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  • CromWellC - 13th Dawn - IF 16

    15 Mar 2014, 21:32 by DunkelAesthet



    March 16, 2014 St. Petersburg label Inhermanland Files released 16th release - the 1st full-length album of project CromWellC from Germany under title 13th Dawn in the form of 7 FLAC/MP3 tracks. All presented material was recorded in 2013. Stylistic range of recorded music extends among the extensive experiments, but are not limited, but adhering to the main reference the , similarly recognized masters as Arditi and Toroidh.
    This release is available in formats FLAC und MP3 in file-hostings as Archive, MediaFire, iFolder und BandCamp.

    16 марта 2014 года петербургский лейбл Inhermanland Files выпустил 16-й релиз - первый полноформатный альбом проекта CromWellC из Германии под названием 13th Dawn [13-й Рассвет] в виде 7-ми FLAC/MP3 треков. Весь представленный материал был записан в 2013. Стилевой диапазон записываемой музыки простирается среди обширных экспериментов, не ограничиваясь, но придерживаясь основным ориентиром , подобно признанным мастерам как Ардити и Тороид.
    Релиз доступен в форматах FLAC и MP3 320 на файлообменниках Archive, iFolder и BandCamp.

    All info in Label catalog: http://inhermanland.blogspot.com/p/catalog.html

    * * *

    CromWellC - 13th Dawn (2014)

    Label: Inhermanland Files - IF 16
    Format: 7xFile, Mini-Album
    Country: Russia
    Released: 16 Mar 2014
    Genre: Electronic
    Style:

    Tracklist:

    01 The Opposite Empire 3:38
    02 Downfall 2:40
    03 Crusader13 5:18
    04 Pulsating Steel 3:48
    05 The Order Of The Raven 3:33
    06 Manifesto A. 3:27
    07 Wheel Of Wheat (Instrumental Version Bonus) 4:36

    All tracks was recorded in 2013 in home studio in Germany by CromWellC.
    http://souncloud.com/cromwellc



    * * *

    This work is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 3.0 Unported License
    http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/

    * * *

    Thanks a lot to all people who support, help und just listen our releases.
    16.03.2014 Holgerd Mekhanizm.

  • BloodSoil

    13 Aug 2012, 17:07 by Ad_astra88

    The sons of Europe are living in the darkest epoch ever known.
    Our sacred Motherland is now suffering from a mortal disease, a virulent infection promoted by the corruptors of culture.
    The magnanimity of this sacred land will always ensure our devotion, we fight for a Spirit forged through Blood and Iron, from Thermopylae to Berlin.
    And when the world finally succumb to self-destruction we will rise from the ashes to lead the Mankind of Tomorrow.

    BloodSoil began in 2010 as a experimental concept which captures a particular world vision. Motivated by the sinking boat where we live, BloodSoil bases his sound in an oppressive and martial atmosphere, focusing in the exaltation of Tradition and Spirituality as the only cure for Modern World.
    Links:
    BloodSoil
    Official website
  • Von Hitlers Bierstube ins Mittelmaß

    17 Jul 2012, 09:56 by Godhiva

    Fr., 25. Mai. – 21. Wave-Gotik-Treffen

    Um das Fazit an den Anfang zu stellen: mein persönliches 16. WGT und das insgesamt 21. gehört mit Sicherheit nicht zu den herausragenden Veranstaltungen, welche man in Leipzig schon genießen durfte - das lag an mehreren Faktoren, die im Nachfolgenden versuchsweise näher betrachtet werden.

    Auf der Hinfahrt war der befreiendste Lacher der ganzen Pfingsttage: im Stau irgendwo in Thüringen, abgeleitet vom Navi von einer verunfallten Autobahn, wurde ein - mit typischen Ossi-Apostroph versehenes - Schild "Hilde´s Bierstube" in einem perfekten Freudschen Verleser als "Hitler´s Bierstube" gelesen - wer konnte ahnen, dass dies einer der wenigen Höhepunkte der nächsten Tage bleiben sollte?

    Aus einem Grund wollte ich mir das sogenannte Global Noise Movement http://www.lastfm.de/festival/3195315+GLOBAL+NOISE+MOVEMENT+WAVE+GOTIK+TREFFEN+NOISE+FLOORS+2012
    nicht entgehen lassen, und dieser Grund hieß The Peoples Republic Of Europe - doch segelte man hier unter komplette falscher Flagge: mit Noise hatte der billige Techno etwa so viel zu tun wie die Agra mit Gothic, ein muffliger Türsteher beschwerte sich, weil er mein Bändchen unter den ca. 25 anderen nicht sofort identifizierenb konnte, und TPROE waren auch nur mäßig - es machte bezeichnenderweise mehr Spaß, sich die ganzen Tekknos mit ihren Leuchtstäbchen und -diödchen und anderem Gefunkel anzusehen, vor allem weil ein paar versehrntlich wirklich tanzten, während sich die üblichen intellektuellen Sturzkampfbomber darin gefielen, auf der Tanzfläche rumzustehen / i.e.: im Weg zu stehen und zu - LABERN - womit wir wieder beim Dauertherma sind, das dieses Jahr allerdings wirklich sternensplitternde Dimensionen angenommen hatte - Konzerte wie z.B. Luftwaffe waren aus einer Distanz von mehr als ca. 5 Metern weg von der Bühne praktisch ungenießbar, da der Laberpegel ein Vielfaches über dem Musikpegel lag - passend dazu hat inzwischen auch die physische Rücksichtslosigkeit Dimensionen angenommen, die der angeblich immer noch existenten Idee des TREFFENS ins Gesicht spuckt - wenn ich permanent meine Tüte im Auge behalten muss, welche gekaufte LPs beinhaltet, weil ein paar DNA-Unfälle mit dem IQ eines alten Tampons und dem Sozialverhalten von Feuerameisen es nicht gebacken kriegen, ihre bescheuerten Arme von der Tüte wegzuhalten, dann ist es echt so weit - Vorsatz fürs nächste Jahr: Flammenwerfer oder Wasserpistole mit ätzender Flüssigkeit reinschmuggeln.

    Am Freitag mussten die ersten Überschneidungsprobleme gelöst werden: Les Jumeaux Discordants, Galerie Schallschutz und In Slaughter Natives (Volkspalast) gegen die grandiosen Eden House und Red LOrry Yellow Lorry im Felsenkeller gegen Solblot, OES und Wardruna im Heidnischen Dorf - letztlich entschied ich mich für die Heidi, auch wenn sowohl Solblot als auch Wardruna doppelt zu sehen waren, spielten sie doch in den folgenden Tagen noch "überdachte" Shows.

    Bei Solblot waren dann im Publikum ebenso die einschlägigen Verdächtigen versammelt wie auf der Bühne - dort z.B.Kim Larsen und Oliver von Sonne Hagal. Der für mich immer ein bisschen gewollt naiv wirkende Sound der Schweden kam in der lindenblütengeschwängerten Atmosphäre der Heidi aber deutlich besser rüber - naturnah, sozusagen....

