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  • In Extremo - Saengerkrieg Tour 2008 München/Zenith

    24 Dec 2008, 15:04 by yumyumyummieee

    So., 21. Dez. – In Extremo, Mägo de Oz, End Of Green
    mit In Extremo
    Vorband: End of Green
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    Nachdem ich ja bereits vor einem Monat im Zenith Schandmaul sah, konnte ich mir natürlich auch am 21. Dezember In Extremo kaum verkneifen. Diesmal bin ich - wie zu Schandmaul - mit meinem Bruder im Gepäck zu dem Event gegangen. Pünktlich zum Einlass um 19 Uhr traten wir ein und waren zunächst mal etwas verwirrt, dass wir zum Normalen Ausgang nciht mehr hinausdurften, denn die Raucher wurden alle zum Hintereingang (Anderes Ende der Halle, vermatschter Boden, Hinterhofgasse.. sehr geil.) verbannt, da "kein Wiedereinlass möglich" war. Nun ja. Wir haben uns nicht von der inkompetenten und unfreundlichen Security beeindrucken lassen und kaufen uns erstmal einen Biervorrat 4 Franziskaner Weißbier, je 3,50. DA das Konzert erst um20.30 losgehen sollte, wollten wir uns nur einen Platz reservieren und dem harren was da auf uns zukam. Ich und mein Begleiter papazivi trennten uns relativ bald um auf die Suche nach Freunden zu gehen. Diese gefunden, ergatterte ich einen Platz - grob geschätzt mittig in der 10. Reihe- (angesichts der Pyroshow eine wirklich weise Wahl).

    Die Vorband hatte für den Auftritt in München abgesagt, deswegen sprangen kurzerhand End of Green ein. Die Musik der Jungs erinnerte mich ein wenig an altbekannte Bands wie SOiL oder Godsmack. Waren aber ganz nett. Aber schliesslich waren wir ja nicht zum Spaß da, wir wollten's Extrem...

    Nach der Vorband betrat nun In Extremo die Bühne und flogen mit Sieben Köche ein. Das erste Feuerwerk kam dann schon bei Lied zwei: Frei zu sein. Die Stimmung war also vorerst auf einem Höhepunkt, da sie vo neuen Album schon zwei der rockigsten Lieder gepielt haben.
    Das Ganze Konzert war ein recht bunter Mix aus Allen Alben, wobei besonders folgende Lieder hervorzuheben wären:Spielmannsfluch mit einer genialen Pyroshow, Rasend Herz, Wind, Spielmannsfluch und Sieben Köche für tolle Pogocrowds, Liam, Poc Vecem, Ai Vis Lo Lop, Krummavisur, Vollmond, Sängerkrieg("HO!!! HO HO! HO HO! HO HO!!!") und Omnia Sol Temperat für riesige Chöre des Publikums und eigentlich alle anderen für riesig viel Headbangspaß. (Meine Nackenschmerzen sagen: "es war ein gutes Konzert").
    Die sich nur marginal von der Münchener Setlist unterscheidende Setlist von Stuttgart gibt es hier dank mUnkY_xy.

    Vollkommen getoppt hat das ganze das allerletzte Lied. Der Brüller schlechthin: Villeman Og Magnhild. Die Gesangsbeteiligung lag bei gefühlten 80%, die Pyroshow war im Prinzip auf dieses Lied ausgelegt und es war ein würdiger letzter Song.

    Erwähnenswert wäre vielleicht noch der herrliche U-bahn-Fahrer der Linie u6, der uns zurück in die Innenstadt kutschierte:
    Plötzlich tönte zwischen Studentenstadt und der Alten Heide durch die Sprechanlage Villeman Og Magnhild, ein wenig später ergänzt durch dei Stimme des Schaffners: "Servus. Ich wär' auch gern dagewesen.". Sehr geil.

    Zu Meinem Fazit des Abends:
    Zunächst fand ich es seltsam, dass nur 2/3 der Halle benutzt wurden, also massiv weniger Leute da waren als bei Schandmauls 10-jährigem. Das Personal war an diesem Tag wahnsinnig unfreundlich und inkompetent. Man hatte das Gefühl InEx stand an diesem Tag nich hinter Ihrer Show. Nichtsdestotrotz war es ein empfehlenswertes Konzert und die 35 Wuro allemal Wert. Es hätte noch ein wenig mehr Altes gespielt werden können, wie z.B. Gier, Vor vollen Schüsseln, Rotes Haar etc. pp., aber schliesslich war es die Saengerkrieg Tour. Ich war von der Zugabe begeistert. Nur Küss Mich hätte man rauslassen können. Genauso wie einige Lieder des Neuen Programms. Statt Flaschenpost Hätte ich mir Beispielsweise eher Tanz mit mir gewünscht.
    Zudem Hat InEx genau solange gespielt, dass inlusive Zugabe genau bis 11 gespielt wurde. Das verstärkte das Gefühl dessen, dass die Lieben nach Hause wollten noch ein wenig ;)
    So Mehr fällt mir nicht ein, wie üblich.
    Next Concert: Keine Ahnung, jetzt wird erstmal festlich geweihnachtet. Euch ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr ;)

    so long,
    Manu
  • ASP - Dunkelromantische Herbstabende. ein Tatsachenbericht.

