Festival steckt nämlich das Infonetzwerk Berlin und das Radio NWO.

    NWO steht für new world order. Dahinter verbirgt sich die Vorstellung, daß amerikanische Politiker_innen im Geheimen, wahlweise zusammen mit dem jüdischen Finazkapital, die Unterjochung der Menschen betreiben. Krieg, ökonomische Krisen und Privatisierung nationaler Reichtümer soll das Ziel dieser menschenfeindlichen Eliten sein.

    Die Berliner Netzwerker_innen und das Radio NWO gehören zur Bewegung der Truther, die hinter dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 eine Verschwörung imaginieren, die eine new world order durchsetzen wollen. Weiterer Bezugpunkt ist der Infokrieger Alex Jones, der auch in Deutschland eine Filliale seiner rechtsoffenen, durchgehend patriotisch nationalistischen Politsekte betreibt. Nuovision, ein Videoportal, bildet dabei die propagandistische Speerspitze einer verschwörungstheoretischen Avantgarde, die vor allem durch die beiden Filme Zeitgeist und Zeitgeist: Addendum bekannt geworden ist.

    Eine Seite der deutschen Zeitgeistbewegung wird von der (Rand-) Berliner_in Anja Kammer betrieben. Sie hat seit Januar 2009 mindestens drei weitere Seiten für die deutschen Netzwerker_innen und NWO-Bewegung angemeldet. Dazu gehört auch die Seite des Infonetzwerkes Berlin und des Radio NWO. Somit muß sie als maßgebliche Protagonist_in der Berliner Infokrieger_innen Szene gesehen werden.

    Das Festival Kritische Masse gehört offenbar zu einem HipHop Musikprojekt des Radio NWO. Es stellt Sampler mit Bands zusammen, die tendenziell antiamerikanisch, antisemitisch und shoarelativierende (schlecht) rappen. Alle Crews verbindet eine apokalyptische Weltsicht, die in verschwörungstheoretischen Konstruktionen kulminiert.

    Der aktuelle zweite Sampler steht zum download bereit. Die Tracklist vereint sämtliche schlechten Bands, die sich offensiv leer und sprachschwächelnd mit Israelkritik, dem Heuschreckenfinanzkapital und anderen Manipulationen auseinandersetzt und sich, wie die Bandbreite rappt, nur an die Auserwählten und gläubigen Truther richtet.

    Ein weitere besonders widerlicher Track ist Wie lange noch von Scarabeuz & Taleb, der mit einem erstaunlich professionellem Video promotet wird. Selbst Anja Kammer steuert als Kerkerschrei den Track Das Kartell bei, in dem unter fette Bässe Statements und vermeintliche Komplottbeschreibungen gegen das Finanzkapital gesampelt werden. Mich wundert nur, daß die Confessions of a economic hitman nicht genutzt wurden.

    Bei so viel Regression ist es kein Wunder, daß bei den Infokrieger_innen aus move against capitalism, dem Motto des Kulturprogramms gegen den G8 Gipfel in Heiligendamm, ein Truth Move werden soll. Den schließlich geht es um die Wahrheit, die allerdings nur die auserwählten Netzwerker_innen kennen.

    Die Bandbreite wird übrigens nicht dabei sein. Wie reflexion schreibt, soll offenbar einer antideutschen Verleumdnungskampagne aus dem Weg gegangen werden. Die hiphopaffinen Truther in Berlin sind ganz traurig, daß die unsympahtischen Jungs mit Hang zum Nationalismus nicht dabei sind. Aber die Referent_innen von Infokrieger News und MM News werden ihnen ganz bestimmt feuchte Träume bescheren.

    Ich würde jeder_m empfehlen, diese Veranstaltung zu meiden oder eine Zusammenarbeit in Erwägung zu ziehen. Die Szene in Berlin scheint sich erstmals offensiv aber vorsichtig an die Öffentlichkeit zu trauen. Die Mobilisierunsseiten sind relativ jung. Die Berliner Netzwerker_innen scheinen noch sehr unsicher zu sein, wie sie hier aufgenommen werden. Ob das so bleibt?