    Gespannt sein durfte man auf den (Reunion-)Auftritt von Ordo Equitum Solis - die Nervosität war aber geradezu mit Händen greifbar, gerade bei Leithana, doch mit Fortdauer des Konzerts wurde auch sie zunehmens sicherer und unbeschwerter. Für Vollständigkeitsfanatiker die Setlist ohen Garantie auf Vollständigkeit & Richtigkeit:

    1. DE FORTUNA
    2. MESSAGE TO PAN
    3. TRUTH
    4. FATHER OF INCANTATION
    5. OBLIVION
    6. STILL
    7. OUR LADY OF THE WILD FLOWERS
    8.neues Stück
    9. SOLEM EXPECTANS
    10. PLAYING WITH THE FIRE
    11.ERICA

    Etwas Verwirrung gab es um den Auftritt von Las Fuegas - es hier zunächst, die Feuerwehr hätte den Auftritt aus brandschutztechnischen Gründen gestrichen, doch dann gab es zumindest eine ca. 15-minütige abgespeckte Version - um den Unterschied zwischen 15 min Feuer und 45 min Feuer zu erkennen, muss man bestimmt Brandschutztechniker sein ;-)

    Egal, denn danach kam der erste und trotz aller nachfolgenden Konkurrenz unerreichte Höhepunkt der WGT: WARDRUNA. Ein derart spirituelles Konzert habe ich seit den Hochtagen von Hagalaz Runedance nicht mehr erlebt - es war ein fantastisches Ritual, intensiv, musikalisch jenseitig und derart tiefgehend, dass der geneigte Hörer alles um sich herum vergessen konnte. Unglaublich, wie die Mischung aus rudimentären PaganMetal-Elementen, tedaitionellem Folk und vor allem dem unfassbaren Gesang, der von tiefen Kehlkopfgesängen bis hin zu Kreischgesängen in der Tradition des Seidr fast die komplette Bandbreite menschlicher Äußerungsformen abdeckt. ERLEUCHTUNG - das ist das Wort, das mir beim Wirken der Gruppe um ihre Köpfe Einar "Kvitrafn" Selvik, Kristian Eivind Espedal aks Gaahl, LInda Fay Hella als weiblicher Stimmpart und Hallvard Kleiveland in den Sinn kommt und sich dort unwiderruflich manifestiert.

    Der Samstag nahm seinen Anfang mit der traditionellen Erdbeerbowle in der Zigarre, bevor es am Abend in den Anker ging, um MINAMATA zu huldigen - Tibource hatte sein Set umgestellt, neue Filme dazugepackt - und die Post ging diesmal in eine ganz neue Richtung: nicht mehr nur die schiere physische Dampfwalze, wie man sie z.B. beim ZugZwang erleben und feiern durfte, sondern eine große psychedelische Komponente, welche die Sounds noch intensiver und mächtiger, fast doomiger wirken ließ - nach einem solchen Energieoutput riss sich ein völlig adrenalisierter Tibource die Maske vom Gesicht und rannte wie eine Ratte auf Crack auf der Bühne herum.

    Rene und Knut alias EX.ORDER hatten im Vergleich dazu keinen leichten Stand, funktioniert doch zum einen ihre Musik auf einer anderen Ebene, und wurden sie doch zum anderen zweimal von einem wohlbekannten Herren / Labelbesitzer / Musikanten unterbrochen, der in schwer angetrunkenem Zustand mitten im laufenden Set von EX.ORDER einfach aufbauen wollte und mit seinem Köfferchen auf die Bühne kam - nach einer höflichen und einer deutlichen Aufforderung verlor sich der hochrote Kopf von Herrn Karmanik dann wieder in der Dunkelheit.... - dieser "Auftritt" motivierte mich dann aber, nachdem ich sowohl Cent Ans De Solitude als auch Thorofon im letzten Jahr z.T. mehrfach gesehen hatte, mir auch Brighter Death Now zu ersparen, vor allem auch eingedenk des bizarren Auftritts von Roger Karmanik in Belgien. Dann lieber ab in den Kohlrabizirkus, da die unsäglichen / unerträglichen Eden weint im Grab (über die bereits in der Heidi die lustigsten Witze gerissen worden waren...) schon vorbei waren, aber leider auch die ersten Minuten von DARK FORTRESS, die ich zuletzt in fast heimatlicher Umgebung erlebt hatte. Guter, atmosphärischer BM, getragfen von starken Melodien und Songs, die mit hoher Wahrscheinlichkeit keine der erheiternden true vs. untrue -Debatten überstehen würden, die aber gleichwohl einfach gut unterhalten.

    Ein anderes Kaliber aber dann danach mit der wohl besten deutschen BlackMetal-Band derzeit, auch wenn sich hier die Frage stellt, ob dieses Korsett die Band nicht einengt, denn SECRETS OF THE MOON musizieren eigentlich außerhalb solch enger Konventionen und zudem auf einem technisch wahnsinnigen Niveau - einfach nur auf dem kalten Beton liegen und mit offenem Mund staunen....

    Bei AMORPHIS musste ich dann aber die Halle verlassen - das hatte dann doch schon ein bisschen was von Eigenplagiat und Grabräuberei, wenn auch nicht in einem solchen Ausmaß wie z.B. bei Paradise Lost, was die Finnen abzockten - gleichwohl fehlte zum Bierzelt nicht allzu viel.

    Ganz anders extrem dann der Hörsturz zum WGT: der "Club 1880" entpuppte sich als eine Art besetzte Hausruine, in deren Gewölben man doch tatsächlich versuchte, Konzerte abzuhalten - mein Ziel, zum dritten Mal Jana Komaritsa aka DaRkRaD live zu erleben, konnte ich somit nur teilweise verwirklichen, denn der Raum war sicherlich kleiner als mein Wohnzimmer, so dass eigentlich nur die erste Reihe wirklich etwas gesehen hat und sich zudem hinten auch der Schall nicht mehr wirklich durchsetzen konnte, zumal auch hier wieder die üblichen ARSCHLABERER am Start waren, von denen einer dann sogar noch eine dieser dämlichen E-Kippen "rauchen" musste.... heilige Scheiße. Gleichwohl war der Auftritt von Jana, teilweise unterstützt von einem wieder deutlich nüchterneren Roger Karmanik, wieder einmal denkwürdig und intensiv: Puppenspiel, Film, Stimmung, Gesang - alles 1a - angesichts der Umgebung und Teilen des Publikums aber Perlen vor die Säue. Kein Vergleich zu Dresden, wo einfach alles gepasst hatte....

    Der Sonntag begann mit dem Ü30-Brunch, welches von einer weiteren Erdbeerbowle in der ZIgarre abgerundet wurde - danach war dann gottlob nicht mehr allzu viel Bewegung angesagt, denn heute würde ich den Volkspalast nur noch für die Fahrt zurück zum HOtel verlassen. Die zweite Show von Solblot war letztlich wie erste; das kann man vom Auftritt von VURGART aka Matthias Krause nicht behaupten, den ich erstmals als Vorband bei Death In June in Wien live gesehen hatte - hier lagen aber doch Welten dazwischen. Unterstützt von Musikern von Jännerwein, Sonne Hagal und Oniric (?) spielte sich Matthias in der Kantine durch ein sehr entspanntes, angenehmes Set - Daumen hoch!
    Wieder drüben in der Kuppelhalle gab es einen der eher ungewöhnlichen Momente dieses WGT in Form von AIN SOPH: in Triostärke lieferten die Italiener ein Set zwischen Velvet Underground und neuem Blutharsch ab - psychedelischer Rock´n Roll, durchsetzt mit rituellen und experimentellen Sprengseln, der in den meisten Gesichtern ein Fragezeichen hinterließ, da er eben nicht ins letztlich auch nur sehr konventionelleund vor allem beschränkte Musikbild der meisten Besucher passt.

    Es begann die Zeit der Trommel: GNOMONCLAST hatten ebenso wie ihr nachfolgendes Alter Ego LUFTWAFFE mit den schlechten Bedingungen in der Kantine betreffs des "Publikums" zu kämpfen - das fast theatralisch inszenierte Konzept mit Masken und zahlreichen Wechseln in der Instrumentierung und Instrumentenbedienung, zusammen mit den originellen musikalischen Wechseln konnte nicht mit der notwendigen Aufmerksamkeit rezipiert werden, da hierfür kein Raum vorhanden war. Und, wenn auch sehr subjektiv: meinen Überlieblingssong "Ere I Perish" haben sie auch nicht gespielt.... schnüff...

    In der Kuppelhalle fand dazwischen der mit Spannung erwartete Auftritt von Geoffroy aka DERNIERE VOLONTE statt - rappelvolle Hütte, die kleine Superstarverzögerung zu Beginn - - doch sehr schnell herrschte gepflegte Langeweile. Zu monoton, zu statisch fiel der Auftritt aus, so dass selbst Stücke, die auf Platte regelmäßig Entzücken auslösen, hier nur wohlwollend zur Kenntnis genommen wurden. Und leider ist auch die neue Platte "Mon meilleur ennemi", die ich mir in beiden Formaten noch mitgenommen hatte, gemessen am Gesamtwerk des Meisters deutlich im unteren Drittel angesiedelt....