    8 Oct 2008, 23:12 by yumyumyummieee

    Mi., 8. Okt. – ASP & Freunde - Dunkelromantische Herbstabende by ASP

    Nun denn. Dort angekommen, bestaunten ich und meine Begleiterin zunächst den Massenandrang vor der Muffahalle in München. Aus der Kleidung aller Besucher zusammengenommen hätte man aufgrund des massiven Ledermantel/-Korsett/-Kleid-Vorkommens bestimmt 300 Kühe wieder zusammenflicken können. Mir schwante ein Gothicfest der Superlative. Als ich nun mit einem Wunderschönen "Frohe Weihnachten"-Stempel der Türsteher die Halle betrat verwunderte mich zunächst die Bestuhlung derselben. "Ein rockiges Gothickonzert mit Stühlen? Wo soll man denn hier tanzen?", fragte ich meine Begleiterin, die mir achselzuckend entgegnete, dass man für "Akustikkonzerte doch wohl Sitzgelegenheiten [brauche]". Ich stellte nun auch bald fest, dass ich den kleinen Zusatz "Unplugged" auf meiner Karte gekonnt 3 Monate überlesen hatte.
    Eiine kleine Sache zur Muffathalle an sich. Sie bietet neben der Konzerthalle eine Bar in der Longdrinks, Cocktails und alles mögliche zum Trinken angeboten wrd. Das Bier (Hofbräu) kostet erschwingliche 3,20 pro Humpen. Wasser u.ä. gab es ab 1-2€ pro Glas. Falls einem in der Pause das Geld ausgeht, so braucht man eine viertelstunde zur nächsten Stadtsparkasse am isartor und zurück, au f dem Weg liegt für den kleinen Cheeseburger-Hunger wzischendurch ein McDonalds. sooo...

    Als Alexander Spreng, Matthias Ambre an der Gitarre, Andreas Groß am Bass, Oliver Himminghofen am Schlagzeug, Sylvia Eulitz am Cello, Ally Storch-Hukriede an der Violine, Thomas Zöller am Dudelsack(-rudel laut Alexander) und Carlos Serrano del Rio an den Percussions den Raum betraten war ich mir unsicher was nun Folgen würde.
    Musikalisch begann der Abend mit dem Krabat Liederzyklus - dem Intro des Betteljungens. Auch die Kulisse verprach einen sehr Krabat-erfüllten Abend. Fünf Schwarz-weiße aufsteller mit dunklen Motiven einer Friedhofsszene und Raben wurden von verschiedenen Strahlern angeleuchtet und färbten sich erstaunlich brillant mit der Stimmung des Liedes mit. Schon beim dritten Lied - Krabat - erhob sich die Menge der an die (von mir sehr frei geschätzten und gefühlten) 500 Besucher. Alexander Spreng füllte mit seiner omnipräsenten Stimme jede noch so kleine Ecke und jeden Gehörgang im Raum aus. Trotz meiner anfänglichen Skepsis wuchs meine Begeisterung über das Konzert von Lied zu Lied. Der - wie ich finde - Höhepunkt des Abends, die Lieder "Stille der Nacht" und "Nie mehr" ließen gleich danach die Halle nahezu erbeben.

    Nach der sehr energiereichen ersten Hälfte und der nachfolgenden 20-Minuten-Pause begann die - wie ich leider sagen muss - schwächere Häfte des Konzerts. Spaß gemacht hat sie allemal. Ob der Gitarrist nun auf eine Wunderbar NICHT ins Schema passende Rosa Gitarre wechseln musste (wobei sich Alexander trotz der durchaus ernsten Gesangsstelle das Lachen nicht verkneifen konnte), oder der Dudelsackofonist kunterbunt druaflosspielte, jeoch vergessen hatte, den Verstärker an seine Drehleier anzustecken, zu lachen hatten alle Besucher und Künstler etwas. Die Zugabe fiel mit "Werben" (mit Grandiosem Geigeneinsatz von Ally), "ich will brennen" und zwei anderen (mir leider bis dato unbekannten) Liedern üerdurchschnittlich gut aus.