    Die Überschrift zitiert die Konklusion des Selbstverständnisses der Berliner Netzwerker_innen

    Quelle: http://aka.blogsport.de/2010/08/03/denn-wir-sind-das-volk/
  • Transgenialer CSD in Berlin Neukölln

    30 May 2010, 13:25

    Gewaltige Zeiten – gewaltiger queerer Widerstand

    Wir laden auch dieses Jahr wieder mit einer queerpolitischen Demo zum Transgenialen CSD ein.Unter dem Motto: „Gewaltige Zeiten – gewaltiger queerer Widerstand“ wollen wir unseren Forderungen Luft zu machen und uns gegen Gewalt, Missbrauch und Vertreibung in der Welt und unseren Kiezen stellen.



    Mit unserer Demo wollen wir in diesem Jahr unsere Solidarität mit den Verfolgten aus aller Welt zum Ausdruck bringen – wir fordern: Grenzen auf für alle, statt Kriege im Namen der Menschenrechte!. Wir rufen auf zur Solidarität mit den nichtkommerziellen und politischen Projekten im Kiez, die von Nazis angegriffen wurden – etwa Tante Horst, Friedelstraße, Scherer 8.
    Wir stellen uns auf die Seite von den durch die Gentrifizierung vertriebenen und bedrohten Projekten, so zum Beispiel Der Schwarze Kanal und das SO36.
    Wir klagen die Tradition der sexualisierten Gewalt in der Erziehung durch mächtige Organisationen, wie z.B. die Kirche, an.
    Deshalb rufen wir dieses Jahr – wie jedes Jahr – am bekannten Termin zum transgenialen CSD auf:

    Transgenialer CSD am 26.06., Start 14 Uhr am Rathaus Neukölln, Abschlusskundgebung am Heinrichplatz in Kreuzberg.



    djs auf der strecke: karina, electrosexual, namosh

    Kundgebungsmoderation: Gloria Vigra, Stefanie Gras

    Und dann Daniela + X, Spicy Tigers, Kingz of Berlin on Speed, GloriaViagra, StefanieGras, Pünktchen, Ocean, Frustella, Antipasti, Kakosonia, lulu belinda, Kaey, Scream Club, Monotekktoni, Miss Fish, Randy Twigg, Ipek und und und …

    Informationen hier!
  • Naziaufmarsch Berlin 1.Mai Verhindern!

    3 Apr 2010, 10:43

    Noch ist zwar nicht raus, in welchem Bezirk Berlins der Naziaufmarsch am 1. Mai stattfinden wird, es ist jedoch davon auszugehen, dass es in Norddeutschland der größte Aufmarsch der radikalen Rechten werden wird und das, obwohl Freie Kräfte und NPD am 1. Mai gleich fünf große und mehrere kleinere Demonstrationen angemeldet haben.
    Es ist davon auszugehen, dass vor allem jüngere Neonazis aus dem Umfeld der "Freien Kräfte" nach Berlin fahren werden, um hier ihre menschenverachtende Propaganda zu verbreiten.

    Um dies zu verhindern, haben sich mittlerweile gleich drei Bündisse zusammengefunden, die zu Aktionen gegen den Aufmarsch mobilisieren.

    Das spektrenübergreifende Bündnis "1. Mai - Nazifrei", in dem sich neben der Linkspartei und diversen Gewerkschaftsgruppen auch zahlreiche Antifa-Gruppen, die jüdische Gemeinde und der 1. FC Union zusammengefunden haben, will den Naziaufmarsch durch Strassen- bzw. Sitzblokaden blockieren. Vorbild sind die Aktionen am 13.02.10 in Dresden. Ähnlich wie dort, hat sich auch "1. Mai - Nazifrei" einen sogenannten Aktionskonsens gegeben:
    "Wir werden uns in Berlin durch Aktionen des Zivilen Ungehorsam mit Massenblockaden den Nazis entgegen stellen und sie stoppen. Dieses Ziel eint uns über alle sozialen, politischen oder kulturellen Unterschiede hinweg. Wir sind bunt und wir stellen uns den Nazis in den Weg. Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen den Naziaufmarsch verhindern zu wollen."