    Die unverwüstlichen :Of The Wand And The Moon: des wohl meistbeschäftigten Musikanten des WGT (bei welcher Band hat Kim Larsen eigentlich nicht getrommelt ;-)] beschlossen dann gewohnt routiniert und zuverlässig den Abend.

    Der Pfingstmontag sollte eigentlich mit SUBHEIM beginnen - da ich aber im Volkspalast ein langes Gespräch mit Jana Dark führte, verpasste ich den Auftritt leider, so dass mein letzter Tag am WGT erst mit DOWNLOAD losging. Ja, was soll man zum Auftritt des Skinny-Puppy/Dead-Voices-On-Air-Projektes sagen: ich glaube, wenn man sie gelassen hätte würden sie heute noch spielen..... das war moderner und berührungsfreier elektronischer Sound mit Ingredienzien aus allen möglichen Stilen, verbunden zu eingängigen und tanzbaren Sounds - hätte man die Gitarre mehr eingebunden, hätten die an diesem Abend headlinenden NÄO eine superernstzunehmende KOnkurrenz gefunden. Alle Aufforderungen von außen lange und beharrlich ignorierend glitt Stück um Stück über die Bühne - ich glaube, erst nach zwei Stunden war wirklich Schluss - dadurch verpasste ich zum einen den Anfang von T' zolkin in der Kantine.

    Nachdem mich inzwischen auch der Hunger quälte, beschloss ich gleich zum Schauspielhaus aufzubrechen und in dessen Umgebung, welche zahlreiche diesbezügliche Alternativen bietet, noch etwas zum Beißen zu organisieren. Im Anschluss machte ich dann ALICE NEVE FOX meine Aufwartung, dem neuesten Produkt des offenbar rastlosen und nimmermüden Elena Fossi von u.a. Kirlian Camera. In der Besetzung ELENA ALICE FOSSI ( lead vocals, additional piano and keyboards), KYOO NAM ROSSI (acoustic guitar, electric guitar), ANDREA ARTUSI am Kontrabass, NAYM CEITHRE am Cello und als Gast JOHANNES BERTHOLD am Flügel wurden Stücke von Kirlian Camera und Spectra Paris zum Besten gegeben - da ich ein Fan der Stimme von Frau Fossi bin, konnte sie auch an diesem Abend nichts falsch machen.

    Die nachfolgenden IRFAN beschlossen dann mein WGT - leider fand ich den Auftritt nicht so intensiv wie beim Festival Mediaval, vor allem die überzogenen Pausen zwischen den Stücken verhinderten das Aufkommens eines Flusses.

    Fazit: für einen intensiven Festival- und Konzertbesucher wie mich bietet das WGT inzwischen wenig Anreiz, zumal die Experimentierphase des Vorvorjahres mit Künstlern wie irr.app.ext inzwischen schon wieder beendet scheint. Ein Sicherheitsprogramm für ein mit Masse allesfressendes Publikum, das sich gerne auch mit Mittelmaß zufrieden gibt. Und obwohl ich natürlich mein Hotel fürs nächste Jahr wieder gebucht habe, werde ich mir doch die Entscheidung zu fahren nicht leicht machen.
  • Von Hitlers Bierstube ins Mittelmaß

    17 Jul 2012, 09:56 by Godhiva

    Fr., 25. Mai. – 21. Wave-Gotik-Treffen

    Um das Fazit an den Anfang zu stellen: mein persönliches 16. WGT und das insgesamt 21. gehört mit Sicherheit nicht zu den herausragenden Veranstaltungen, welche man in Leipzig schon genießen durfte - das lag an mehreren Faktoren, die im Nachfolgenden versuchsweise näher betrachtet werden.

    Auf der Hinfahrt war der befreiendste Lacher der ganzen Pfingsttage: im Stau irgendwo in Thüringen, abgeleitet vom Navi von einer verunfallten Autobahn, wurde ein - mit typischen Ossi-Apostroph versehenes - Schild "Hilde´s Bierstube" in einem perfekten Freudschen Verleser als "Hitler´s Bierstube" gelesen - wer konnte ahnen, dass dies einer der wenigen Höhepunkte der nächsten Tage bleiben sollte?

    Aus einem Grund wollte ich mir das sogenannte Global Noise Movement http://www.lastfm.de/festival/3195315+GLOBAL+NOISE+MOVEMENT+WAVE+GOTIK+TREFFEN+NOISE+FLOORS+2012
    nicht entgehen lassen, und dieser Grund hieß The Peoples Republic Of Europe - doch segelte man hier unter komplette falscher Flagge: mit Noise hatte der billige Techno etwa so viel zu tun wie die Agra mit Gothic, ein muffliger Türsteher beschwerte sich, weil er mein Bändchen unter den ca. 25 anderen nicht sofort identifizierenb konnte, und TPROE waren auch nur mäßig - es machte bezeichnenderweise mehr Spaß, sich die ganzen Tekknos mit ihren Leuchtstäbchen und -diödchen und anderem Gefunkel anzusehen, vor allem weil ein paar versehrntlich wirklich tanzten, während sich die üblichen intellektuellen Sturzkampfbomber darin gefielen, auf der Tanzfläche rumzustehen / i.e.: im Weg zu stehen und zu - LABERN - womit wir wieder beim Dauertherma sind, das dieses Jahr allerdings wirklich sternensplitternde Dimensionen angenommen hatte - Konzerte wie z.B. Luftwaffe waren aus einer Distanz von mehr als ca. 5 Metern weg von der Bühne praktisch ungenießbar, da der Laberpegel ein Vielfaches über dem Musikpegel lag - passend dazu hat inzwischen auch die physische Rücksichtslosigkeit Dimensionen angenommen, die der angeblich immer noch existenten Idee des TREFFENS ins Gesicht spuckt - wenn ich permanent meine Tüte im Auge behalten muss, welche gekaufte LPs beinhaltet, weil ein paar DNA-Unfälle mit dem IQ eines alten Tampons und dem Sozialverhalten von Feuerameisen es nicht gebacken kriegen, ihre bescheuerten Arme von der Tüte wegzuhalten, dann ist es echt so weit - Vorsatz fürs nächste Jahr: Flammenwerfer oder Wasserpistole mit ätzender Flüssigkeit reinschmuggeln.

    Am Freitag mussten die ersten Überschneidungsprobleme gelöst werden: Les Jumeaux Discordants, Galerie Schallschutz und In Slaughter Natives (Volkspalast) gegen die grandiosen Eden House und Red LOrry Yellow Lorry im Felsenkeller gegen Solblot, OES und Wardruna im Heidnischen Dorf - letztlich entschied ich mich für die Heidi, auch wenn sowohl Solblot als auch Wardruna doppelt zu sehen waren, spielten sie doch in den folgenden Tagen noch "überdachte" Shows.

    Bei Solblot waren dann im Publikum ebenso die einschlägigen Verdächtigen versammelt wie auf der Bühne - dort z.B.Kim Larsen und Oliver von Sonne Hagal. Der für mich immer ein bisschen gewollt naiv wirkende Sound der Schweden kam in der lindenblütengeschwängerten Atmosphäre der Heidi aber deutlich besser rüber - naturnah, sozusagen....

