Biography

Rhaatid Das Beste aus beiden Welten – vier Musiker aus Jamaika und Deutschland fusionieren Rock und Reggae zu einer einzigartigen Powermischung Roots Rock Reggae. So simpel kann man den komplexen und abgedrehten Sound der deutsch-jamaikanischen Formation Rhaatid auf den Punkt bringen. Aber Vorsicht, gleich um die Ecke lauern schon wieder die Klischees. Engstirnige Köpfe denken bei Reggae ja gern an träge Dauerkiffer und kennen Rock nur in Verbindung mit jeder Menge Bier. „Ich rauche nicht, ich trinke nicht und ich esse kein Fleisch“, erklärt Rough House, Sänger und Bassist der Band. „Ich brauche keine Drogen, nur unseren harten, energetischen, positiven Groove!“ Rough House, der mit bürgerlichem Namen Keith Powell Jr. heißt, ist seit etwa vier Jahren als Solokünstler aktiv, doch die Musik wurde ihm quasi schon in die Wiege gelegt. Sein Vater Keith Powell ist eine feste Größe in der jamaikanischen Musikszene, hat z.B. als Gitarrist für Legenden wie Peter Tosh und Dennis Brown gespielt, so kam für den Sohn etwas anderes als Musik nie wirklich in Frage. Und auch er hat mit seinem Bass schon Ikonen (u.a. Toots und Jimmy Cliff) des Reggae begleitet und war als Studiomusiker für Künstler wie Ken Booth, President Brown, Culture Knox oder Garnett Silk im Einsatz. Seit geraumer Zeit ist Deutschland die zweite Heimat von Rough House, wo er als Bassist u.a. für und mit Die Fantastischen Vier, Samy Deluxe, Max Herre und Gentleman gearbeitet hat. Ende 2006 kam sein in der Szene äußerst euphorisch aufgenommenes Album mit dem Titel „My Intention“ heraus, auf dem auch die befreundeten Musiker Patrice und Gentleman sowie Jamaica Papa Curvin und Shocking Murray zu hören sind. So gibt es hierzulande bereits einige Fans, nachdem Rough House auf diversen Festivals wie Summer Jam aufgetreten ist. Seine Leidenschaft für Rock deutet sich auf dem Album schon an, z.B. bei Songs wie „Da Truth“ mit seinem an RATM erinnernden Refrain. „Ich wollte schon lange Rock und Reggae miteinander verbinden, doch fand ich nie die geeigneten Leute“, erzählt Rough House. In dem Gitarristen Pomez fand er dann schließlich seinen kongenialen Partner. Pomez kommt aus der Rock-Ecke, hat aber auch jede Menge Reggae-Erfahrung, spielte er doch Drums in der Band der Dortmunder Reggae-Legende Natty U, einem der erfolgreichsten deutschen Reggae-Musiker, und einer der wenigen Weißen, deren Musik auch auf Jamaika gehört wurde. Zusammen bilden Pomez und Rough House eine perfekte Balance, um mit Rhaatid beide Stile authentisch miteinander zu vereinen. Richtig rund wird die Sache aber erst durch ihre beiden Mitstreiter Michel und Ajani. Auch Michel Akpovo-Grimm entstammt einer Künstlerfamilie, seine Mutter arbeitet in Hamburg erfolgreich als Sängerin und Tänzerin. Bei Rhaatid gibt er den Takt vor, und da er viele Jahre in Togo gelebt hat, bringt er noch einen charmanten Afro-Percussion-Touch in den grenzüberschreitenden Sound der Band. Keyboarder Ajani stammt wie Rough House aus Jamaika, ist jedoch schon einige Jahre in der deutschen Musikszene heimisch, z.B. hat er lange Zeit für Patrice Keyboards gespielt. Den Stil und Sound von Rhaatid beschreibt Rough House anhand der maßgeblichen Einflüsse: „Eine Kombination aus System Of A Down, Rage Against The Machine, Korn, Sean Paul und natürlich dem Roots-Reggae á la Bob Marley.“ Pomez sieht auch „Led Zeppelin in unserem Sound. Jeder Rock ist gut, solange er nur ordentlich groovt.“ Auch Anklänge an The Prodigy oder Junkie XL zu besten Zeiten sowie die leider längst vergessenen Dub War sind nicht ganz von der Hand zu weisen. „Wir nehmen das Beste von beiden Seiten und setzen es auf unsere Art neu zusammen“, sagt Rough House. „So verbinden wir die Rockwelt mit der Reggaewelt. Die positive Botschaft der Rastafaris ist zu wichtig, um nur von den Reggae-Fans gehört zu werden. „Für uns gibt es in der Musik keine Grenzen, und wir möchten sie als Werkzeug benutzen, um die Menschen zu vereinen. Musik hat die Kraft, verschiedene Menschen mit verschiedenen kulturellen Backgrounds zueinander zu führen.“ Und wie fantastisch das bei Rhaatid funktioniert, weiß man inzwischen schon in Deutschland und Jamaica. Zum Release des Albums von Rough House stand ein Auftritt beim Jamaica Jazz Festival in Montego Bay an, wo das Publikum kurzerhand auch gleich mit Rhaatid konfrontiert wurde. Die Reaktionen hätten positiver kaum sein können, der Auftritt von Rhaatid war „the talk of the festival“ und sogar im TV zu sehen. Die einflussreiche Radiostation Irie FM spielt seitdem regelmäßig Musik von Rhaatid. Auch in Deutschland, wo Rough House letztes Jahr im Dezember eine kleine Tour mit Jamaica Papa Curvin gespielt hat, nutzte die Band die Chance, den Leuten Rhaatid auf der Bühne zu präsentieren und sie sogleich restlos in Begeisterung zu versetzen. Das Wort Rhaatid bedeutet auf Jamaika übrigens in etwa so viel wie ‚bemerkenswert’, ‚heiß’ oder gar ‚sensationell’. Genau übersetzen lässt es sich nicht, aber in jedem Fall ist es ein Ausdruck der Anerkennung und Zustimmung. Und sicher ist auch, dass der Name auf diese Band passt wie kein zweiter. Das Debütalbum ist bereits fertig aufgenommen, eine Tour ist in Planung. Man wird noch viel hören von Rhaatid, und das schon sehr bald. Freut euch drauf! Line-Up: Rough House – Vocals, Bass Pomez – Guitars, Backing Vocals Michel Akpovo-Grimm – Drums, Backing Vocals Ajani – Keyboards, Backing Vocals

Edited by Grammaton74 on 20 Jul 2007, 17:47

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