• [Deleted user] said...
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    • 31 Aug 2007, 01:48

    Rezensionen über Musik

    Habt ihr ein neues Album gehört, beziehungsweise wieder entdeckt und habt eine kleine Kritik darüber geschrieben? Dann zeigt sie uns.

    • [Deleted user] said...
    • User
    • 31 Aug 2007, 01:50

    Shout out Louds - Bekifft zur neuen Band





    [Vorweg, um es an irgendeine Stelle zu stellen: Das Albumcover ist der Band,- und Albumname ("Our Ill Wills") in Flaggensprache. So, das wäre geklärt. Und Karten für das Konzert in Erlangen sind auch bestellt.]

    Wie schon einmal geschrieben, die Wege des Irgendjemanden sind unergründlich. Schon allein die Pfade, auf denen man eine neue Band kennenlernt. Zum Beispiel bei Shout out Louds.
    Eben noch auf einem Klassik-Openair mit lecker Picknick und Rotwein beschließe ich, statt gleich heimzufahren, bei einem Freund zu übernachten. In seiner Wohnung angekommen, bekomme ich mit dem ersten Bier ein Album mit komischen Flaggen in die Hand gedrückt. "Musst du mal anhören, hör ja sonst nicht so die Richtung, aber das ist echt cool!"
    Prost, Cd eingelegt. Besagter Freund und Bierspender hockt sich derweil auf sein Sofa und dreht sich nen Joint. Ich lehne ab, mein Standpunkt zu Drogen: Erst mit 30, außer ich hab meine eigene Rockband. Zweiteres hat er zwar nicht, aber er ist über 30 leckt gerade das Longpaper. Und ich erlausche mit meinem Bier die ersten Klänge von "Tonight I have to leave it". Die ersten Keyboardtöne erklingen fröhlich, und sobald Adams Stimme singt, kommt da etwas auf. So ein Gefühl, ein positives. Freude, Zufriedenheit, Fröhlichkeit. Alles zusammen. Irgendwie hört sich das wie die glücklichen The Cure an. Als hätte Robert Smith einmal Spaß im Leben und wollte das im Gegensatz zu dem hochironischen "Friday I´m in Love" musikalisch ehrlich umsetzen. Das nächste Lied "Your Parents Livingroom" erzählt von jenem Raum, in dem der Erzähler immer wieder aufwacht, ohne sich an das Klavier zu erinnern. Im Gegensatz zu mir, mir werden die Tasten des Klavieres noch lange in Erinnerung bleiben. Diese fröhliche Wehmut, ach, was hat mein Herz gelacht.
    Mittlerweile hat es uns auf die Terasse verschlagen, der Joint schon angebrannt und das Album bei Lied Nummer 5 angelangt. An dieser Stelle darf die Stimme der Bassistin ans Mikrofon. Naja, denkt man sich, durfte Meg von White Stripes ja auch mal, so toll wars auch nicht. Doch hier wunderbar gefühlvoll, eine ganz kleine Melodie, die nur vom Gesang lebt. "Listen friend she wrote, and I heard her pen cry before it broke".
    Musikalisch geht es auf diesem Niveau weiter, schöne dezente Melodien mit der herrlichen Stimme Adams, hier und da kleine Überraschungen.
    "Say what you say, I am listening. I am all ears".
    Der Joint aus, das Bier leer, wir voll oder high. Bei "Impossible" hält uns nichts mehr, denn hier ist alles möglich. Vor der Musikanlage tanzen wir ausgelassen, beide Hände in der Luft. Im Kreis drehend fühlen wir die ausgelassene Leichtigkeit, fernab des Alltagsstreßes, so wie man sie vielleicht einmal als Kind hatte. Nein, wir wollen uns nicht fühlen wie am Ende eines Sommers. Bis zum Ende des Albums sollten wir noch so weiter tanzen!
    Selbst am nächsten Morgen sollte die Euphorie nicht nachlassen. Etwas erschöpft und schlaftrunken, doch lächelnd, drücke ich die Playtaste.
    "So I´ve heard it´s no good to run, but it feels so much better now that it´s done, and tonight I have to leave it."