    Gespannt sein durfte man auf den (Reunion-)Auftritt von Ordo Equitum Solis - die Nervosität war aber geradezu mit Händen greifbar, gerade bei Leithana, doch mit Fortdauer des Konzerts wurde auch sie zunehmens sicherer und unbeschwerter. Für Vollständigkeitsfanatiker die Setlist ohen Garantie auf Vollständigkeit & Richtigkeit:

    1. DE FORTUNA
    2. MESSAGE TO PAN
    3. TRUTH
    4. FATHER OF INCANTATION
    5. OBLIVION
    6. STILL
    7. OUR LADY OF THE WILD FLOWERS
    8.neues Stück
    9. SOLEM EXPECTANS
    10. PLAYING WITH THE FIRE
    11.ERICA

    Etwas Verwirrung gab es um den Auftritt von Las Fuegas - es hier zunächst, die Feuerwehr hätte den Auftritt aus brandschutztechnischen Gründen gestrichen, doch dann gab es zumindest eine ca. 15-minütige abgespeckte Version - um den Unterschied zwischen 15 min Feuer und 45 min Feuer zu erkennen, muss man bestimmt Brandschutztechniker sein ;-)

    Egal, denn danach kam der erste und trotz aller nachfolgenden Konkurrenz unerreichte Höhepunkt der WGT: WARDRUNA. Ein derart spirituelles Konzert habe ich seit den Hochtagen von Hagalaz Runedance nicht mehr erlebt - es war ein fantastisches Ritual, intensiv, musikalisch jenseitig und derart tiefgehend, dass der geneigte Hörer alles um sich herum vergessen konnte. Unglaublich, wie die Mischung aus rudimentären PaganMetal-Elementen, tedaitionellem Folk und vor allem dem unfassbaren Gesang, der von tiefen Kehlkopfgesängen bis hin zu Kreischgesängen in der Tradition des Seidr fast die komplette Bandbreite menschlicher Äußerungsformen abdeckt. ERLEUCHTUNG - das ist das Wort, das mir beim Wirken der Gruppe um ihre Köpfe Einar "Kvitrafn" Selvik, Kristian Eivind Espedal aks Gaahl, LInda Fay Hella als weiblicher Stimmpart und Hallvard Kleiveland in den Sinn kommt und sich dort unwiderruflich manifestiert.

    Der Samstag nahm seinen Anfang mit der traditionellen Erdbeerbowle in der Zigarre, bevor es am Abend in den Anker ging, um MINAMATA zu huldigen - Tibource hatte sein Set umgestellt, neue Filme dazugepackt - und die Post ging diesmal in eine ganz neue Richtung: nicht mehr nur die schiere physische Dampfwalze, wie man sie z.B. beim ZugZwang erleben und feiern durfte, sondern eine große psychedelische Komponente, welche die Sounds noch intensiver und mächtiger, fast doomiger wirken ließ - nach einem solchen Energieoutput riss sich ein völlig adrenalisierter Tibource die Maske vom Gesicht und rannte wie eine Ratte auf Crack auf der Bühne herum.

    Rene und Knut alias EX.ORDER hatten im Vergleich dazu keinen leichten Stand, funktioniert doch zum einen ihre Musik auf einer anderen Ebene, und wurden sie doch zum anderen zweimal von einem wohlbekannten Herren / Labelbesitzer / Musikanten unterbrochen, der in schwer angetrunkenem Zustand mitten im laufenden Set von EX.ORDER einfach aufbauen wollte und mit seinem Köfferchen auf die Bühne kam - nach einer höflichen und einer deutlichen Aufforderung verlor sich der hochrote Kopf von Herrn Karmanik dann wieder in der Dunkelheit.... - dieser "Auftritt" motivierte mich dann aber, nachdem ich sowohl Cent Ans De Solitude als auch Thorofon im letzten Jahr z.T. mehrfach gesehen hatte, mir auch Brighter Death Now zu ersparen, vor allem auch eingedenk des bizarren Auftritts von Roger Karmanik in Belgien. Dann lieber ab in den Kohlrabizirkus, da die unsäglichen / unerträglichen Eden weint im Grab (über die bereits in der Heidi die lustigsten Witze gerissen worden waren...) schon vorbei waren, aber leider auch die ersten Minuten von DARK FORTRESS, die ich zuletzt in fast heimatlicher Umgebung erlebt hatte. Guter, atmosphärischer BM, getragfen von starken Melodien und Songs, die mit hoher Wahrscheinlichkeit keine der erheiternden true vs. untrue -Debatten überstehen würden, die aber gleichwohl einfach gut unterhalten.

    Ein anderes Kaliber aber dann danach mit der wohl besten deutschen BlackMetal-Band derzeit, auch wenn sich hier die Frage stellt, ob dieses Korsett die Band nicht einengt, denn SECRETS OF THE MOON musizieren eigentlich außerhalb solch enger Konventionen und zudem auf einem technisch wahnsinnigen Niveau - einfach nur auf dem kalten Beton liegen und mit offenem Mund staunen....

    Bei AMORPHIS musste ich dann aber die Halle verlassen - das hatte dann doch schon ein bisschen was von Eigenplagiat und Grabräuberei, wenn auch nicht in einem solchen Ausmaß wie z.B. bei Paradise Lost, was die Finnen abzockten - gleichwohl fehlte zum Bierzelt nicht allzu viel.

    Ganz anders extrem dann der Hörsturz zum WGT: der "Club 1880" entpuppte sich als eine Art besetzte Hausruine, in deren Gewölben man doch tatsächlich versuchte, Konzerte abzuhalten - mein Ziel, zum dritten Mal Jana Komaritsa aka DaRkRaD live zu erleben, konnte ich somit nur teilweise verwirklichen, denn der Raum war sicherlich kleiner als mein Wohnzimmer, so dass eigentlich nur die erste Reihe wirklich etwas gesehen hat und sich zudem hinten auch der Schall nicht mehr wirklich durchsetzen konnte, zumal auch hier wieder die üblichen ARSCHLABERER am Start waren, von denen einer dann sogar noch eine dieser dämlichen E-Kippen "rauchen" musste.... heilige Scheiße. Gleichwohl war der Auftritt von Jana, teilweise unterstützt von einem wieder deutlich nüchterneren Roger Karmanik, wieder einmal denkwürdig und intensiv: Puppenspiel, Film, Stimmung, Gesang - alles 1a - angesichts der Umgebung und Teilen des Publikums aber Perlen vor die Säue. Kein Vergleich zu Dresden, wo einfach alles gepasst hatte....

    Der Sonntag begann mit dem Ü30-Brunch, welches von einer weiteren Erdbeerbowle in der ZIgarre abgerundet wurde - danach war dann gottlob nicht mehr allzu viel Bewegung angesagt, denn heute würde ich den Volkspalast nur noch für die Fahrt zurück zum HOtel verlassen. Die zweite Show von Solblot war letztlich wie erste; das kann man vom Auftritt von VURGART aka Matthias Krause nicht behaupten, den ich erstmals als Vorband bei Death In June in Wien live gesehen hatte - hier lagen aber doch Welten dazwischen. Unterstützt von Musikern von Jännerwein, Sonne Hagal und Oniric (?) spielte sich Matthias in der Kantine durch ein sehr entspanntes, angenehmes Set - Daumen hoch!
    Wieder drüben in der Kuppelhalle gab es einen der eher ungewöhnlichen Momente dieses WGT in Form von AIN SOPH: in Triostärke lieferten die Italiener ein Set zwischen Velvet Underground und neuem Blutharsch ab - psychedelischer Rock´n Roll, durchsetzt mit rituellen und experimentellen Sprengseln, der in den meisten Gesichtern ein Fragezeichen hinterließ, da er eben nicht ins letztlich auch nur sehr konventionelleund vor allem beschränkte Musikbild der meisten Besucher passt.

    Es begann die Zeit der Trommel: GNOMONCLAST hatten ebenso wie ihr nachfolgendes Alter Ego LUFTWAFFE mit den schlechten Bedingungen in der Kantine betreffs des "Publikums" zu kämpfen - das fast theatralisch inszenierte Konzept mit Masken und zahlreichen Wechseln in der Instrumentierung und Instrumentenbedienung, zusammen mit den originellen musikalischen Wechseln konnte nicht mit der notwendigen Aufmerksamkeit rezipiert werden, da hierfür kein Raum vorhanden war. Und, wenn auch sehr subjektiv: meinen Überlieblingssong "Ere I Perish" haben sie auch nicht gespielt.... schnüff...

