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Marten McFly, Sokke, Knopfdruck und JT (gesprochen Jotte) sind seit mehr als einem halben Jahrzehnt unter dem Namen Flow im Ohr im Bereich der elektronifizierten Rap- und Gesangsbeschallung tätig. Wiederholten stilistischen und personellen Fluktuationen zum Trotz hat sich der harte Kern der Band mit dem Ohr mittlerweile zu einem in jeder Hinsicht gefestigten musikalischen Monolithen verdichtet, dessen für die steinerne Metapher eher untypische, aber in diesem Sonderfall extrem ausgeprägte Flexibilität immer wieder positiv zu überraschen weiß. Auf der Bühne wird gerockt was die Stimmbänder und Musik erzeugenden Elektrogeräte hergeben. Ob in der großen Halle, im gemütlichen Kellerloch oder auch mal draußen unter freiem Himmel – Flow im Ohr haben es immer wieder allen gezeigt.

Mit ihrem Debütalbum „Fürs Demo wird’s reichen“ (2005) gelang ihnen der Schritt vom beliebten Untergrundact zum beliebten Untergrundact mit CD. Dieser Erfolg war bereits für die Resonanz auf das aktuelle Release „Ausstiegsdroge“ (2007) richtungweisend – eine CD, die man sich, wie unabhängige Experten bestätigen, immer wieder anhören kann, sofern man sie besitzt.

Songs wie „Silvermedalgirl“ (Die Absolute Nummer Zwei) oder „Du bist Hip Hop“ wissen mit ungeschminktem Wahrheitsgehalt zu amüsieren, Nummern wie „Zuckerwatte“ oder „Auf und Ab“ weisen musikalisch in unkonventionelle Richtungen. Die Platte kommt so mehrdimensional daher, wie es eine flache Kunststoffscheibe nur sein kann. Der Genuss erhöht die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Genusses, was das Produkt zur absoluten Ausstiegsdroge macht: Raus aus dem Althergebrachten, Erwartungsgemäßen. Raus aus dem Korsett, welches so manchen anderen Rapplatten die Luft abschnürt.

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