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  • konzert: orange blossom special festival 18, teil 6 und 7

    15 Jun 2014, 18:33 by klienicum

  • konzert: orange blossom special festival 18, teil 1 - 5

    12 Jun 2014, 13:02 by klienicum

  • konzert: neutral milk hotel, 01.06.14

    12 Jun 2014, 12:59 by klienicum

    wahrscheinlich müßig, jeff mangum auseinanderzunehmen. der fast mitvierziger zeichnet u.a. für die gründung der the elephant six recording company verantwortlich. eine plattform, von der sich zig erstaunliche bands und projekte erhoben. nicht zuletzt in berührung gekommen mit Neutral Milk Hotel, dem unumwunden mangum als kopf und songschreiber vorsteht. seine von zweifeln befreite lyrik sollte ihm mit zwei alben abhanden kommen. vielleicht auch ein grund für das abwenden von der musikalischen karriere mit dieser band, der so viele lorbeerkränze gebunden wurden. nun ist der amerikanische vierer seit dem letzten jahr wieder aus der versenkung aufgetaucht, und mangum zeigt sich mit neuen einsichten und erkenntnissen. dabei sind die lieder jedoch die selben geblieben. ein verwirrspiel. wie so vieles rund um eine band, die zur rechten zeit am rechten ort war, und die sich zum vorbild emporschraubte für nachfolgende künstler, die oft genug handwerklich versierter, aber nicht ideenreicher, kreativer waren.

    die münchner kammerspiele waren satt gefüllt, freie plätze waren auszumachen, obwohl der verkauf der karten frühzeitig eingestellt werden konnte. der laue abend versprach eventuell manchem mehr als nur in nostalgie zu baden. neben dem schwer bebarteten mangum traten an: scott spillane mit weißem rauschebart, kein ungewohntes bild bei ihm, der die hörner bediente oder die akustische und der stets, seinen chef soufflierend, jeden text bis in die letzte strophe mitsang. gleichsam ist seine enthusiastische und befeuernde art des spiels unverkennbar und einzigartig. auch an diesem abend war er ein sehr belebendes element. wer ihn zwischenzeitlich vermisst hatte, hätte ihn bei olivia tremor control, bei of montreal oder elf power, aber auch bei seiner eigenen band the gerbils antreffen können.

    hinter den beiden genannten thronte jeremy barnes an den drums. auch er ist ein umtriebiger musiker und wohl am besten einzuordnen, wenn man an seine rolle bei a hawk and a hawksaw denkt. sein spiel ist ein geradezu harmonisch melodisches, wenn er zwar mit verve und doch fast ausgleichend zärtelnder art auf sein kleines drumset einhob. vor ihm, sich stets im kreise drehend, agierte julian koster, dem man die jugendlichkeit wohl nie wird aus den gesichtszügen reissen können. mit einer spinnerten haube auf dem kopf behüpfte er, während er das banjo, das akkordeon oder den bass bediente, die weitläufige bühne. auch für die singende säge zeichnete er verantwortlich, die dem sound von neutral milk hotel einst eines seiner markenzeichen verlieh. die bandvorstellung muss mit jeremy thal abschließen, der den vierer als bassist und trompetist ergänzte und der ganz sicher mehr als nur den klangraum abrundete.

    weiter hier: http://dasklienicum.blogspot.de/2014/06/konzert-neutral-milk-hotel-010614.html

    So., 1. Jun. – Neutral Milk Hotel
  • micro pop week düsseldorf 2014, teil 3 juice of love great dynamo the great park

    3 May 2014, 10:22 by klienicum

  • micro pop week düsseldorf 2014, teil 2 Sebastian Witte & Der Neue Mond, Homemade…