    In der Kuppelhalle fand dazwischen der mit Spannung erwartete Auftritt von Geoffroy aka DERNIERE VOLONTE statt - rappelvolle Hütte, die kleine Superstarverzögerung zu Beginn - - doch sehr schnell herrschte gepflegte Langeweile. Zu monoton, zu statisch fiel der Auftritt aus, so dass selbst Stücke, die auf Platte regelmäßig Entzücken auslösen, hier nur wohlwollend zur Kenntnis genommen wurden. Und leider ist auch die neue Platte "Mon meilleur ennemi", die ich mir in beiden Formaten noch mitgenommen hatte, gemessen am Gesamtwerk des Meisters deutlich im unteren Drittel angesiedelt....

    Die unverwüstlichen :Of The Wand And The Moon: des wohl meistbeschäftigten Musikanten des WGT (bei welcher Band hat Kim Larsen eigentlich nicht getrommelt ;-)] beschlossen dann gewohnt routiniert und zuverlässig den Abend.

    Der Pfingstmontag sollte eigentlich mit SUBHEIM beginnen - da ich aber im Volkspalast ein langes Gespräch mit Jana Dark führte, verpasste ich den Auftritt leider, so dass mein letzter Tag am WGT erst mit DOWNLOAD losging. Ja, was soll man zum Auftritt des Skinny-Puppy/Dead-Voices-On-Air-Projektes sagen: ich glaube, wenn man sie gelassen hätte würden sie heute noch spielen..... das war moderner und berührungsfreier elektronischer Sound mit Ingredienzien aus allen möglichen Stilen, verbunden zu eingängigen und tanzbaren Sounds - hätte man die Gitarre mehr eingebunden, hätten die an diesem Abend headlinenden NÄO eine superernstzunehmende KOnkurrenz gefunden. Alle Aufforderungen von außen lange und beharrlich ignorierend glitt Stück um Stück über die Bühne - ich glaube, erst nach zwei Stunden war wirklich Schluss - dadurch verpasste ich zum einen den Anfang von T' zolkin in der Kantine.

    Nachdem mich inzwischen auch der Hunger quälte, beschloss ich gleich zum Schauspielhaus aufzubrechen und in dessen Umgebung, welche zahlreiche diesbezügliche Alternativen bietet, noch etwas zum Beißen zu organisieren. Im Anschluss machte ich dann ALICE NEVE FOX meine Aufwartung, dem neuesten Produkt des offenbar rastlosen und nimmermüden Elena Fossi von u.a. Kirlian Camera. In der Besetzung ELENA ALICE FOSSI ( lead vocals, additional piano and keyboards), KYOO NAM ROSSI (acoustic guitar, electric guitar), ANDREA ARTUSI am Kontrabass, NAYM CEITHRE am Cello und als Gast JOHANNES BERTHOLD am Flügel wurden Stücke von Kirlian Camera und Spectra Paris zum Besten gegeben - da ich ein Fan der Stimme von Frau Fossi bin, konnte sie auch an diesem Abend nichts falsch machen.

    Die nachfolgenden IRFAN beschlossen dann mein WGT - leider fand ich den Auftritt nicht so intensiv wie beim Festival Mediaval, vor allem die überzogenen Pausen zwischen den Stücken verhinderten das Aufkommens eines Flusses.

    Fazit: für einen intensiven Festival- und Konzertbesucher wie mich bietet das WGT inzwischen wenig Anreiz, zumal die Experimentierphase des Vorvorjahres mit Künstlern wie irr.app.ext inzwischen schon wieder beendet scheint. Ein Sicherheitsprogramm für ein mit Masse allesfressendes Publikum, das sich gerne auch mit Mittelmaß zufrieden gibt. Und obwohl ich natürlich mein Hotel fürs nächste Jahr wieder gebucht habe, werde ich mir doch die Entscheidung zu fahren nicht leicht machen.
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    26 Jun 2012, 22:19 by U-Soldat

  • CIVIS EUROPAEUS SUM has been released

    22 Jun 2012, 09:09 by Ad_astra88

    BLOODSOIL, STRIIDER, LEGIONARII, TSIDMZ - Civis Europaeus Sum

    4 ways split - pro CDr 12 track (52min) in foldout 4 panel carboard cover and 4 inlay cards, is limited edition of total 120 copies (only 60 in europe) handnumbered copies.
    Info: Young and Strong European Projects: BLOODSOIL, STRIIDER, LEGIONARII and TSIDMZ with great and different styles of Dark Ambient & Military Industrial !

    buy now @ SkullLine and Ufa Muzak!!!!

    SkullLine: http://www.skullline.de/catalog/product_info.php?products_id=601144&osCsi...

    Ufa Muzak: sonnenmensch@mail.ru

    More information at:
    BloodSoil
    www.myspace.com/bloodsoilband
    http://www.facebook.com/pages/BloodSoil/207885425923341
    [youtube]http://youtu.be/rZuJJ1pWqpo[/youtube]
  • AKPAN ‎"dBal-phur bond-pa" - Рецензия от maeror3

    16 Jun 2012, 14:52 by DunkelAesthet

    Akpan ‎– dBal-phur bond-pa



    Стрелы Перуна – СП024, 2012

    1. introduction ceremony
    mgon po ber nag can - kalamantra I
    mgon po ber nag can - kalamantra II
    ceremony termination (32:31)

    Довелось однажды услышать рассказ бывалого путешественника, который на стадии «домашне-книжных» скитаний по миру просто бредил Тибетом, представляя себе эту дивную местность колыбелью человечества и сокровищницей знаний. Проведя же там примерно полгода, он с содроганием произносил это слово, а от вопросов рассказать о местных обитателях и их обычаях его трясло. Чем дальше в горы, тем более дики и необразованны коренные жители, тем глубже погружены они в мракобесие, буддистские нравоучения и каноны миролюбия здесь, в горных деревушках, не ночевали с тех самых времен, как буддизм постепенно вытеснил (но только не отсюда) мрачные традиции религии Бон. Стоит задать не тот вопрос – в тебя полетят камни, а проводник откажется вести дальше; за каждым кустом, в каждой расселине живет по десятку демонов, и сосуществование с ними этим людям никак не идет на пользу. Растиражированная улыбка Далай-Ламы быстро сменяется оскалом местного шамана, раскинувшим кости и созывающим обитателей загробного мира.

    Новый альбом «Akpan» «dBal-phur bond-pa» (созданный при участии Сергея Габбасова, автора «Vazhes» и «Bardo») приглашает поучаствовать в одной из церемоний. Безостановочное ритуальное действо на сей раз пропитано гораздо меньшим количеством колющегося и царапающего шума, но поток звуков по-прежнему очень плотный, насыщенный. Достигается это благодаря внушительному набору редких этнических инструментов, многие из которых, например, флейта канглинг из берцовой кости человека, предназначены только для использования во время ритуалов общения с духами, в праздных целях играть на них не рекомендуется. И спустя несколько минут прослушивания, когда медитативное вступление «introduction ceremony» сменяет первая часть «mgon po ber nag can - kalamantra» и на смену гулу поющих чащ приходят туго закрученные и сдобренные шумом звуковые петли, подобные запреты перестают казаться пережитками темного духовного прошлого. В дело вступают голоса – сначала люди поют короткие мантры, фрагменты которых в вихревом потоке наслаиваются друг на друга. Потом поток слов и утробного горлового пения уплотняется, аккумулируя вихри темной энергии, с которыми в наш мир прорываются демоны, чьи голоса и крики становятся частью этого действа, дикого, древнего, опасного и безумного ритуала. Ритуала, подхваченного в конце монотонным ритмом, призванным сдержать существ с Той стороны и вытребовать у них что-то для себя и для своей деревни: защиты, воды, еды и прочих благ. «dBal-phur bond-pa» - выполнение условий извечного пакта о перемирии, который для простых людей, следующих ему веками, превратился и в смысл жизни, и отраву, пропитавшую души страхом и предрассудками.

    Минимализация шумовых «излишеств» пошла «Akpan» на пользу. Запись вышла очень аутентичной, в ней прослеживаются мотивы, которые, при некотором развитии, могли бы подтянуть этот проект в будущем до уровня «Phurpa» (как вариант), или же оставить его в гордом одиночестве единолично выпестованного стиля на недосягаемой вершине. Мистикам, адептам и интересующимся стоит это услышать.