    Unterstützung fand ASP bei mir noch, indem ich mir ein viel zu großes "Zaubererbruder"-Tshirt und eine "Zaubererbruder"-CD (die ich ursprünglich für die aktuelle Tour-CD hielt, bis ich sie mir auf der Heimfahrt das erste mal genauer ansah) am Merchandising-Stand gönnte.

    Vollkommen zufrieden und überwältigt, wie die Gruppe unplugged eine solche Gothic/Darkwave-Show auf die Beine Stellte, trat ich nach dem gut dreistündigen Konzert die Heimreise an.

    Mein Fazit: "Sehr Empfehlenswert. Für Freunde von ASP, Gothic, Dudelsäcken, Celli und Violinen in jeder Art ein Muss. "
  • Unheilig - Vorhang auf! (Special Guest: Weto)

    11 Oct 2008, 22:22 by yumyumyummieee

    Sa., 11. Okt. – Unheilig by Unheilig
    Special Guest: Weto

    So, Konzert Nummer zwei diese Woche. Nach ASP AM Mittwoch den 8. nun kurzerhand Unheilig am 11.Oktober.

    Nach Unerwarteter Orientierungslosigkeit, fanden meine hübsche Begleitung und ich doch noch das Backstage-Werk an der Friedenheimer Brücke in München.
    Ich als Unheilig- newbie hatte mich natürlich nicht über das Konzert informiert. Als wir den Merchandising-Stand passierten kristallisierte sich jedoch heraus, wer der ominöse Special Guest war, da es genau von 2 Bands Artikel zu erwerben gab... dem Mainact - Unheilig - und (Surprise, surprise!) Weto. Dies war für mich als Jahrelangen Schandmaul-Fan natürlich nahezu famos.
    Noch schnell ein Augustiner Edelstoff für 3,50€ gekauft und ab zur Bühne. Weto legte gleich erergiegeladen auf und spielten ihr Album hoch udn runter. Zusätzlich "[liehen] sie sich noch ein Lied von [ihrer] Schwestergruppe Schandmaul aus": Feuertanz.

    kurze Zeit nach dem Auftritt der Schandmaul-Schwesterband betrat Der Graf die Bühne Und die Menge wurde Fuchsteufelswild. Obwohl ich bisher selbst kaum Lieder von Unheilig kenne, wurde ich doch ein wenig von der sehr expressiven Art des Grafen "mitgerissen". Er versteht es definitiv die Menge zu begeistern.
    Mit sanften Balladen, wie "An deiner Seite" und krääftigen Synth-Rock Knallern wie Freiheit, hat die Gruppe die Stimmung im Backstage aufgeheizt.
    Für mich war vor allem die Art des Sängers zunächst durchaus verwunderlich, doch sympathisch. Dieser Mensch lebt die Musik mit Leib und Seele.
    Ich habe selten eine so kleine Halle (mal wieder grob geschätzt: 300 Zuschauer) so laut und so energisch mitsingen ud mitfeiern hören, insbesondere bei Liedern wie Lampenfieber, Freiheit und Auf zum Mond.
    Mit der grandiosen Arbeit des Keyboarders und der nicht minder guten den Gitarristen war ich mehr als zufrieden. Obwohl ich die Lieder leider Gottes natürlich nicht in vollem Umfang mitgröhlen konte, hatte ich eine wahnsinnige Freude an Melodien, Texten und der Bühenshow, die Der Graf ablieferte.
    Das Programm war, laut Aussage meiner äßerst Unheilig-kompetenten Begleiterin ein bunter Mix aus früheren Alben und einigen Neuen Liedern des Albums Vorhang Auf.
    Die erste und zweite Zuageb bestand, wenn mich meine Erinnerungen nicht trügen aus Freiheit und Vorhang auf.
    Sehr niedlich war auch die Liebe zum Detail: Zu (danke an -Chasm- für die Info) Mein Stern, wurden ans gesamte Publikum kleine Knicklichter ausgegeben. Dies freute vor allem meine Begleiterin tierisch (was dazu führte, dass sie 70% der Restzeit den kleinen Lichtern widmete, aber das ist eine andere Geschichte. ich habe noch 3 weitere gesammelt und sie ihr geschenkt...)