    3 May 2014, 10:06 by klienicum

  • micro pop week düsseldorf 2014 Twisk, Tellavision, LADA

    3 May 2014, 10:00 by klienicum

  • konzert: rowan coupland, entertainment for the braindead, 22.02.14

    25 Feb 2014, 10:51 by klienicum

    wer meint, dass das veranstalterproblem im privaten raum ein kleineres wäre, irrt. am ende bleibt immer lediglich die hoffnung darauf, dass genügend menschen erscheinen, um ein konzert in angemessenem rahmen erleben zu können. dafür hat es gerade noch gereicht. doch mit fünfzehn zuhörern fühlten wir uns als gastgeber deutlich unterbesetzt. in diesem punkt stand das konzert von Rowan Coupland und Entertainment for the Braindead deutlich den vorherigen hauskonzerten nach.
    doch in allen anderen aspekten konnte es brillieren und ein mal mehr den nachweis erbringen, wie wunderbar und auch zeitgemäß es ist, solcherart veranstaltungen zu organisieren und durchzuführen. die nähe von publikum und künstler, von der am ende jeder profitiert, die berührung mit kunst in ungewöhnlicher atmosphäre, das nachebben mit enormer intensität. und vielleicht wird so aus der überbrückung eines off-tags für die künstler ein besonderes erlebnis, und die hilfestellung der heimstattbieter befördert ihnen einen ganz besonderen genuss.

    rowan coupland ist ein wandelbarer mensch mit vielen gesichtern. in sich ruhend kann er urplötzlich mit einem witz überraschen, so trocken und schwarzhumorig wie es seine herkunft verlangt. still und unnahbar wirkt der engländer oft, und doch ist er neugierig und voller wissensdrang. nicht zu fangen, wie ein glitschiger fisch. meint man, eine seite von ihm zu kennen, wendet er sich ab und präsentiert sich komplett neu. aus dem hintergrund startend singt er bereits durch die zuschauer watend, packt die ersten sekunden beim schopf und greift sich die aufmerksamkeit mit beiden händen. die lieder, die rowan präsentiert, changieren zwischen folk und minnegesang, binden das temperament des insulaners und zeugen zugleich von der sehnsucht nach dem kontinent, nach der verbrüderung von kulturen und der entsagung von nonkonformität und singularität. der gelockte musiker entpuppt sich weniger als geschichtenerzähler denn als eine geschichtstragende figur, in der sich erlebtes mit der zuversicht auf kommendes koppelt.
    gleichzeitig bietet rowan bei aller sparsamkeit an szenischen mitteln, an instrumenten, an beispielgebendem material eine darbietung der besonderen art. seine musik ist verbunden mit dringlicher körperlichkeit, da sich der künstler in ständiger bewegung befindet. so durchmisst er gitarre spielend den raum oder benutzt ihn springend. oder er fällt zwischendurch auf den hosenboden und spielt in lagerfeuermanier weiter. oder er zwingt sich auf den bereitgestellten stuhl und verachtelt seine beine, ein experiment der besonderen art.

    mehr hier: http://dasklienicum.blogspot.de/2014/02/konzert-rowan-coupland-entertainment.html

    Sa., 22. Feb. – Rowan Coupland, Entertainment for the Braindead
  • deer tick, 05.02.14, ampere münchen

    10 Feb 2014, 14:26 by klienicum

    wenn man sich an einem abend, an dem sowohl mogwai als auch adam green in der stadt sind, also eine der wirklich angesagtesten postrockkapellen des planeten und der wohl am jugendlichsten dreinblickenden bartträger des erdenrunds und seines zeichens the moldy peaches mitglied, wenn man sich an so einem abend für Deer Tick entscheidet, muss man wohl als nonkonformistisch gelten. muss man? nein, muss man nicht. denn mit deer tick betritt eine band die szenerie, die nicht leichtfertig in konkurrenz zu oben genannten kalibern gestellt wird. bereits mit "war elephant" hatte die truppe um den charismatischen wie auch immer etwas zu behende wirkenden sänger john mccauley einen exzellenten release aufs tableau gebracht, der ungesteuerten countryrock enthielt, ungeschlacht und reduziert, mit erstaunlichen songs und mit einer stimme vorgetragen, die tote zum leben erwecken könnte. das debütalbum erschien einst (2007) auf jana hunters label feow! records, das es mittlerweile nicht mehr gibt, wurde aber neuerlich (2008) vom darauf hin geenterten partisan records aufgelegt. dort erschienen zudem in loser reihenfolge die alben "born on flag day" (2009), "the black dirt sessions" (2010) und "divine providence" (2011). garniert von den eps "more fuel for the fire" (2009) und "tim" (2012) , abgerundet schließlich vom aktuellen album "negativity" (sept. 2013).