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  • Damals & Heute

    8 May 2012, 16:23 by Godhiva

    Fr., 4. Mai. – Broken Flag 30th Anniversary

    Erster Tag Broken Flag 30th Anniversary in London ist nun auch schon wieder Geschichte. Zum ersten Mal hab ich richtig typisches englisches Wetter: kalt, windig, regnerisch - der totale Kontrast zum Abflug in Stuttgart, wo´s noch lauschige 18 Grad hatte... Zudem die erheiternde Erfahrung durch einen Security, dass man auch Vienna (was nachweislich auf meinem Death-In-June-Tourhemd steht) und Vietnam verwechseln kann – der war gut! Die Veranstaltung leidet eindeutig unter schlechter Organisation, zumindest bisher: anstelle Einlass um 18h war erst 20h Einlass, dann musste noch der Eingang gewechselt werden, aber war man erst mal drin, war´s in Ordnung, auch wenn´s wieder, wie beim Roadburn, trotz der drei Tage weder ein Ticket noch ein Stoffband, sondern nur ein unbedrucktes rotes Plastikband gibt. Ist einfach eine Schande, dass man nicht mal mehr insoweit an die Fans denkt, die sich solche Dinge gerne als Memorabilia an die Wand hängen.... Das völlige Fehlen von Uhrzeiten in der Running Order macht es zudem auch nicht leichter – manchmal muss man einfach auch etwas Essbares zu sich nehmen – wenn man aber nicht weiß, wann die nächste Band beginnen soll, macht es das nicht gerade einfach.
    Die massive Verzögerung hatte gravierende Folgen für den Spielplan, da man wohl pünktlich um Mitternacht Schluss machen MUSSTE - so absolvierten die Opener SEWER ELECTION / TRERIKSRÖSET einen sieben(!!!)-minütigen "Auftritt", wobei einer der beiden Herren bereits nach ca einer Minute wutentbrannt den provisorischen Auftrittsort VOR der Bühne verlassen hatte... na, das war ja schon mal vielversprechend....
    Auf die nachfolgenden LE SYNDICAT hatte ich mich echt gefreut, doch die beiden Franzosen waren an diesem Abend Meilen von der Intensität und schieren Gewalt ihrer Veröffentlichungen entfernt.

    Mit CON-DOM ging dann die Sonne auf: Mike Dando brachte einfach alles rüber, was diese Art von Musik (wobei nach Meinung der Passanten und der Security das eh nichts mit Musik zu tun, aber das Phänomen kenne ich ja auch von meinem Schwiegersohn in spe ;-) einmalig und faszinierend macht: visuelle Untermalung, einfache, aber brutal auf die Zwölf zielende und treffende Sequenzen und dazu die apokalyptische Darbietung in Bewegung und vor allem Ton - PowerNoise wie er sein muss! Und dazu gab´s hinterher dann auch noch auf meine mitgebrachten CD-Cover ein Autogramm, obwohl ihn meine langen Haare erst mal misstrauisch gemacht haben - oder lag´s am Genocide-Organ-Hemd?

    Alles neu machten SKULLFLOWER: die Maschinen verschwanden, Gitarren, Bass, Schlagzeug und Violine eroberten die Bühne - doch das Inferno steigerte sich dadurch sogar noch!!! Was der Vierer um Mastermind Matthew Bower abzieht, ist einfach nur eine riesige Soundwand, ach, was sag ich: ein Tsunami. Sternenfressende Klangberge wälzen sich durch das Auditorium, bereit, jeden und alles zu verschlingen, was dieser infernalischen Höllenwalze nicht entkommt. Die Mischung aus Zeitlupe und reiner Energie, eine Art Fusion aus Velvet Underground´s Black Angel´s Death Song, Sleep und bösartigsten, psychedelischen Kaskaden ist absolut einmalig. Leider war auch hier, wie bei den anderen beiden Vorbands, nach einer halben Stunde Schicht -

    Mit RAMLEH enterte nunmehr der wohl wichtigste und meistbeschäftigste Mensch des Festivals die Bretter, die für eine gewisse Zeit die Welt bedeuten: Gary Mundy. Mit seinem seit den frühen 80ern laufendem Projekt RAMLEH, für mich nach wie vor eine DER prägendsten und einzigartigsten Bands der Szene, spielt er gleich zwei Sets, an diesem Abend das PowerElectronics-Set und am Sonntag das Rockset - alleine schon dadurch beweist er seine Alleinstellung. Mit seinem Projekt KLEISTWAHR kommt dann noch der Auftritt am Samstag dazu. RAMLEH strahlen für mich immer diese faszinierende Mischung aus totalster Verzweiflung und purere Aggression aus, wie ein in die Ecke getriebenes, von seinen Jägern umstelltes Tier, das nur noch die Wahl hat zu töten oder getötet zu werden - in dieser Form nach meinem Dafürhalten nur noch bei GO zu finden. Zwei Stücke mit Gitarrenfeedbackorgien, zwei rein aus den Maschinen - fertig war eine glückliche Stunde!!!

    Dass anschließend nicht mal mehr eine U-Bahn fuhr, ist für eine Stadt dieser Dimension nur noch peinlich....
    Tag 2 des Broken Flag Anniversary: ich hätte mich nicht so beeilen müssen, vom Britischen Museum zur namenlosen, angemieteten Konzerthalle zu kommen, und zudem noch den Ausfall der Northern Line bis Tuffnell Park zu kompensieren, denn natürlich war um halb fünf nicht der angekündigte Einlass - also noch auf einen Tee (ganz britisch) ins Cafe und lesen - In Erwartung der Wartezeit war natürlich auch ein Buch in der Umhängetasche.
    Den Einstieg machte dann der unermüdliche Gary Mundy mit seinem Projekt KLEISTWAHR - wie bereits am Vortag SEWER ELECTION/TRERIKSRÖSET jedoch mit einem Sieben-Minuten-"Auftritt" - da dauert der Aufbau ja länger....
    Die erste Überraschung gab´s anschließend mit den mir bisher völlig unbekannten LETTERA 22 - was für ein Schlag in die Fresse!!! Brutalster OldSchoolNoise von zwei jungen Burschen, die harmloser nicht aussehen könnten! Wieder vor der Bühne positioniert holten die beiden aus ihren Maschinen alles raus, was man sich an Krach vorstellen kann! Zehn Daumen!
    In eine ganz andere Richtung ging danach M.T.T. - ich hatte Mauro zuletzt noch mit seiner Band Meathead auf der Ebola-Tour (zusammen mit Sabotage QCQC, Dive und den genialen Templebeat - vielleicht erinnert sich der eine oder andere lebensältere Mitbürger...) gesehen und freute mich insofern umso mehr. Wohldosierte Noiseeruptionen formten zusammen mit deutlich ambienten Klängen und rhythmischen Einsprengseln einen herrlichen Teppich, der den geneigten Hörer Entspannung und Ekstase zugleich erfahren ließ - herrlich - Gentlemannoise.

    Mit JFK, dem Baby von Anthony Di Franco, kamen dann wieder die Saiten zu Amt & Würden - Noiserock mit einer psychedelischen Schlagseite, bedingt durch die repetitiven Elemente und die kakophonische Monotonie, die natürliche Trancezustände erzeugte.

    Hinterher gleich die nächste Livepremiere für mich: BLACK SUNROOF!, eine Kollaboration aus den beiden Voltigeurs und Skullflowers Matthew Bower und Samantha Davies sowie Cinder von Cindytalk - also eine wie so häufig auf den Knien gespielte oder eher gequälte Gitarre, eine Violine und der einzigartige Gesang des Transgender Warrior - wooooow.

    Wieder in eine andere Richtung gingen dann natürlich GRUNT aka Mikko Aspa. Für mich ist das schon fast eher Doom, gemessen an den zum Teil atemberaubenden Geschwindigkeiten der anderen Musiker - doch wie beim metallischen Doom erzeugt auch hier die scheinbar fehlende Geschwindigkeit die unglaubliche Intensität der Musik - es ist einfach ein Unterschied, ob man mal eben kurz aber heftig überfahren, oder aber langsam und genüsslich zermalmt wird. Wie eine Faust schließt sich GRUNT um das Gehirn....