    Und bevor ich noch mehr erwähnenswertes vergesse, missachte ich lieber alle meine Rechtschreibschwächen und gebe mein durchaus kompetentes Fazit:

    Mein Tipp: Wollt ihr schöne Hochzeitsmusik, geht zu Frank, dem Weddingplanner und fordert Unheilig. Zuminderst meinte der Graf, dass sie dann sicher spielen werden ;)

    Mein Fazit:
    "Obwohl ich eigentlich nur zu Bands gehe, die ich ein wenig kenne (Mitgröhlfaktor), hat mir dieses Konzert wahnsinnig gut gefallen, auch wenn ich für mich somit Musikalischen Neugrund erschliesse, da ich eigentlich kein Fan von Syth-Musik bin.
    Diese Beats jedoch muss man gehört haben, den gemischt mit dem Gefühl und der Bühnenpräsenz von dem Grafen, ergeben sie ein durchaus sehr Freude bereitendes Spektakel. Insbesondere Für Fans der Neuen Deutschen Härte und Gothic-Musik. Und für alle, die sehr gerne elektronischere Musik bevorzugen.
    Dennoch, Liebe alteingesessene Metaler. Als einer von euch sage ich: Es lohnt sich, bangen und pogen kann man dazu auch."
  • Boysetsfire Abschlusstour 28.08.2006 Markthalle

    30 Aug 2006, 21:11 by Savoir

    Gemischte Gefühle kommen auf, wenn ich auf das zweite aber leider auch letzte Konzert der Jungs zurückblicke.
    Als die Karten bestellt waren, war Boysetsfire eine Band, die jetzt 12 Jahre bestehen, kürzlich ein perfektes Album mit Populartitätsfaktor herausbrachten und eine Europatour gestartet haben.
    Doch diese Unbesorgnis sollte nicht von langer Dauer sein. Kurz nachdem ich die Karte in der Hand hielt, erreichte mich die erste Hiobsbotschaft von der offiziellen Homepage: Boysetsfire lösen sich auf! Niemand weiss Genaues aus welchem Grund und der erste Gedanke geht natürlich an das anstehende Konzert. Nach kurzem studieren der ganzen Nachricht, stellt sich heraus, dass die Tour auf keinen Fall abgebrochen wird. Die Europatour ist nun eine Abschlusstour!

    Doch das Aufatmen hält nich lange an, eine wohl noch erschreckendere Meldung ist knapp 3 Wochen auf der Homepage zu lesen. Josh, der zweite Gitarrist der Band, hat sich bei einem Unfall auf einer Baustelle das Genick und ein paar Wirbel gebrochen. In Foren ist zu lesen, dass Josh von einem hochgelegenden Balken gestürzt ist, welcher nicht richtig befestigt wurde. Trotzdem hatte Josh Glück im Unglück. Normalerweise würde ein Mensch dieses Sturz nicht überleben, doch er konnte sich noch beim Sturz kurzzeitig festhalten, so dass die Sturzhöhe ein wenig verringert wurde.
    Dass Josh nach diesem Unfall wohl eine längere Zeit nicht spielen könne wird, ist unumwerflich.
    Und wieder kommen die Befürchtungen hoch, dass es uns verwehrt wird, die Band live zu sehen, welche wir in letzter Zeit doch sehr tief in unser Musikherz geschlossen haben.
    Aber auch diesmal dürfen wir wieder aufatmen. Zwar liegt Josh immernoch im Krankenhaus, dessen Aufenthalt auf Grund des amerikanischen Gesundheitssystems irrsinnig teuer ist, so dass die Famiele um Spenden bittet, aber Boysetsfire werden die Europtour trotzdem nicht abbrechen. Ein Roadie wird die zweite Gitarre bei der Tour übernehmen! Ab jetzt warten wir nurnoch sehnsüchtig auf das Konzert, wobei die Wartezeit uns sogar ein wenig versüßt wird, da die Band einen unveröffentlichen Song, als Dank für die Fans, auf die Homepage stellt.

    Am 28.08 ist es dann endlich soweit, Boysetsfire, trotz Auflösung und fehlendem Gitarristen, live in der Markthalle und wir sind dabei!
    Die ausverkaufte Halle ist gefüllt mit hardcore becapten Jungens, Rock-Chicks und Ähnlichem. Timo und ich kaufen uns am Merch-Stand ein T-Shirt, nen Zipper und Buttons, dessen Erlös als Spende für Josh fungiert.
    Kurz nachdem wir die Sachen ins Auto gepackt haben, knüppelte auch schon die erste Vorband los.
    "Mongo Fünf", der Name ist Programm. 5 Unsymphatische Gestalten (drei davon kahlgeschoren), sangen auf rumpeligen Standardriffs irgendein dummes Zeuch á la "Wir sind die Heerscher der Welt". Als der Sänger dann mit einer alten Polizeiuniform (ähnelte eher einer Wehrmachts Offiziersuniform) aufkreuzte, wollten wir entschieden nicht mehr als Publikum für diesen Haufen stehen.
    Bei einem Eintritt von knapp 17€ erwartet der routinierte Konzertgänger auf keinen Fall zwei Vorbands, aber bevor wir in den Genuss von BSF kommen durften, mussten wir uns noch durch den etwas weichgespülten Hardrock der bayrischen (also nicht Deutschen) Band "Flyswater" durchhören.
    Meine Meinug dazu: Kann man hören, muss man aber nicht. Außerdem spielten sie nach meinem Empfinden ein bisschen zu lange.
    Nach einer kurzen Umbaupause war es dann soweit. Robert, Matt, Chad und Nathan + gitarrenspielender Roadie kamen auf die Bühne. Timo und Ich sind zur vodersten Front gestürzt und ließen Mona, Anna und Tobi auf den schmerzfreien Plätzen zurück.