    Desweiteren hat sich ein Bündnis berliner Antifa-Gruppen konstituiert, das unter dem Motto "Jeder Naziaufmarsch hat seinen Preis" ebenfalls zu Aktionen mobilisiert. Der Versuch der Nazis, mit ihren Mai-Demonstrationen Anschluss an gesellschaftliche Deabatten zu finden, indem sie ihren völkischen Antikapitalismus propagieren, wird hierbei angegangen. Die inhaltliche Kritik am rechten "Antikapitalismus" (siehe Aufruf), ergänzt das Antifa-Bündnis durch die eigene gesellschaftskritische Position und thematisiert die Zusammenhänge zwischen bürgerlich-kapitalistischer Gesellschaft und dem Erstarken faschistischer Ideologie.

    Last but not least hat sich ein antifaschistisches Jugendbündnis gegründet, das sich auf die Fahnen geschrieben hat, explizit SchülerInnen anzusprechen und diese gegen Nazis zu mobilisieren. Unter dem Motto "Los jetzt hier!" rufen die in ihm zusammengeschlossenen Jugendantifagruppen zur Teilnahme an den Aktionen gegen den Naziaufmarsch auf. Aus ähnlichen Gründen wie denen des Antifa-Bündnisses hält auch das Jugendantifabündnis desweiteren eine gesellschaftskritische Intervention (siehe Aufrufe) für nötig und ruft zusätzlich zur Teilnahme an der Demonstration "Die Krise beenden: Kapitalismus abschaffen!" (18h, Kottbusser Tor) auf.

    Der Vorbereitungskreis ebenjener Demonstration steht dabei in enger Absprache mit den KoordinatorInnen der Anti-Nazi-Proteste und wird die Demonstration in Kreuzberg nicht vor dem Ende der hoffentlich erfolgreichen Blockaden losgehen lassen.

    Am Vorabend des 1. Mai findet zusätzlich eine weitere antifaschistische Demonstration in Berlin statt.Verschiedene Antifa-Gruppen rufen zur Demo gegen die Kneipe "Zum Henker" in Oberschöneweide auf, da dort regelmäßig Neonazis Veranstaltungen durchführen können (mehr Infos siehe Link unten). Treffpunkt ist am 30.04. um 17h am S-Bhf Schöneweide.





    Weitergehende Informationen:

    Spektrenübergreifendes Bündnis: http://1-mai-nazifrei.tk/
    Antifa-Bündnis: http://antifa-berlin.de/
    Jugendantifabündnis: http://antifajugend.de/

    Demonstration "Die Krise beenden: Kapitalismus abschaffen!": http://www.erstermai.nostate.net/
    Vorabend-Demo "Zum Führer mit Zum Henker": http://abso.blogsport.de/
  • Dresden: Europas größten Naziaufmarsch verhindern!

    17 Jan 2010, 17:14

    Wir rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten dazu auf, am 13. Februar dem Naziaufmarsch in Dresden entschlossen entgegenzutreten und ihn gemeinsam zu blockieren!
    In dem bundesweiten Bündnis No pasarán! haben sich verschiedene linke und antifaschistische Gruppen zusammengeschlossen, um dem jährlich stattfindenden Nazigroßaufmarsch endlich ein Ende zu bereiten.


    Website des Bündnisses

    Gemeinsam blockieren!

    In den vergangenen Jahren hat es immer Proteste gegen den Naziaufmarsch in Dresden gegeben. Trotzdem konnte es bislang nicht gelingen, dem Naziaufmarsch wirksam etwas entgegen zu setzen. Im letzten Jahr beteiligten sich 4000 AntifaschistInnen an einer Demonstration unter dem Motto „No pasarán!“. Doch auch hier zeigte sich, dass Polizei und Ordnungsbehörde alles daran setzen, linken antifaschistischen Protest zu verhindern und abzudrängen.
    Dem setzen wir 2010 unseren vielfältigen Widerstand entgegen. Es ist gerade eine solche Vielfalt an Aktionsformen – nicht gegen-, sondern miteinander –, die gegen den Aufmarsch etwas ausrichten kann. Dafür brauchen wir ein starkes breites Bündnis all derer, die mit uns zusammen den Naziaufmarsch in Dresden blockieren!

    Dem Naziaufmarsch am 13. Februar
    entschlossen entgegentreten – gemeinsam blockieren!
    No pasarán – sie kommen nicht durch!