    deer tick hatten zwar zu ihrer gründungszeit keine wirklich lücke besetzt, kümmerten sich aber abseits von zum beispiel o'death oder the felice brothers um das mehrfach geschliffene, das vielfach erprobte, um das auf sich geworfene, um das heulen des verwaisten und doch emsig widerstehenden. stets das gefühl hinterlassend, dass bei aller rauheit und ausgelassenheit kein zwang zur wirkung besteht, dafür aber zur kontrolle und zu einer schrittweise maßgenommenen perfektion. sollte man sich solch eine band entgehen lassen wollen? mitnichten.

    was die fünf mannen im münchner ampere schließlich abfeuerten, ließ nicht nur keine wünsche übrig, sondern forderte respekt ein und ließ selbst die protagonisten ob all der positiven reaktionen aus dem auditorium immer wieder breit grinsend zurück. damit hatten sie wohl im biederen münchen, das sie erstmals besuchten, nicht gerechnet. johlen, pfeifen, beifall, textsicherheit zuweilen. nun, da war der ausgesprochen jugendlich wirkende bassist christopher dale ryan, der einen so wuchtig pulsierenden lauf aufbot, dass sich das magengewölbe neu formierte. dabei waren christophers ausführungen mit schwung und einer ungewöhnlichen eleganz versehen. stets im blickkontakt mit seinem rhythmuskollegen hinter der schießbude, ließ sich der die vier saiten bedienende nicht das wasser abgraben und kreierte ein ums andere mal etwas überraschendes. da nicht in konkurrenz, sondern beileibe (im wahrsten sinne des wortes) zugewandt und aufeinander angewiesen, ließ auch der schlagzeuger dennis ryan nichts unversucht, um den beat zu einer vollmundigen verstärkung werden zu lassen. sein spiel war fein austariert. bei aller energie, die er abzugeben wusste, achtete er auf softe elemente, die weder garnierten noch abrundeten, die vielmehr beständiges bestandteil seiner kunst waren. hier die wirbel, dort das tickern, immer wieder ein leicht vertracktes spiel, anzüglichkeiten, die sich, wenn man genauer hinsah, auf seinen tattoos fortsetzen. links von ryan tauchte an diesem abend der keyboarder rob crowell leider etwas ab. was vor allem daran lag, dass sein instrument zu leise war. selten nur hörte man in ausreichender lautstärke den reigen seiner möglichkeiten. wenn, dann schillerte vor allem die hammondorgel durch und versetzte der differenzierten musik einen zusätzlichen kick. doch so wie crowell etwas im abseits platziert war, so wurde an diesem abend wohl auch seine rolle definiert. sehr schade. in der front, deutlich präsenter also, der gitarrist ian o'neill. mit seinem wuschelkopf und in ein jacket gewandet schon auffällig genug, gefiel er dennoch umso mehr mit dem, was er auf seinem instrument zu leisten in der lage war. drall verpassend, akzente setzend oder aber auch teamspieler zu sein, der möglichkeiten waren viele gegeben, alle wurde ausgenutzt, alle rollen ausgefüllt. das dunkelrote gerät, alles andere als ein effektvolles accessoire, wirkte wie eine andauernde jugendkur: belebend, vitalisierend, ermunternd.