    Wertung: 8,5/10

    Hier sind sie zuhause: http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&friendID=11879250


    Mein-Satz zu der Beziehung zwischen Shout ou Louds und The Cure:
    Beschreibt The Cure mit ihrer Musik das Gefühl der negativen Auswirkung eines LSD-Rausches, fühlt man bei Shout out Louds das positive, warme Gefühl der Droge

    Edited by a deleted user on 31 Aug 2007, 13:16
    • [Deleted user] said...
    • User
    • 31 Aug 2007, 01:53

    Dogs - Endlich wieder gutes aus England





    Neulich im geliebten Plattenladen. Man stöbert so in der Alternative-Abteilung herum, und zwischen Cold War Kids und Elliott Smith blicken mich auf hellblauen Hintergrund dunkle Hundeaugen in feinen Anzugen herzlich an. Der Name der Band gleich passend dazu links oben "Dogs". Naja, denk ich mir. Das beste Cover wirds wohl nicht, eigentlich ist es ja geradezu hässlich. Derweilen hat sich Jens, der Besitzer des Plattenladens, hinter mich geschlichen und tippt mir auf die Schulter. "Ach Dogs, das musste mal hören!"
    Gesagt getan, mit dem Album in der Hand zum Plattenspieler, schenke mir ein Glas Cola ein und schnapp mir ne handvoll Kekse.
    Und schon beim ersten Lied verschlucke ich mich fast an in Cola getränkten Keksen. Wie konnte mir so eine Band bisher nur entgehen? Das Lied geht hymnenhaftig dahin, die sehr gute Stimme des Sängers schreit mit britischen Akzent und die Hookline ist so mächtig wie bei The Rifles gesehen. Damn, für so ein Lied würde andere englische Bands morden! Stationrock at his best! Auch bei den anderen Liedern rotzt der Sänger nur so ins Mikrofon und man sieht sich auf der Tanzfläche mit einer Flasche Bier. Neben The Jam blitzt hier und da auch, wie sollte es anders sein, etwas Oasis durch, besonders bei "Chained to no one". "I´m half the man that i wanna be, But is the other half coming on quite fast, Will i wash that longing man away from me", wird gesungen, und man merkt, auch textlich eine Klasse höher als der Rest.
    Nach dem entspannten Let it Lay ist das Album auch schon zu Ende, mit einem guten Gefühl im Bauch lege ich es auf die Theke. Mit drei weiteren Alben von The Jam.
    Auf dem Heimweg plagt mich die Vorfreude, die Cd in den Cd-Player legen zu können. Der heutige Abend ist verplant.
    "I swear, I dont kno how it started, Or if its ever gonna end, But ever since we parted, I´ve had a feeling that is, Strange".


    Wertung: 8/10



    Hier sind sie zuhause:

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    • [Deleted user] said...
    • User
    • 31 Aug 2007, 13:19

    Okkervil River - What the F***!




    Man kennt das ja. Man läuft so umher mit seinen Notizbuch, macht sich hier und da Randnotizen. Und irgendwo schnappt man einen Bandnamen auf, den man sich beiläufig notiert. Daheim angekommen myspacet man den Namen, wobei man sich ansieht, ob es sich lohnt, sich näher mit der Band zu beschäftigen.
    Und es lohnt! Jedenfalls im Falle von Okkervil River. Ich als Glückspilz kam bei myspace noch in den Genuss eines vollständigen Album-Prelistenings. Allein der wundervoll ungewisse Name der Platte ist der Beachtung wert: Our Life Is Not A Movie Or Maybe
    Schon im Auftakt scheint einen die Stimme des Sängers Will Sheff in voller Pracht entgegen. Erst hallt Will ganz allein, nur mit leiser Gitarrenbegleitung in den Raum, später entwickelt sich der Song in eine druckvolle Richtung, bevor er wieder einen Gang zurück schaltet, um dann brachial mit dem sich schon fast übergebenden Sangesorkan in den nächsten Song überzuleiten. Und so geht es weiter im folkigen Gemüt der Lieder. Mal steht Sheffs Stimme allein, fast scheint sie verloren, bis sie dann instrumental wieder aufgefangen wird. Ein ums andere Mal will man die Augen schließen, sich dieser Herrlichkeit ergeben. Und sich vornehmen, öfter mit dem Notizbuch durch die Stadt zu laufen.

    Wertung: 9/10


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    • Meileen said...
    • User
    • 2 Oct 2007, 18:51
    Für wen oder was schreibst du?

    But you don't really care for music, do you?
    • [Deleted user] said...
    • User
    • 3 Oct 2007, 11:13
    Für mich ;-)

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