    Dresdener Bündniss

  • Wochenende in Berlin

    4 Jan 2010, 15:32

    Termine und Hinweise:

    LL-Demo am 10.1.2010 in Berlin
    Am 10. Januar 2010 findet in Berlin die jährliche Demonstration zur Ehrung der beiden Sozialisten und Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt. Beide sind eng verbunden mit der Novemberrevolution von 1918. Gerade in Zeiten einer globalen Wirtschaftskrise ist die LL-Ehrung ein Referenzpunkt für eine antikapitalistische Linke.

    http://www.antifa.de/cms/content/view/1252/1/

    Antifaschistischer Block auf der LL-Demo 2010 in Berlin:
    Sonntag, 10. Januar 2010 | 10 Uhr | U-Bhf. Frankfurter Tor

    LL-Soli-Party am Vorabend der Demo
    Samstag, 9. Januar 2010 | 21 Uhr | "KATO" (U-Bhf. Schlesisches Tor)

    Rosa-Luxemburg-Konferenz
    Samstag, 9. Januar 2010 | ab 10 Uhr | "URANIA" (U-Bhf. Wittenbergplatz)
    http://www.rosa-luxemburg-konferenz.de/


    *
    Soliparty für den Transgenialen CSD am 9.1.2010 in der Supamolly!
    ... it all startet with a riot!

    Soliparty Transgenialer CSD 2010
    http://transgenialercsd.de/


    DJ_ANES: karina-funky diva - helga p
    LIVE ab 22:00 Uhr: rattenchor - pünktchen
    tima die göttliche - sabuha salaam - Strawberry KaeyK
    ocean - madkate - namosh - platzblanche
    MC: andreas schwarz
    mit der QUEER-O-MATIK-cocktailbar + QUEER MERCH
    am Samstag, den 9.1.2010 ab 21:00 h in der SUPAMOLLY, Jessner Str. 41, 10247 Berlin.


    *
    Sonntag, 10.01.2010
    10.00 Uhr
    Statthaus Böcklerpark (U-Bhf. Prinzenstr.): Treffen
    15. Antifaschistisches Jugendtreffen der VVN - BdA. "Unser Beitrag zum Klimaschutz - Entnazifizierung jetzt!" Ab 14.00 Uhr finden mehrere Workshops und Arbeitsgruppen statt. Es folgen Podiumsdiskussionen. Ab 20.00 Uhr wird das ganze mit Musik von "Teds n Grog" (Anarcho-Rock), "Schlagzeiln" (Rap) und "Love United" (Rap) beendet. Eintritt frei.
  • Homophobes Sizzla-Konzert in Berlin verhindern!

    20 Nov 2009, 10:36

    An alle Gruppen, Personen, Lokalitäten die sich gegen Homophobie aussprechen.

    Am 26. 11.2009 findet in Berlin ein Konzert des jamaikanischen Sängers
    Sizzla statt. Sizzla ist weltweit bekannt für seine homophoben Texte und
    musste deswegen in der Vergangenheit schon öfter Konzerte absagen. Sizzla
    kann trotz der Tatsache, das er offen zum Mord an Homosexuellen aufruft
    kommende Woche in der Kulturbrauerei auftreten.

    Wir, ein Zusammenschluss verschiedener Menschen die öfter schon zum Thema
    Homophobie gearbeitet haben, möchten dem Konzert etwas entgegensetzen. Wir
    haben eine Pressemitteilung verfasst, die auf die Problematik hinweist.
    Weiterhin organisieren wir für den 26.11. eine Demonstration, da wir davon
    ausgehen, das es sein kann das die Kulturbrauerei das Konzert aus
    finanziellen Gründen nicht absagt. Sollten sie es nicht absagen und am Tag
    selbst passiert nichts, dann wäre das eine ziemliche Niederlage. Wir sehen
    die Demo als eine Art Druckmittel, warten aber erst ein Mal die Reaktion
    des Kesselhauses ab.

    Wir brauchen Unterstützung:
    -Bitte leitet die Pressemitteilung (sieh unten) weiter an Presse und
    Initiativen
    -Kontaktiert Politiker_innen und Verantwortliche im Kulturbereich
    -Bewerbt den Blog gegen den Sizzla-Auftritt
    Website: http://smashhomophobia.blogsport.de/
    Banner: http://smashhomophobia.blogsport.de/material/
    -Sendet diese Einladung/Information an Menschen die sich vorstellen können
    sich gegen den Auftritt zu engagieren.