    ESPLENDOR GEOMETRICO hatte ich einfach schon zu oft live gesehen - so nutzte ich die Gelegenheit zur Nahrungsaufnahme im gegenüberliegenden Dixie Chicken, das ich hier mal ausdrücklich empfehlen will ;-) einige Minuten von der deutlich noisigeren Show als den zuletzt doch sehr technolastigen Auftritten konnte ich dann aber noch mitnehmen.

    CONSUMER ELECTRONICS waren danach aber nach meinem Dafürhalten enttäuschend und lange nicht so intensiv wie zuletzt in Dresden. Oder liegt es einfach an der fehlenden Neuheit und Provokation? Außer einer infernalischen Lautstärke hatten Philip Best, Sarah Froelich, Gary Mundy und Anthony DiFranco wenig zu bieten: das Buch wurde wieder geleckt und geküsst, viel Selbstbefummeln und aufgesetzte Geilheit - nööö, obwohl die Halbstundenmarke nicht ganz erreicht wurde, war´s doch schnell langweilig. Sorry. Kommentar meines Nachbarn: "He´s got nice tits!" - und das "he" ist kein Schreibfehler!

    Der Sonntag begann dann mit dem schon üblichen Kurzauftritt zum Einstieg – diesmal hatte TOMMI KERÄNEN die zweifelhafte Ehre – immerhin durfte er schon 8 Minuten ran, was vielleicht auch daran lag, dass man etwas früher mit dem Einlass begonnen hatte – oder hatte man sich einfach nur schon so sehr an das Fehlen jeglicher Zeit & Organisation gewöhnt?
    Im Vergleich zum Spätveröffentlicher KERÄNEN sind die nachfolgenden VORTEX CAMPAIGN absolute Urgesteine, datiert doch die erste Veröffentlichung der Herren Verstraete aus dem Jahr 1984, übrigens zusammen mit den diesen Tag headlinenden NEW BLOCKADERS und Coil….. mit anderen Worten: eine lebende Legende! Zu moderaten elektronischen Soundschleifen werden Gitarrennoiseteppiche gewoben und ausgebreitet, welche stark an den Free-Form-Rock der USA und Namen wie John Zorn und Frank Zappa erinnern – zwischendurch schimmerte auch mal immer wieder Captain Beefheart durch.
    Ein weiteres Kapitel zum Thema „Urgesteine“ schlägt danach Mark Durgan aka PUTREFIER auf – 1987 auf Broken Flag bereits die erste Cassette („Cog Dominance“) veröffentlicht zu haben, ist eindeutig die Eintrittskarte in die Ruhmeshalle der Geräuschmusik – und mit diesem Wort umschreibt man wohl auch am besten die Welt von PUTREFIER, denn aus vielen einzelnen, kleinen und kleinsten Bausteinen, Effekten, Tönen, Geräuschen zaubert Mark Durgan ein feinsinniges, niemals krachiges Gebilde, das zum ersten Mal wirklich die Aufmerksamkeit der Zuhörer erfordert – Mosaiksteinchen um Mosaiksteinchen entsteht im Kopf ein Bild, mutiert, weicht….
    Noch ein Jahr früher waren SIGILLUM S mit „Trance Flexure“ auf Broken Flag – für mich ist das Kollektiv aus Eraldo Bernocchi, seiner Frau Petulia Mattioli, Paolo Bandera und Luca Di Giorgio die „modernste“ Gruppe auf dem Festival, weil sie es nach meinem Dafürhalten wie kaum eine andere verstanden hat, ihren Sound, wenn man denn die Gruppe überhaupt auf „einen Sound“ reduzieren kann, stetig auf dem Laufenden zu halten, moderne Einflüsse spielerisch zu integrieren und sich permanent neu zu erfinden – so auch in London, mit der Hinzunahme von Lorenzo Esposito Fornasari, der ja schon bei Obake mit Eraldo zusammenarbeitet, eines mir leider bisher unbekannten, nichtsdestotrotz aber herausragenden Sängers, der den Kompositionen und Strukturen von SIGILLUM S so viel Neues hinzufügt und sich dennoch harmonisch in das neue, größere Ganze einfügt- wieder einmal ein Beweis dafür, dass ein Ganzes so viel mehr sein kann als die Summe seiner Einzelteile….
    Noch in Jahr weiter zurück in der Broken-Flag-Geschichte, 1985, konnte man Bekanntschaft mit „La Mutazione“, dem bereits zweiten Werk von GIANCARLO TONIUTTI, schließen, dem Mann mit der markanten Barttracht, der sein Pult witzigerweise genau gegenüber von der Bühne neben dem Soundpult installiert hatte – also alles Schwenk um 180 Grad! Der Sound orientiert sich stark an dem seines musikalisch Gleichgesinnten Maurizio Bianchi, auch wenn die beiden, trotz der ja geradezu legendären Kooperationswut des Zweiten, seltsamerweise nie zusammen ein Album veröffentlicht haben – TONIUTTI kann gleichwohl Arbeiten zusammen mit Conny Schnitzler und Siegmar Fricke in seiner Vita vorweisen. So kann man sehr entspannte Arbeiten aus dem weiten Feld des Field Recordings und der Soundcollagen genießen und sich einfach fallen lassen, Luft holen für das Kommende - - denn mit CLUB MORAL ist es alles andere als entspannend – man fragt sich nur: was kommt als nächstes? Optisch inzwischen zwischen Bausparvertrag und BMW-Leasing anzusiedeln (überhaupt ein erstaunliches Phänomen des Festivals: der zum Teil völlige Kontrast zwischen Optik und Akustik – gesetzte Mittfünfziger und ähnliche Kaliber, mit Schal (VORTEX CAMPAIGN), Hausfrauengewand (Anne-Mie Van Kerckhoven von CLUB MORAL) oder im Elder-Statesman-Dress (Eraldo von SIGILLUM S) entfesseln akustische Pandemonien sondergleichen) zelebrieren Anne-Mie und Danny Devos ihren zugleich traditionellen und modernen Sound zwischen Wiener Aktionismus und Industrie der alten Schule – unter vollstem Körpereinsatz agiert Danny wie ein Irrwisch, atmet und singt in einen gefüllten Wassereimer, isst zu einem „Sag mir wo die Blumen sind“-Sample Blumen und spuckt sie ins Publikum, das er auch bei seinem Aufenthalt dortselbst miteinbezieht – da bleibt im wahrsten Sinn des Wortes kein Auge trocken! Inzwischen sind wir auch schon fast am Anfang der 80er angekommen, denn das Debut „Mit neuen Waffen!“ der Belgier datiert aus dem Jahr 1983 – der eine oder andere dürfte sich infolgedessen sehr über die Wiederveröffentlichung innerhalb der wie immer opulenten 5-LP-VOD-Box aus dem Jahr 2011 gefreut haben!
    Dann brechen die Dämme: RAMLEH – ROCKSET – RIESIG…. Unfassbar, was die Vier – Gary Mundy, Anthony DiMarco, Philip Best und ein mir leider nicht bekannter Schlagzeuger (Asche auf mein Haupt…) veranstalten….. In einem Spannungsfeld aus Noiserock, Doom, Psychedelic und HeavyBlues zertrümmern diese Fantastischen Vier mal soeben die Welt –immer wieder schimmern und glimmern bekannt erscheinende Sequenzen durch, denkt man an die Stooges, an Sonic Youth, an Beefheart, Black Sabbath – um sofort wieder von diesem achtarmigen Kraken aus kochendem Teer, glühender Lava und geschmolzenem Stahl umschlungen und verdampft zu werden!!! WAHNSINN…..
    Lag´s an den Vorgängern auf der Bühne? Lag´s am Kräfteverschleiß angesichts der letzten Band des letzten Tages, am fehlenden Essen oder an der beginnenden Erkältung? Lag´s am Ausfall des - vom Publikum aus gesehen – linken Soundpults? Oder lag´s nur an mir, denn immerhin entstand ein heftiger Pit vor der Bühne? Aber für mich waren die Headliner THE NEW BLOCKADERS relativ enttäuschend. Die propagierte Anti-Attitüde, das „Gesamtnichtswerk“, wie es von Paul Hegarty, zitiert auf der Bandseite, formuliert wurde, erschöpft sich nach meinem Dafürhalten relativ schnell, genauso wie sich Punk relativ schnell erschöpft (& erschöpft hat). Die einzig gültige Proklamation des Nichts ist das Nichts selbst, insofern müsste man konsequenterweise verschwinden. Das zerstörerische Bearbeiten von Fässern und anderen metallischen Gegenständen war mit Sicherheit 1982, als „Changez Les Blockeurs“ erschien, revolutionär und aufsehenerregend – doch seither sind schlicht 30 Jahre vergangen, und die Maßstäbe und Protagonisten haben sich verändert. Insofern muss man wohl den Kultfaktor der Gruppe berücksichtigen, denn alleine ein bisschen Rumhämmern, Fässer zu Boden schleudern („chleudert das Fechchchen zu Poden“), Skimaskentragen und die Plauze in einen Anzug zwängen macht noch keine Antigruppe. Vielleicht liegt es aber auch an meiner angeborenen Skepsis Leuten gegenüber, welche eine Botschaft über Inhalte stellen – auch mit Beuys konnte ich nie etwas anfangen….
  • Kaztalien – Humanature

