REVIEW for Ralf Rabendorn - Aschenflucht

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27 Nov 2011, 18:10

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Ralf RabendornAschenflucht
24. November 2011 | Autor: RaF (KulturTerrorismus)

Meisterlich in allen Belan­gen!

VÖ: 2011 Label: Against it Re­cords

Genre: Avantgarde, Krautrock Format: CD-R

Ralf Rabendorn, seines Zeichens Kooperateur bei Testphasen Negativ & Infinitus Ensemble wie Solokünstler, der mit “Aschenflucht” ein experimentelles Potpourri der Genres , , (Dark-) & , die gemeinsam den Zustand der erfüllen, womit der Saarländer höchst persönliche Themen auf- bzw. verarbeitet.

Aschenflucht” erblickte das Licht der Welt über die Ton­trägermanufaktur Against it Records, deren Programm vornehmlich ex­perimentelle Releases aus den Genres Ambient und Folk bereithält, wel­che in der Regel als limitierte Pro CD-R Auflage erscheinen.

Deutsch, eine ausdrucksstarke Sprache, worin sich zu wenig Künstler eloquent ausdrücken, weshalb Ralf Rabendorn zu einer Minderheit zählt, die auf hohem Niveau Texte verfasst und nicht belanglose Ge­fühlsduseleien als Grundkonsens haben, sondern Ängste, Wahrnehmun­gen, Lebenskrisen, Selbstzweifel usw. in den Mittelpunkt stellen. Schon auf “Na, Poleon?”, das er mit Iri Li kreierte, bewies der Ausnahmekünst­ler einen Hang zu mächtigen bzw. intensiven Zeilen, deren Wortgewalt flux einfangen und zum Nachdenken über die eigene Situation anre­gen. Wem der Sinn ausschließlich nach Berieselung steht, sollte von “Aschenflucht” gewiss die Finger lassen, ansonsten könnten fiese Kno­ten im Kopf entstehen.

Musikalisch zelebriert der Multiinstrumentalist eine avantgardistische Melange aus Krautrock, Jazz, , Rock usw., deren Struktu­ren psychedelische wie finstere Atmosphären offenbaren, womit sich unzählige Stunden in Luft auflösen, den auch nach dem x-ten Hör­durchlauf mag „Aschenflucht“ total vereinnahmen – Wahnsinn! Besonde­re Faszination löst die Tatsache aus, dass obwohl der großen Experi­mentierfreude des Herrn Rabendorn, die Gesamtheit sehr stringent aus den Boxen schallt, der er mit seiner charismatischen Stimme den letz­ten Kick verlieh, weshalb eher reserviertere Konsumenten, denen nur gradlinige Werke ins Haus kommen, auch “Aschenflucht” antesten soll­ten.

“Aschenflucht”, eine dermaßen kompakte Einheit, wo alle Tracks ein An­spieltipp sind, aber unter der Voraussetzung, dass sie/ er über ausrei­chend Zeit & Muse verfügt, um diese beeindruckende Arbeit vollends zu erfassen.

Fazit:

Ralf Rabendorn gehört für mich aktuell zu den genialsten kon­temporären Künstlern (nicht nur im deutschsprachigen Raum) überhaupt, weshalb die Erwartungen an “Aschenflucht” ver­dammt hoch lagen, die der Saarländer brillant erfüllte, wofür sich vor allem die atemberaubende Dichte bzw. Intensität in der Gesamtheit verantwortlich zeigt – meine absolute Empfeh­lung!


Direct link:
http://kulturterrorismus.de/rezensionen/ralf-rabendorn-aschenflucht.html

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