    Vernetzungstreffen:
    22.11.2009, F54, 15 Uhr
    Friedelstraße 54, 12047 Berlin-Neukölln
    Um eine Absage des Auftrittes zu erwirken ist es wichtig, das sich bei dem
    Treffen so viele Menschen wie Möglich einbringen.
    Plan:
    http://www.berlin.de/stadtplan/map.asp?sid=eeee7439ab5436d1655de771033db325&start.x=5&plz=&str=Friedelstra%DFe+54&grid=dedatlas10


    Kontakt:
    Telefon: 015154961802 (Presse-Kontakt)
    Web: http://smashhomophobia.blogsport.de/
    Mail: ak-northeast@riseup.net | smash-homophobia@Safe-mail.net

    Pressemitteilung:
    http://smashhomophobia.blogsport.de/2009/11/18/pressemitteilung-offener-brief/

    Hintergrundinfos zu Sizzla:
    http://smashhomophobia.blogsport.de/links/
    http://www.reitschule.ch/reitschule/stopmurdermusic/killerqueens/sizzla.html
    http://www.stopmurdermusic-zh.ch/killers.html
    http://www.stopmurdermusic-zh.ch/compassionateact.html

  • Achtung! Naziaufmarsch am Samstag in Berlin!

    7 Oct 2009, 16:10

    Keine Nazis – Nirgendwo!
    Am Samstag, den 10.10.2009 wollen Neonazis in Berlin, ab 12 Uhr eine Demonstration unter dem Motto „Vom nationalen Widerstand zum nationalen Angriff“ durchführen. Hintergrund ist ein Angriff auf die Nazikneipe „Zum Henker“, der am letzten Wochenende verübt wurde. Dabei wurden Molotowcocktails auf den „Henker“ geworfen. Einer der Neonazis, wurde beim Versuch einen vermeintlichen Täter aufhalten zu wollen, überrollt. Dieser Neonazi liegt derzeit im Koma. Die Neonazis schwören nun Rache.

    Nachdem die rechte Szene dazu bereits am Sonntag den 4.10. eine Spontandemo mit ca. 250 Personen durchgeführt hat, will sie nun am Samstag eine weitere Demo folgen lassen. Bisher sind Ort, Uhrzeit und Motto noch unklar, wir gehen aber davon aus, dass Schöneweide Ziel der rechten Mobilisierung sein wird.

    Schöneweide ist seit vielen Jahren Schwerpunkt rechter Aktivitäten und rechter Gewalt. Die Kneipe „Zum Henker“ hat sich nach dem „Johannisthaler Stüb'l“, der geschlossenen „Spreehexe“ und dem geschlossenen „Ostend“, dem ebenfalls geschlossen Naziladen „Parzifal“ und dem Dauerbrenner „Eisenbahner“ zum neuen Treffpunkt der Neonaziszene entwickelt. Vor allem die Kameradschaft Frontbann 24 fühlt sich dort gut aufgehoben. Seitdem die Kneipe boomt, hat sich die Bedrohungssituation in Schöneweide wieder verschärft. Es werden Menschen bedroht und beleidigt, es wird Nazimusik gespielt und überall wird rechte Propaganda verklebt, gemalt, geritzt. Längst hat sich der „Henker“ zum überregionalen Treffpunkt der rechten Szene entwickelt.

    Wir werden nicht zulassen, dass sich diese Neonazis als Opfer darstellen. Sie sind es, die tatkräftig und ideologisch untermauert andere Menschen erniedrigen, in wertes und unwertes Leben unterscheiden. Und sie sind es auch, die nach dem Angriff ziellos Drohungen aussprechen und sich rächen wollen.

    Für die Freiheit – Für das Leben! Keine Nazis – Nirgendwo!
    Achtet auf aktuelle Ankündigungen
    Infotelefon: 0162 – 37 44 514
    Ermittlungsausschuss: 030 – 69 22 222

    http://abso.xail.net/
    http://www.antifa.de