    mehr hier: http://dasklienicum.blogspot.de/2014/02/konzert-deer-tick-050214.html

    Mi., 5. Feb. – Deer Tick, Samantha Crain
  • innen: welt. festival 2014

    14 Jan 2014, 19:16 by klienicum

  • konzert: puls festival 2013

    2 Dec 2013, 08:18 by klienicum

    aus on3 festival wurde puls festival, was blieb, war bewahrenswertes, was angepasst oder verändert wurde, hatten einen wert. diese kleinen details, die man bemerken konnte, wenn man lange jahre treuer gast dieser wunderbaren veranstaltung war, fielen zunächst auch nur auf den zweiten blick auf. eine aufstockung der beleuchtungsmittel zum beispiel, die bessere ausstattung mit sitzmöbeln im foyer, dass es auch im innenbereich etwas zum beissen gab, dass die bars zum teil besser besetzt waren und dass mit der kantine eine neue location erobert wurde, die etwas mehr raum für zuschauer bereithielt. ein paar kinderkrankheiten wurde ausgemerzt, andere leider nur zum teil bearbeitet. wie jedes jahr echauffierte ich mich auch heuer über das schwache und absolut unzureichende speisenangebot. aufgestockt zwar, aber für nachtschwärmer nicht immer die richtige alternative bereithaltend. im hof ein paar büdchen würden dem ganzen einen feinen schliff verleihen. das bier aus einer sozial engagierten brauerei allerdings gehört erwähnt und gelobt.
    zwei studios also und ein weiterer saal hielten eine ansehnliche musikermeute bereit, die von rap über elektropop bis new weird bavaria bieten konnte, was das zuschauerherz begehrte. wie immer musste man sich entscheiden, was wir auch taten.

    ihr debütalbum wird zwar erst im kommenden jahr erscheinen, doch bereits jetzt ist maria scheiblhuber und ihre art des auftritts in aller munde. die ungewöhnliche kombination aus harfe nebst elektropop darf nicht nur die dankenswerte genrebezeichnung - weil magie implizierend - folktronic tragen, sondern auch für sich selbst stehend schon für furore sorgen. da steht dieses riesige gerät auf der noch viel größer scheinenden bühne und muss zu allem überfluss von der moderatorin des puls festivals gar noch bezeichnet werden, als wäre das internetverseuchte rund längst abgängig all des normalen. das war ein sicherer tritt ins fettnäpfchen, ein faux pas der dümmlichen art. denn gerade die, die sich ins studio 2 zu mariemarie begaben, zog weniger neugier als wissen dorthin. der mal stampfende, dann wieder tänzelnde beat forcierte die unternehmung dieser truppe, der ein drummer beiwohnte sowie drei streicher und ein elektrogerätemeister, der zuvorderst für eben jenen rhythmus verantwortlich zeichnete. leider gingen unter seinem diktat auch hin und wieder die gestrichenen noten unter. dabei webten sie die zauberbögen unter den stimmstarken gesang. neben der imposanten, weil aufgehübschten erscheinung maries glänzte vor allem ihr wunderbares tönen, welches in hallwolken geschossen raumfüllend und zauberhaft schien. gleissend die lichter, zwirbelnd die harfe, stolz das cello und die violinen, pulsierend der beat und alles beherrschend, manisch bewachend, immer wieder ob des erfreuten publikums lachend: die frontfrau. songs wie etwa "20 steps to heaven" oder "cotton candy hurricane" gehen wirklich gut ins ohr, weil sie seelenbewegt sind und weil sie ins mark des tanzbeins treffen. manchmal wünschte man sich an diesem abend die akustische variante, weil sie die stärken von mariemarie hervorgehoben hätten. und dann gab es da noch die momente, in den man glaubte, jetzt dreht sich die chose nur um sich selbst. die fäden unscheinbar und doch werden an ihnen bunte fähnchen drappiert. nur keiner weiß warum. da blieb begeisterung aus, diese songs hielten nicht, was keiner zuvor versprach. klar ist aber, diese band, diese junge frau haben viel potential, das sich in können und meisterschaft gründet. abgeholt gehört es hie und da noch.

    Mariemarie
    wyoming


    mehr hier:
    http://dasklienicum.blogspot.de/2013/12/konzert-puls-festival-2013.html
    Sa., 30. Nov. – PULS Festival 2013