    30 Mar 2012, 23:28 by DunkelAesthet

    March 31, 2012 St. Petersburg label Inhermanland Files released 10th release - the debut album of domestic ritual ambient project Kaztalien under title Humanature in the form of 9 tracks. The music is special sound of pulsations of ritual rhythms and atmosphere of dark ambient. The album is tastefully designed by young designer Ester13 with original photographs and lyrics by Hermann Hesse. This release is available in formats FLAC und MP3.
    * * *
    31 марта 2012 года петербургский лейбл Inhermanland Files выпустил 10-й релиз - дебютный альбом отечественного ритуал-эмбиент проекта Kaztalien под названием Humanature в виде 9-ти треков. Музыка альбома представляет собой особенный саунд из пульсаций ритуальных ритмов и атмосферы тёмного эмбиента. Альбом со вкусом оформлен молодым дизайнером Ester13 оригинальными фотографиями и стихами Германа Гессе. Настоящий релиз лейбла доступен в форматах FLAC и MP3.



    KaztalienHumanature (2012)

    Label: Inhermanland Files – IF 10
    Format: 9 × File, FLAC, Album
    Country: Russian Federation
    Released: 31 Mar 2012
    Genre:
    Style:

    Tracklist:

    1. A Wind In Leaves 5:07
    2. In the Swamp 3:51
    3. Noctambulist 5:23
    4. April 3:56
    5. Summoning the Thunderstorm 4:38
    6. Nascence of the New 6:44
    7. Experience 7:25
    8. Practice 6:47
    9. Change in eras 7:16

    Credits
    Artwork By – Ester
    Written-By – EGA

    Notes
    Music by EGA in Tambov 2011-2012
    Design by Ester ester13.deviantart.com



    Free download links in Label catalog
  • 2-3 march : Spiritual Front & O Paradis in Moscow!

    12 Feb 2012, 12:17 by chansonnier



    2-3 марта 2012 / пятница-суббота / Москвa / клуб "Plan B"

    SPIRITUAL FRONT (Italy)
    впервые в полном составе!
    &
    O PARADIS (Spain)
    впервые в России!


    Два совместных концерта лидеров
    средиземноморского дарк-кабаре и неофолка!



    Кровь и любовь, экстаз почти религиозный и дерзкая порочность - смешать и взбалтывать - определенно, Spiritual Front стоило бы придумать, если бы проект не существовал и не обольщал, причем не только поклонников "темной сцены". Так, наверное, должен звучать кабаре-квартет, решивший сочинить свой, грязно-невинный саундтрек к "Гибели богов", внутренним монологам героев Фассбиндера и Пазолини (чьи фильмы, кстати, группа любит использовать в качестве видеоряда к выступлениям). Симоне Hellvis Сальватори - фронтмен и основатель Spiritual Front - определяет свой стиль не иначе как "нигилистический суицидальный поп" и уверяет, что ему не стыдно "стоять перед публикой со спущенными штанами", потому что, когда он пишет песни, его заботят только его собственные чувства, его личные боль и страсть. Впрочем, на концертах Spiritual Front предпочитают появляться в строгих костюмах, которые лишь подчеркивают пылкую театральность исполнения. Оргиастический, но не лишенный горечи, настрой вполне передает музыка, где ритмы исступленного танго и похотливого дарк-кантри погоняют аккордами и мелодиями, которых бы не постеснялся как Джонни Кэш так и Эннио Морриконе.



    Лирика по большей части развивает почтенный жанр беззастенчивой исповеди в духе де Сада или Святого Августина, кому как угодно. Яростные зонги убедительно повествуют о том, что Иисус умер в Лас-Вегасе, все идеалы и униформы - дерьмо, а любовью, сдобренной вазелином, можно добиться большего, чем просто любовью. Формально Spiritual Front в Россию уже приезжали, но после визита осталось чувство недосказанности: присутствовал лишь Сальватори, а программа наполовину прошла под минусовую фонограмму. На этот раз группа впервые приезжает полным составом, а значит воздух будет гарантированно наэлектризован как минимум в четыре раза интенсивнее. Более того: для каждого из двух вечеров, которые итальянцы отыграют в Москве, подготовлена своя собственная программа. И как знать, не дойдет ли дело до финальной сцены из зюскиндовского "Парфюмера".



    Группа, которая выступит вместе с Spiritual Front, в другой ситуации вполне сошла бы за хедлайнеров - O Paradis представляет иную, куда более вкрадчивую сторону средиземноморской эмоциональности. Сольный проект барселонца Демиана Рецио появился в начале нулевых и формально проходит по ведомству мечтательного неофолка, но Демиан предпочитает термин "искренний поп".



    В его понимании - это, когда меньше значит лучше. Никакой чрезмерности, нарочитой экспрессии. Голос негромко роняет шелестящие слова на испанском; аранжировки истончаются, воздуха в них больше чем звуков, и когда они стихают, остается ощущение полусна. Вязкие, топчущиеся, как танцоры-сомнамбулы, ритмы, вторят чередованию приливов. Московское выступление O Paradis тем ценнее, что барселонский сновидец крайне редко концертирует. Как и в случае со Spiritual Front, программы вечеров повторяться не будут. Вне всяких сомнений, встреча проектов такого уровня на одной сцене и в один вечер - событие, что и говорить, из ряда вон выходящее (причём в данном случае не только для России), поэтому не будем утомлять вас излишними рекомендациями; уверены, что вы и сами всё прекрасно понимаете. Два вечера средиземноморской страсти и экстаза.

    ЦЕНА ВОПРОСА (на оба дня цены одинаковые) :
    • 700р - предпродажа
    • 900р - в день концерта
    • 1100р - vip I (столик)
    • 1300р - vip II (столик / балкон)
    • предварительная продажа билетов осуществляется через кассу клуба Plan B, а также через http://concert.ru.
    • билеты vip-категории можно приобрести только в кассе клуба Plan B.

    НАЧАЛО в 20-00

    ПРЕСС-РЕЛИЗ :
    http://arcto-promo.blogspot.com/2011/12/spiritual-front-o-paradis.html

    INFO :
    http://www.lastfm.ru/event/3095860
    http://www.lastfm.ru/event/3095863
    http://vk.com/spiritual.paradis
    http://www.facebook.com/events/251347838269334
    http://www.lookatme.ru/events/206325

    МЕСТО :
    Москва, "Plan B", м. Новослободская / м. Достоевская,
    ул. Советской Армии, д. 7 тел. (495) 760-20-04 / http://planbclub.ru/