    Die Sticks krachten auf die Felle, Plektren schlugen auf Saiten herab, Stimmenbänder wurden in Schwingung gebracht und die Meute vor der Bühne sprang, schlug und schrie um sich, nach wenigen Takten badete man in einer schönen Salzlösung.
    Im Minutentakt durfte man in den vorderen Reihen, mehr oder weniger begabte Stagediver auffangen, bzw. herunterfallen lassen wenn diese ein wenig zu motiviert und unvorteilhaft zum Sprung ansetzten.
    Der ein oder andere wird sicher noch ein wenig länger davon Blessuren tragen.

    Sehr schön zu beobachten waren auch die kleinen Mädchen, welche bei Liedern wie "And Counting" oder "Empire" oder "Walk Astray" nach vorne stürmten und ein wenig Discomäßig zu tanzen versuchten. Gerade bei dem letztgenannten Song, welcher eine doch ziemlich ausgeprägte Wendung besitzt, wurden die kleinen Geschöpfe regelrecht zermalmt.
    Das genaue Lineup habe ich zwar nicht mehr im Kopf, aber es wurden so gut wie alle meiner Lieblingssongs gespielt, da wirklich Songs von allen Alben gespielt wurden. Vermisst habe ich eigentlich nur "White Wedding Dress".

    Auch die Gitarristen von Flyswatter wird dieser Auftritt von Boysetsfire in Gedanken bleiben, sie durften, nebst dem Roadie, bei ein paar Stücken den Part von Josh übernehmen.

    Inmitten der Tanzfläche bemerkte man dann doch ziemlich gut, welche die Favorites der Fans sind. Die schon sehr hohe Temperatur im Pit wurde so bei "Requiem", "Handful Of Redemption", "Release The Doggs", "Foundation To Burn" und "After The Eulogy" (RISE!!!), noch weiter angeheitzt. Mit dem letzgenannten Song ging dann nach geschätzten 1 1/2 Stunden auch leider dieses einmalige, atemberaubende Konzert zuende.

    Während der ganzen Show war eine super lockere Athmosphäre von Seiten der Band zu spühren, sie machten viele Jokes, redeten mit dem Publikum und hatten trotz fehlendem Josh verdammt viel Spaß, welcher zu 100% auf das Publikum überging.
    Die Band bedankte sich nach dem Konzert noch lange bei dem Publikum, man schüttelte Hände, wobei Nathan sogar zu uns heruntergekommen ist und dort persönlich noch viele Glückwunsche für dieses grandiose Konzert entgegengenommen hat, mich hat er dabei sogar umarmt...

    Ich denke Mona, Timo und mir wird dieses Konzert noch lange in Gedanken bleiben und wir werden mit gemischten Gefühlen darauf zurückblicken. So schön es war, umso trauriger ist es, dass wir nicht noch einmal in den Genuss kommen werden, diese Jungs live zu sehen oder eine neue Platte zu hören.

    Rise! Rise! Rise! Rise! Rise! Rise! Rise! Rise!
    Written signed off in the obituary what happened to us
    Where's your anger where's your fucking rage
    Watered down senses lost
    Lazy privileged denial and self gratified a tradition passed down to
    Our blood stained hands
    Give in give up
    Contented to strive for new worthless slogans
    We miss our potential for action and substance
    Contended to lie in our boring vomit
    Suggesting arrangements while others are dying
    Stand up fight back
    How many starving millions have to die on our front doorsteps
    How many dying millions have to crawl to our front doorsteps
    Where's your anger where's your fucking rage
    Watered down senses lost
    Where's your anger where's your fucking rage
    Content and corrupted contrive and disgusting
    Dig a whole it's all over forget the words and good intentions
    Unless we rise
    Tear it down
    Rise!