Was kann man schon zum entzückenden
Kevin Devine sagen, Singer/Songwriter aus Brooklyn und durch und durch Vollblutmusiker. Und in Anlehnung an die „yes we can“-Rufe wurde dann „Yes Week-end! Motto des Abends und 2Std 15min voller Musik folgten...
Im Mai 2008 erstmalig live gesehen und schon damals von seiner herzlichen Art und musikalischem Können beeindruckt, daher war die Entscheidung logisch, Karten kaufen für Köln! Im
Stereo Wonderland gab er am 11.12.2009 einen kleinen Solo-Gig, der fast wortwörtlich Wohnzimmer-Atmosphäre versprach, so winzig ist der Club.
Nachdem der Gute 9 Std. in London-Heathrow festhing, verzögerte sich der Einlass um einige Zeit, was aufgrund der aufsteigenden Kälte zunehmend unangenehm wurde. Aber die Winzigkeit des Clubs versprach schnelles Aufwärmen, wenn man erst mal drin ist. So war es dann auch. Zuvor konnte man Kevin dank der großen und nicht verbarrikadierten Fenster noch beim Soundcheck zugucken und dann war es endlich so weit. Rein und aufwärmen.
Das Konzert hielt was ich erwartete, ein riiiiesiges Sammelsurium aus alten und neuen Songs, gespickt mit lustigen Anekdoten, Coverversionen von
Neil Young und
Nada Surf (Publikum extrem textsicher) und jeder Menge Wunschsongs aus dem Publikum. Zwischen durch wurde dann kurz abgeklärt, ob man das Konzert bald beenden müsse oder einfach weiter spielen kann. (Zu dem Zeitpunkt hatte er schon 1,5 Std gespielt) Die Herrschaften an der Bar gaben daraufhin grünes Licht, dass es ruhig weiter gehen kann, da danach keine weitere Veranstaltung anstand und schon fanden die nächsten Song-Wünsche den Weg auf die Bühne. „
Splitting Up Christmas“ wurde ebenfalls gewünscht und wurde im Hinblick auf die Vorweihnachtszeit dann auch zum letzten Song des Abends.
Ein herrlich entspanntes, gut gelauntes und textsicheres Publikum genoss einen wunderschönen Freitagabend in einem kleinen Club irgendwo in Köln. Wer sagt denn, dass es immer größer, lauter etc. sein muss.
Solche musikalischen Perlen wie das Konzert von Kevin sind rar gesät und weil´s so schön war... er kommt wieder, inkl. Band im
Februar oder März 2010!
PS 1: Vielen lieben Dank an die junge Dame, die sich Nada Surf wünschte... „Inside of love“ ist aber auch soooo ein wunderschöner Song und zu dieser Jahreszeit irgendwie besonders.
PS 2: Danke auch an den jungen Mann irgendwo vorne in der Mitte, der bei jedem Song aus tiefstem Herzen mitgesungen hat und somit ganz wunderbare Backing-Vocals ablieferte. (Respekt, hast eine wirklich gute Stimme!)
PS 3: Falls irgendjemand eine Setlist hat, würde mich die wohl sehr interessieren... waren einfach zu viele Songs um sie sich auch nur annähernd zu merken. ;-)